Alle Artikel mit dem Schlagwort: anders

BauTagebuch (5). Die Treppe

Die Treppe also. Eigentlich hatten wir vor einigen Tagen vor, umzuziehen. Inzwischen liegt der Termin schon vier Wochen zurück, doch wir entschieden uns Ende März, vor dem Einzug die Treppe fertig zu machen.  Was bedeutete fertig machen? Die Treppe, so wie alle anderen Zimmerböden, war mit PVC beklebt. Dieses Haus hatte alle möglichen PVC-Farbnuancen zu bieten, die man sich so vorstellen mag – oder auch nicht. Nachdem der ganze Mist draußen war, bekam man meistens, nachdem die ein oder andere Spannplatte abgestemmt war, einen Holzboden zu Gesicht. Der wiederum war über Jahrzehnte alt und natürlich immer wieder gewachst worden. Wie ging’s also los? Die Holzböden wurden in mehreren Schritten geschliffen und anschließend geölt. Bei der Treppe handelte es sich um eine überwiegend aus EichenHolz bestehende dunkelgestrichene Konstruktion. Fiese KlebestreifenReste, die vom doppelseitigen Klebeband herrührten, ließen die Stufen sehr unansehnlich ausschauen. Allein das Abkratzen dieser Reste war eine unglaublich schmutzige und vor allem aufwändige Arbeit. Zum einen ließen sie sich nicht komplett entfernen. Zum anderen war die Treppe danach ja immer noch dunkelbraun gestrichen und entzog dem Treppenhaus auf …

BauTagebuch (4)

Wie schaut es aktuell auf unserer Baustelle aus? Schmutzig mal wieder, was an der Bearbeitung des Treppenhauses liegt. Doch was haben wir denn die vergangenen Wochen geschafft? Neben der Geburt eines weiteren kleinen TeamMitgliedes? Was bisher geschah: Nachdem wir den gröbsten Dreck und Schmutz nach den Verputzerarbeiten beseitigt hatten, konnten wir jede Menge Wände streichen. An viele der Wände haben wir Lehmputz anbringen lassen. Er lässt den Raum atmen und ich hatte einfach keine Lust, mir wieder Tapeten an die Wände zu machen. 1. Ich hatte in meinen vorherigen Wohnungen häufig das Gefühl, dass tapezierte Räume nicht so richtig atmen. Das hat mich immer ein wenig gestört und deshalb habe ich es auch in unserer letzten MietWohnung so genossen. Dort war die untere Etage einfach nur mit Lehm verputzt. Ganz fein. Sehr schön. Überstrichen mit einer entsprechenden Lehmfarbe war das ein geniales RaumKlima. 2. Die Räume unseres #ProjektAlteSchule sind etwas über 3,00Meter hoch. Ich hatte keine Lust dazu diese Wände zu tapezieren. Es war mir schlichtweg zu viel Arbeit. 3.  Nachdem wir alles an Tapete von den …

BauTagebuch (3)

Und weiter geht’s. Inzwischen sind die gröbsten VerputzungsArbeiten in den Räumen abgeschlossen, die wir als erstes bewohnen wollen. Das bedeutet auch, dass alte StromStrippen aus den Wänden gezogen, neue verlegt, Steckdosen eingegipst und diverse andere stromtechnische Arbeiten gelaufen sind. In den nächsten Tagen steht uns wohl noch ein Tag an, an dem der Strom komplett abgestellt und keinerlei Arbeiten durchgeführt werden können, die irgendeinen Einsatz von Maschinen erforderlich machen. Kein Abhobeln oder Schleifen der Treppe. Kein Bedienen des AkkuSchraubers… Ich gestehe, mehr kann ich zu diesem Punkt StromLeitungen eigentlich nicht schreiben. Außer der Feststellung, dass wir nicht so viele Steckdosen brauchen, wie die diversen Elektriker angenommen haben. “Ja, in jedem Raum mindestens sechs Steckdosen und mindestens zwei bis vier Schalter.” – “Aha. Wofür denn das?” “Ei, …” und ich erhielt eine Aufzählung all der möglichen StromQuellen und komfortablen Schalter, die ich in einem Raum verwenden konnte. (Egal ob Licht oder Rollos oder Heizung. Einfach alles könnte man heute ja über sowas regeln. Ja, könnte man.) Witzig war, dass ich kurz zuvor, kurz bevor ich letztes Jahr – noch …

