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Auf der Suche: Grüne Lügen – eine Challenge

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Heute beginnen die deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit 2018. Eine Reihe von Veranstaltungen finden bundesweit statt und ihr könnt auf dieser Webseite einsehen, wo und wer an welchen Orten sich für mehr Nachhaltigkeit in diesen Tagen einsetzt. Auch Svenja (ihre Seite findet ihr hier) und ich haben uns überlegt, dass wir gerne ein Zeichen setzen und mit euch gemeinsam eine Aktion starten wollen. Wir werden uns ab heute bis zum 05.06.2018 auf die Suche machen und grüne Lügen unseres Alltages identifizieren. Ist doch easy, nicht wahr?!? Ich weiß nicht.

Grüne Lügen oder vorläufiger Kompromiss?

Ich bin sehr gespannt, was am Ende dieser Woche herauskommen wird. Denn: So einfach ist das mit den grünen Lügen nicht. Ob Greenwashing oder vorläufiger Kompromiss auf Zeit, ist nicht immer eindeutig und klar. Denn manchmal gibt es Gründe sich gegen eine grünere Version zu entscheiden; seien es finanzielle Möglichkeiten oder das Streben nach langfristiger und ganzheitlicher Nachhaltigkeit. Leider gibt es nicht immer schwarz und weiß, sondern auch viele Grautöne. Das ist das eine.

Das andere und das begegnet mir in der naheliegenden Vergangenheit sehr häufig, ist Nachhaltigkeit DAS Trendthema schlechthin. Supermärkte und andere Unternehmen engagieren sich plötzlich für ein Überleben der Bienen, indem ich Blumensamen geschenkt bekomme oder bestimmte Produkte kaufen darf und soll und muss, um ihr Überleben zu sichern und zu unterstützen. Biokunststoff statt konventionellem Plastik, zertifizierte Schokolade im selben Maß, nur eben mit Siegel und Kaffee weiterhin in Alukapseln und weiterhin in rauen Mengen. Als Veganer verzichte ich auf Fleisch und Milchprodukte, doch Avocado wird zum Nonplusultra meiner europäischen Ernährung. Avocados brauchen viel Wasser, genauso wie Mango und werden mit dem Flugzeug nach Europa transportiert. Kann Nachhaltigkeit im Alltag funktionieren, wenn ich einfach nur auf andere Produkte umstelle? Und wer hat dann gewonnen? Die Natur oder die Unternehmen, die sich einfach nur mittels Marketingstrategie einen weiteren Produktbereich gesichert haben?

Die grüne Lüge als Film und Buch

Vor einigen Wochen war der Kinostart von Werner Bootes neuem Dokumentarfilm “Die grüne Lüge”. Hier findet ihr den Trailer zum Film. Werner Boote ist mir bekannt durch zum Beispiel seinen Film “Plastic Planet”, den ihr hier findet . Gemeinsam mit Kathrin Hartmann hat er das Drehbuch des Films geschrieben. Seine Drehbuch-Co-Autorin Kathrin Hartmann wiederum hat begleitend zum Film ein Buch geschrieben, das denselben Titel trägt wie der Film und im Blessing Verlag erschienen ist. Hier der Link zum Buch. Vielleicht könnt ihr euch an meine Buchrezension zu ihrem Buch “Ende der Märchenstunde” erinnern. Hier der Link dorthin.

Ein schönes Interview mit Werner Boote über seinen Film uns grüne Lügen findet ihr außerdem in diesem Artikel vom bayrischen Rundfunk.

Wir lesen mit euch das Buch

Unser Plan ist nun folgender: Wir wollen in den nächsten Tagen dieses Buch mit euch lesen. Auf Instagram könnt ihr unsere Challenge unter dem Hashtag #grueneluegen verfolgen. Ähnlich auf unseren anderen Kanälen auf Facebook und auch twitter.

Außerdem wird es einen Abend in den kommenden sieben Tagen geben, an dem wir uns mit euch den Film anschauen wollen und währenddessen oder danach ins Gespräch kommen wollen. Wahrscheinlich via twitter.

Diese näheren Infos werdet ihr ebenfalls in den kommenden Stunden über unsere Kanäle erfahren und wir freuen uns, wenn möglichst viele mit dabei sind. Auf Instagram könnt ihr uns auf jeden Fall dabei begleiten, wie wir uns auf die Suche nach grünen Lügen begeben werden. Heute Abend um 20:00Uhr findet ihr auf meinem Instakanal die erste Lüge. Zur Erinnerung, das ist mein Instagram-Kanal.

Also, wer von euch Bock hat bei unserer Aktion rundum grüne Lügen mitzumachen, der abonniert uns, nutzt den hashtag #gruenluegen und erwähnt uns am besten in eurem Beitrag, damit wir euch nicht übersehen. Hier noch unsere Kanäle auf Instagram: @svenjasgodda und @mamadenkt – bis heute Abend!!

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3 Kommentare

  1. tanja heller sagt

    Wie macht Ihr das mit Palmölfreileben?

    Ich bin mal auf Suche gegangen in der Wohnung und finde Palmöl nur in für mich unverzichtbaren Salben und Cremes wie Mobilat als Palmitat. Esse keine Fertigprodukte. Palmitat war früher aus Wal. Da ist mir die Ölpalme lieber. Bin selbsternannte Walbeauftragte. Wenn überhaupt. Kann auch aus Soja sein. Und da wird es dann schwierig. Es steht nicht drauf. In Chemie war ich nie anwesend. Nur körperlich. Das Thema macht mich müde. Dabei habe ich noch gar nicht angegangen. Kennt sich jemand aus? Wie hat Ihr den Einstieg gefunden?

  2. Pingback: Der schöne Schein der Nachhaltigkeit - Greenwashing und eine Frage der Nachhaltigkeit | MamaDenkt.de

  3. Puh. Um ehrlich zu sein: Bei meinen Pflegeprodukten, wie der Haarseife und dem Deo weiß ich das gar nicht so genau. Das muss ich mal nachschauen gehen. Bei Nahrungsmitteln achte ich eher darauf.

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