Alle Artikel mit dem Schlagwort: Konsum

Wünschen

Was wünschst DU dir eigentlich? Hast du überhaupt noch Wünsche? Wie sehen sie aus? Wünsche á là Weltfrieden und Gesundheit für alle deine Lieben? Gibt’s da auch was Materielles? Eine CarrerraBahn? Oder ein SuperheldenComic? Was leckeres aus der Küche? In der vergangenen Woche gab es gleich dreimal eine Situation, in der ich gedacht habe: Mann ey! Ich will mir aber auch was wünschen. Ich mag schenken und will mir auch was wünschen. Überrascht zu werden, ist sowas schönes. Kann das denn außer mir keiner nachempfinden? Als ich die Adventskalender überreicht und verschickt habe, sahen mich gerührte Augen an. Das war ein Geschenk an mich. Schenken macht glücklich Nicht nur den Beschenkten – in der Regel – sondern auch den Geber. Was ist es dann, was alle danach schreien lässt, dem Schenken ein Ende zu bereiten? Und damit in gewisser Weise auch dem Wünschen? Ich fühle mich in dieser Hinsicht gerade enttäuscht. So richtig.  Wie traurig Wieder befinde ich mich kurz vor Weihnachten an dem Punkt, dass ich es furchtbar traurig finde, dass gefühlt alle, sich nichts …

Kauflaune, Black Friday – #Konsumauszeit (5)

Letzte Woche flatterte das regionale “Blättchen” ins Haus. Ihr wisst schon. Diese wöchentliche Zeitung mit allen wichtigen regionalen, politischen und kulturellen Informationen und Veranstaltungen im näheren Umland. Dieses Mal prangte eine dicke Überschrift über einem der Artikel, die mich gleich zweimal hinschauen ließ. “Die Kauflaune steigt” Kauflaune Was für ein surrealer Begriff. Was soll das sein? Kauflaune? Das Wort muss doch eine Erfindung unserer heutigen Zeit sein. Sowas kann es Anfang des 20. Jahrhundert noch gar nicht gegeben haben. Außer vielleicht in einer der höheren Gesellschaftsschichten. Wo kommt der Begriff eigentlich her? Was verbirgt sich dahinter? Was wollen wir damit aussagen? Was war denn eigentlich der Lebenssinn der damaligen Menschen? Selbstverwirklichung? Wohl kaum. Ein kurzer Blick in die Geschichte, wäre günstig. Das hier sind meine Mutmaßungen: Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Masse junger Frauen und Mütter darüber nachdachte, wie sie sich beruflich selbstverwirklichen  konnten. Noch nicht mal den meisten Männern wird dieser Luxus vergönnt gewesen sein. Noch meine Omas waren viel mehr damit beschäftigt, ihre Familien zu versorgen als zu “bekaufen”. Shopping …

In Sachen #Konsumauszeit (4)

Ja. Wie ist es uns ergangen? Ich weiß auch nicht. Irgendwie war mir das in der letzten Woche wieder zu viel Konsum. Von den Adventskalendern fang ich gar nicht erst an und dass ich alle Weihnachtsgeschenke habe, erwähne ich nur kurz in diesem Artikel. Ich hab sie. So. Es kam auch einfach wie es kommen musste und der nächste war krank. SeeligkeitsDing im Krankheitsfall Wir haben uns hier halt alle sehr lieb. Und da wird auch jedes VirenBakterienGesocks weitergegeben. Wenn der Große nach einer Zeitschrift fragt – seine Leidenschaft hierfür hat er vom Papa – heißt es in der Regel “Willst du dein Taschengeld dafür ausgeben?” oder “Nein, heute nicht.” oder “Ich möchte nicht, dass du dein Geld für Plastikkram ausgibst,d er nah zwei Stunden zerbrochen in der Ecke liegt.” In der Regel finden wir hierbei einen guten Kompromiss. Entweder sein Taschengeld ist es ihm wert, dann darf er sich die Zeitschrift mitnehmen und ich bekomme das Geld aus der Sparbüchse zurück. Oder ich sage “Nein.”, weil ich nicht wieder einen KunststoffBogen in der Wohnung haben möchte, …