LeseStoff: HypnoBirthing. von Marie F. Mongan

Die letzten Morgen lag ich jedes Mal schon wach im Bett, bevor das große Brabbeln, Krabbeln und Husten begonnen hatte, und habe darüber nachgedacht, wie ich dieses HypnoBirthing anderen Frauen vorstellen könnte. Da wird mich in meinem RealLife sowieso wieder jeder schräg anschauen. Ich probiere es einfach mal. Worum es bei HypnoBirthing geht? Die Autorin des Buches geht davon aus, dass eine gesunde Frau, die ein gesundes Kind erwartet durchaus eine sanfte, sichere und nahezu schmerzfreie Geburt erleben kann. Schmerzfrei? Schmerzfrei. Eine Geburt ohne Schreien, Stöhnen, Pressen, Keuchen und all die Dinge, die diesem Erlebnis etwas Unerfreuliches beimessen. Eine der ersten Thesen in meinem ersten GeburtsvorbereitungsKurs lautete: “Die Hebamme im Krankenhaus hat die Aufgabe euch aus diesem Dreieck herauszuholen: Angst – Spannung-Schmerz. Für jede ist das erst Mal das Hauptziel bzw. darauf wird sie als erstes achten. Ihr könnt dazu beitragen.” Diese These findet sich auch als eine der Grundlagen für die HypnoBirthing-Annahmen wieder. Wenn meine Angst vor der Geburt groß ist, dann werde ich mich vermutlich auch recht unentspannt in dieses Ereignis hineinbegeben. Erzählungen und Schilderungen anderer Frauen über grauenvolle …

Inter:view mit Sina Trinkwalder

Vor ein paar Tagen hatte ich die Möglichkeit tatsächlich mal ein paar Fragen an Sina Trinkwalder, die Gründerin und Macherin von manomama, zu richten. Denn ehrlich, es passiert mir häufig, dass ich im Netz unterwegs bin, bestimmte Seiten immer mal wieder ansurfe und mich frage, was machen diese Menschen eigentlich jetzt gerade? In diesem Moment? Wovon wird gerade ihr Tag bestimmt, vor welchen Herausforderungen stehen sie gerade? Scheint dort die Sonne? Trinken sie Kaffee oder grübeln am Schreibtisch? Deine twitterTimeLine beginnt morgens in der Regel mit “Erstmal Kaffee”. Schwarz? Mit Milch oder Zucker? Und wie beginnt denn der (dein) Tag in euren Hallen insgesamt? Immer unterschiedlich? Oder gibt es typische Abläufe? Erstmal Kaffee ist immer mit Milchschaumherzchen ;) Meine Ladies und Gents sind da längst am arbeiten, da sie nach eigener Wahl oft um sechs schon anfangen. Es gibt kein Ritual, jeder macht da weiter, wo er gestern aufgehört hat. Was macht manomama aus und vor allem, so anders als die meisten anderen Unternehmen in der TextilBranche? Wir machen schlichtweg alles anders: Sourcen nur in …

Gelassenheit 4.0

Der ein oder andere von euch mag diesen Vergleich schon kennen. Eine Mama sitzt mit ihrem ersten Kind am Rande eines Sandkastens, neben sich die Box mit Feuchttüchern und Desinfektionsmittel. Vielleicht ja sogar noch Kohletabletten und zwei Litern Wasser. Ihr Kleinkind nicht aus den Augen lassend verfolgt sie, wie es fasziniert den Sand durch die kleinen PatscheHändchen rieseln lässt. Darum bemüht, nicht jedes Mal aufzuspringen und die Fingerchen zu säubern. Als dann doch eine Hand Sand in den Mund gelangt – just in dem einen Moment, ihr wisst schon, als der schwarze kleine Köter am Spielplatz entlang kläfft – springt sie auf und vollzieht das komplette Reinigungsprogramm. “Oh nein, mein Schatz! Das ist ganz bäh!…” Reinigungstücher, Wasser, eine Kohletablette und aufgeregte Erklärungen, warum man Sand nicht essen darf, finden ihre Verwendung. Bei KindNummer 2 sieht die Situation etwas anders aus, denn Gelassenheit hat sich breit gemacht, wenngleich noch immer eine Flasche Wasser und ein paar Taschentücher in der Handtasche bereit liegen. Der Sand findet seinen Weg und die Mutter eilt vom SchaukelAnschubsen des Großen herüber zum …

Wasser und Stromleitungen. BauTagebuch (2)

Das Haus ist über 100 Jahre alt. Beim Kauf war uns nicht ganz klar, ob wir überall noch alte BleiRohre vorfinden würden. Oder fast verstopfte KupferRohre. Nachdem wir durchgerechnet hatten, was es kosten würde, beides komplett, sowohl Wasser- als auch Elektroleitungen, zu unseren Ansprüchen neu zu installieren, entschieden wir uns zum Kauf. Der Kauf des Hauses und das Wissen um sein Alter, ließ uns natürlich mit einem ganz anderen Blick die PlumpsKlos während unseres SkandinavienAufenthaltes benutzen. Wir führten Gespräche mit den Hosts: Welche Standards galten in Schweden? Gab es einen Brunnen? Wie war das dort mit der WasserQualität? Die einen meinten, das Wasser in Schweden und Norwegen ließe sich überall trinken. Im Waschbecken der ImbissToilette genauso wie im See am CampingPlatz. Wieder andere meinten, dass gerade das Wasser aus Brunnen regelmäßig kotrolliert werden müsse, bevor man selber und die eigenen Kinder es trinken könnten. Was ich in Schweden sehr geschätzt habe, war die Transparenz, mit der Werte des Wassers an Campingplätzen ausgewiesen werden. Wenn mal kein KontrollProtokoll an einer Pinnwand hängt, wird kurz nachgefragt und …

