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Du bist geliebt. Du bist schlau. Du bist wichtig.

Geliebt schlau wichtig MamaDenkt 01

Nachdem oder noch während ich im Sommer Kathryn Stocketts Buch “Gute Geister” gelesen habe, war ich sehr gerührt und denke noch mehr als zuvor darüber nach, wie ich meinen Kindern zeigen und sagen kann, dass sie wertvolle Geschöpfe sind, die allen Grund dazu haben, sich zu starken, kleinen, geliebten Persönlichkeiten zu entwickeln. Geliebt, schlau und wichtig.

Geliebt, schlau und super wichtig

In einer Welt, in der es zu allererst darum geht, zu bestehen und Leistung zu bringen. Mein Kind hat Mama gesagt, mit acht Wochen! – Sie läuft! Sie läuft. Dabei ist sie doch erst 7,5 Monate alt. – Mein Kind kann ZweiwortSätze bilden. Er ist gerade 13 Monate alt. – Mein Kind hat den Satz des Pythagoras verstanden. Es ist 3 Jahre alt. …

Und dann irgendwann fangen die Kinder selber auch an. Keine Ahnung, ob von uns dazu erzogen oder weil es einfach zum Menschsein dazu gehört. Es wird sich verglichen, gegenseitig “runtergemacht”. “Mama, der hat gesagt, ich bin ein Volltrottel.”

Ich weiß noch, wie tief diese Aussagen in der Kindheit gehen können. Gerade von Menschen, die einem wichtig sind, mit denen man sich nachmittags verabreden möchte oder denen man so nahe ist, weil sie Papa und Mama sind.

Beim Lesen von Aibileens Aufziehen der kleinen Mae Mobley (ein Dienstmädchen, das ein kleines weißes Mädchen aufzieht), war ich nicht selten den Tränen nahe. Die Situationen zeigten, wie es ist, wenn man versucht die Welt zu verändern. Einem Menschen einzutrichtern, wie wunderbar er ist, obwohl die eigene Mutter einem was anderes widerspiegelt und die Umstände, in denen man lebt, einem etwas anderes zu zeigen scheinen.

Kinder stark machen. Sie segnen.

Damals fasste ich den Entschluss einen Gegenpart zu bieten. Meinen Kindern gegenüber zuallererst. Aber auch im Umgang mit Freunden, Bekannten, Nachbarn und Menschen in meinem Umfeld. Die Kerle verlassen die Wohnung nicht, bevor ich sie ganz nah an mich gezogen habe und ihnen ins Gesicht sagen konnte: Du bist geliebt. Du bist schlau. Du bist wichtig.

“Ja Mamaaaaha! Warum sagst du mir das immer?”
“Oh, ich will nicht, dass du es vergisst!”
“Ich vergiss das nicht!”
“Ich möchte, dass du immer weißt, dass du geliebt, schlau und wichtig bist.”
Große Augen, ein abgelenkter Blick, weil ein Vogel draußen hinter mir vorbeiflattert.
“Auch wenn dir mal jemand was anderes einreden möchte. Ich will, dass du weißt, dass das nicht stimmt. Denn du bist total geliebt, ganz schlau und unglaublich wichtig. Ok?”
Eifriges glückliches Nicken.
“Deswegen werd ich dir das immer und immer wieder sagen. Damit du es nicht vergisst.”

That’s it.

Und du? Was braucht’s, um deinen Kindern und Lieben genau das deutlich zu machen? Habt ihr Rituale, die diese kleinen Persönchen stark*, sicher und selbstbewusst machen?

Geliebt stark wichtig MamaDenkt

* stark verstehe ich an dieser Stelle nicht als “Leistung”. Es geht vielmehr um Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit, um nicht von jedem “Du Trottel.” umgehauen zu werden.

 

Du möchtest noch mehr dazu lesen, wie ich das mit dem Stärken unserer Kinder sehe? Jedenfalls sagen in mieten Augen Zeugnisse nur sehr wenig darüber aus. Wieso, kannst du hier nachlesen.

Wie sich die Atmosphäre durch drei Wörter zu 180°Grad umkehren kann, lässt sich in diesem Artikel im Blog nachlesen.

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