Die ehrliche Socke

Es ist noch gar nicht lange her. Kurz nach den Sommerferien hatte ich plötzlich keine Socken mehr im Schrank. In den vergangenen zwei Jahren hatte ich mich immer davor gedrückt, mir neue Socken zuzulegen. warum? Na ja, irgendwann fiel doch die Entscheidung nur noch fair hergestellte Kleidung zu kaufen und zu tragen. Bei den Kerlen habe ich immer mal wieder eine Ausnahme gemacht. Meistens dann, wenn eben ganz schnell am nächsten Tag Handschuhe oder eine kurze Sporthose her musste. Zwar war da noch der Versuch es irgendwie aus zweiter Hand zu erstehen. Doch gelungen ist mir das in den seltensten Fällen, wenn es erstmal so dringlich wurde. Außer bei mir Was meine Kleidung anging, habe ich das sehr konsequent durchgezogen. Da kam es dann eben auch mal vor, dass ich zwei unterschiedliche Socken getragen habe, weil bei einem Paar, eine Socke abhanden gekommen ist. Soll ich die eine übrig gebliebene deswegen etwa upcyceln? Oder gar wegwerfen? Bei der geringen Anzahl meiner Pärchen, habe ich das unterlassen und meine Socken nur dann eliminiert, wenn sie wirklich nicht mehr zu …

In Sachen #Konsumauszeit (3)

Diese Woche war der Wurm drin. Als ich gestern Nachmittag unterwegs war und mein Blick über den hellerleuchteten SupermarktParkplatz fiel, schrillte eine Alarmglocke in meinem Hirn: Konsuuuum-, Konsuuuum-, Konsumauszeit. Bei uns nicht. Das war so das vorherrschende Gefühl der letzten Woche. Wocheneinkauf. Den Wocheneinkauf mit höchstens 70€ zu bestreiten gelang irgendwie nicht. Dann war da noch Sankt Martin. Als wir beim Laternenumzug losgehen wollten, begann es zu schütten und zu stürmen. Das Stürmen hat erst heute so langsam nachgelassen. Wir haben Montag. Los ging es bei uns Freitagabend um 18h. Die Brille und unser KomfortKonsum Dann ist uns da noch die Brille nachts vom Regal gefallen. Was meint der Optiker? “Tja, schicken wir ein. Das Löten des Gestells macht keinen Sinn. Man würde es sehen und die Firma würde auf Kulanz ein neues Gestell ersetzen.” Cool!! – Wirklich? Ich bin mir nicht sicher. SmallTalk Außerdem kann und mag ich mich gerade nicht so gerne reden hören. Ich mag keinen SmallTalk. Das, was ich sage und denke, ist in der Regel immer ernst gemeint. Etwas einfach nur der Höflichkeit …

In Sachen #Konsumauszeit (2)

Die erste komplette Woche der #Konsumauszeit ist für uns damit beendet. Dass wir gar nicht einkaufen waren, kann ich nicht sagen. Zumal ich in der Tat noch mit AdventskalenderBefüllungen und Weihnachtsgeschenken beschäftigt bin. Aber das war meine ganz offizielle Einschränkung für unsere Familie und meine persönliche Planung – was die kommenden Wochen angeht. Der Grund hierfür: Keinen Stress in der Vorweihnachtszeit! Was ist also bei uns los gewesen? Beim Kochen… … ist mir aufgefallen, dass ich mehr damit beschäftigt war, die Lebensmittel aufzubrauchen und zu benutzen, die wir sowieso noch hier hatten, als sonst. Eingekauft habe ich dennoch. Mit 50€ in der Woche für eine Familie zurande zu kommen, gelang in der letzten Woche dadurch sehr viel besser als sonst. Mehr Aktivität… In der Tat waren wir mehr unterwegs. Nicht unbedingt mit dem Auto. Aber ich hatte das Gefühl, dass wir viele Dinge einfach gemacht haben. Mit der Nachbarin spazieren gewesen, mit der Bekannten und den Kids den Spielplatz besucht und eigene Ideen “Das könnte man ja mal machen” einfach umgesetzt. Hierbei sind wir auch schon beim …

In Sachen #Konsumauszeit (1)