Wände. BauTagebuch (1)

Nach dem Entrümpeln kam das große EntTapezieren. Möbel, Bücher, Handtaschen… all das Zeug, das für den Flohmarkt zur Seite gelegt wurde, deponierten wir im “großen Klassenzimmer” oder irgendwo unterm Dach. Jetzt konnte es losgehen. Tapeten wurden von den Wänden gezogen. Erstaunlich einfach, wenn ich das mal sagen darf. Damit hatte keiner gerechnet. Bis dann auf einmal klar war, dass unter der einen Wand ja auch noch eine Art StyroporTapete angebracht war; etwa einen halben Zentimeter dick. Prächtig. Und natürlich in der oberen Ecke leicht mit Schimmel bedeckt. Runter damit. Aber was war das? Dahinter befand sich ja gar nicht das erhoffte Mauerwerk. Nein, die Wand war mit SpanPlatten verkleidet. Würde uns das in den anderen Zimmern auch erwarten? Als wir unseren Verputzer fragten, ob er wüsste, was das für Material sei, hieß es nur: “Na, irgendeine gepresste und verklebte Holzplatte zum Dämmen.” – “Und äh, was machen wir damit?” – “Abmachen?” – “Aber wir wissen ja nicht, was uns dahinter erwartet.” – “Ah ja, haste irgendwo ein Stemmeisen oder ne Brechstange?” – … Ein Schlag …

LeserInnenUmfrage in kurz

Ich habe gerade einen BlogArtikel verfasst, der Teil eines kleinen BauTagebuches sein soll. Beim Schreiben habe ich mich gefragt, ob euch das überhaupt interessiert? Ob es nicht ganz andere Themen oder Dinge gibt, über die ihr nachdenkt, die euch immer mal wieder beschäftigen. Sei es im Rahmen von Erziehung, Weltgeschehen, Nachhaltigkeit, MamaSein, Minimalismus, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, LeseStoff, Schwangerschaft, SpielIdeen, Achtsamkeit, PsychoHygiene oder UpcyclingIdeen. Irgendwie denke ich über all diese Dinge nach. Immer wieder. Unser ProjektAlteSchule ist natürlich aktuell ein großer Teil unseres Alltags. Daher bietet sich es hier für mich an, ganz konkret PsychoHygiene zu betreiben, wenn wir mal wieder mit einer neuen Überraschung konfrontiert sind oder zu entscheiden haben, ob Holz oder Fliesen oder was auch immer. Daher mal ein MiniFragebogen an all meine Leser. Und fühlt euch willkommen, was das Beantworten angeht. Ich versuch es mal knapp zu formulieren, damit sich möglichst viele angesprochen fühlen, zu antworten. Selbstverständlich freue ich mich auch über längere Antworten. 1. Wann kommst du idR vorbeigesurft? Morgens, wenn die Kids versorgt sind? Mittags in der BüroPause? Abends im …

Rosinenbömbchen

Ihr habt richtig gelesen. Nicht RosinenBomber, sondern Rosinenbömbchen. Letztes Jahr in der kalten Jahreszeit ist mir diese Organisation mit Sitz in Berlin erstmals aufgefallen. Letztes Jahr habe ich versucht die Idee auch in meinem Umfeld umzusetzen, musste jedoch feststellen, dass diese Problematik auf dem Land und in der Stadt unterschiedlich aussieht. Was nicht bedeutet, dass sie weniger schlimm ist. Dieses Jahr hatte ich Gelegenheit mal einen der Gründer vom Rosinenbömbchen drei der Fragen zu stellen, die mir die letzten beiden Weihnachten durch den Kopf gegangen sind, wenn ich wieder aufs Rosinenbömbchen aufmerksam wurde. Tobias hat sich die Zeit genommen und mir ein bisschen was zum Hintergrund der Aktion und Organisation gesteckt. Der BlogPost hier ist nur ein Vorgeschmack… Solltet ihr weitere Fragen haben oder den Machern einfach mal sagen wollen, wie ihr das findet, dann hinterlasst doch einen Eintrag auf deren fbFanpage oder sucht den Kontakt über ihre InternetPräsenz. Seit wann gibt es diese Idee des Rosinenbömbchens, wie ist sie entstanden und woher der Name?  Seit Jahren halte ich Seminare für Jugendliche über ganzheitliches Christsein. Bei den …