Ich habe gerade spontan entschieden an den Dienstagen ebenfalls ein kurzes Update bzgl. unserer Konsumauszeit zu liefern, die bei uns ja vermutlich bis Weihnachten, daher also bis zum Ende des Jahres gehen wird. Zunächst: Die Reaktionen aus unserem Umfeld sind wie immer bunt gemischt. Von “Wow!” über “Ich mache auch mit und zwar so…” bis hin zu “Ich könnte das jetzt nicht.” oder verhaltenem Kopfschütteln ist wirklich immer alles dabei. Feinfühligkeit stellt sich ein Noch während die Entscheidung getroffen wird, an diesem Projekt teilzunehmen, ist man ja im Kopf durchgegangen, welche Lebensbereiche betroffen sind. Da sind eben die Adventskalender – an den für mein liebes Patenkind hatte ich zum Zeitpunkt des Blogposts gar nicht mehr gedacht – oder das Laterne basteln und der damit zusammenhängende Umzug, bei dem man sich im Anschluss ein Würstchen oder was Warmes zu trinken kaufen könnte. Nachdem ich heute morgen dann eines der Kinder in den Kindergarten gebracht hatte, stellte sich bei mir gleich der Gedanke ein: “Ok, wenn ich schon unterwegs bin, was kann ich aus der Stadt mitbringen?” – …

#Konsumauszeit als Familie

So erklingt es überall in meiner InternetBlase. Als ich das erste Mal davon beim Apfelmädchen las, dachte ich nur: Yes! Es wird mal wieder Zeit. Alte Gewohnheiten, die sich eingeschlichen haben, wieder loswerden. Hier mal einen Tee aus der Drogerie, da mal eine Strumpfhose und dort ein Paar Schuhe kaufen, abschalten. Nun ja, ich gestehe: Die zurückliegende Hochzeit hat mich zu den letzten beiden Einkäufen gezwungen, weil ich nicht mit meinen Wanderschuhen zum Kleid hingehen konnte. Aber meine Pumps hab ich nach ihrem letzten Einsatz vergangenes Jahr nicht wieder gefunden. Ich befürchte sogar, sie entsorgt zu haben. So ein Mist! Hinzukam in den letzten Wochen irgendwann ein Zitat des Präsidenten von Uruguay, José Mujica, das mich zu Beginn der Herbstferien sehr nachdenklich gemacht hat. Kurz zusammengefasst meint er, dass wir unsere Lebenszeit verschwenden, weil genau das zum Sinn unseres Lebens geworden ist, indem wir nämlich kaufen, verschwenden und wieder neu kaufen. Was hat es nun mit dieser Konsumauszeit auf sich? Es geht darum 30 Tage lang im November nicht zu konsumieren. Es gibt ein paar grundsätzliche Einschränkungen, …

Getränkeflaschen. Eine Frage der Ehre

“Maaama?” – Immer wenn ich dieses Wort in dieser Betonung höre, weiß ich, dass eines meiner Kinder irgendetwas von mir will. Was das genau ist, stellt sich kurze Zeit später heraus. Unter anderem gibt es zB. die immer wieder auftretende Bitte: “Kann ich einen BikerDrink haben?” Was ist ein BikerDrink? Es handelt sich dabei um ein, wenn ich mich recht erinnere, mit Acesulfam oder Aspartam gesüsstes Erfrischungsgetränk, speziell für Kinder, um sie leistungsstark, hellwach und völlig von der Rolle sein zu lassen. Nicht nur die Süsse, sondern auch der vorne auf einem Etikett abgebildete Junge auf einem MountainBike verleiht dem Getränk bei uns seinen Namen. Ich finde dieses Zeug schrecklich. Sowohl den Inhalt als auch den Behälter. Für meine Kerle ist es das Getränk. Mit Ehre und Heldentum verbunden… Keine Ahnung warum. Immer wieder wird die Bitte an uns herangetragen, doch auch nochmal einen solchen BikerDrink trinken zu dürfen. Es gab deswegen schon einige Diskussionen unter unserem Dach. Neben der Tatsache, dass ich diese Flüssigkeit für höchst ungesund halte, stört mich der Behälter aus Kunststoff. Als ich meinte, dass …