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Liebende bleiben von Jesper Juul

LeseStoff: Liebende bleiben von Jesper Juul

(erschienen und freundlicher Weise zur Verfügung gestellt vom BELTZ – Verlag) Ich könnte jetzt hier etwas über unser Liebesleben plaudern. Aber danach steht mir nicht der Sinn. Und darum geht es auch nicht. Nicht in erster Linie. Es geht ums Liebende bleiben. Liebende bleiben, an sich selber denken und dadurch die Bedürfnisse der Familie erfüllen. Liebende bleiben Anfang des Jahres erhielt ich das neue Buch von Jesper Juul: Liebende bleiben, in dem es um uns Eltern geht und darum, wie wir Liebende bleiben und mehr an uns denken. Es geht darum, dass Familie Eltern braucht, die mehr an sich denken. So der Untertitel des Buches. Im ersten Moment war ich nicht so wirklich begeistert von diesem Buchtitel. Ich kenne Jesper Juul und auch schon viele Aussagen von ihm. Bislang hatte ich keines seiner Bücher gelesen. Dennoch mag ich ihn! Sehr. Aber ihr erinnert euch vielleicht, dass ich mir schwer tue Erziehungsratgeber zu lesen. Ich kann das nicht so gut und verlasse mich lieber auf meinen Bauch und meinen gesunden Menschenverstand. Das bedeutet nicht, dass das immer …

Nochmal: Beziehung statt Erziehung

In den letzten Wochen ist es hier relativ ruhig geworden. Damit meine ich auch und insbesondere die Themen rund um Erziehung und Kinder auf meinem Blog – und wie wir hier zusammen alle klarkommen. Allerdings fällt mir auf, dass das auch im echten Leben tatsächlich der Fall ist. Hier zu Hause. In unseren vier Wänden. Es ist ruhiger geworden. Vor etwa einem Jahr habe ich mich mit der Thematik im Titel des Blogposts schon einmal auseinandergesetzt. Ich dachte bis eben, dass sich in mir viel, viel verändert hat, aber dem ist gar nicht so. Zumindest nicht an der Grundhaltung. Gedankenchaos In meinem Kopf herrscht ein großes Gedankenchaos. Ich weiß gerade noch nicht so recht, wie ich was will. Angefangen hat alles mit unserer Brüllfalle vor zwei Jahren. Damals empfahl mir irgendjemand neben Jesper Juul auch Alfie Kohn und sein Buch “Liebe und Eigenständigkeit”. Das Buch lag lange Zeit hier herum, bis ich Ende letzten Jahres auf eine große Studie hingewiesen wurde. Die Familienstudie. Familienstudie Dabei handelt es sich um eine Studie, die unter christlichen Familien …

Du bist eine Scheiß-Mama.

Nun ja, was soll ich dazu sagen? Den Satz habe ich schon häufiger gehört. Das erste Mal stand ich schockiert in unserem Flur. Begleitet wurde dieser Ausruf mit einem auf den Boden stampfenden wütenden Kind. Der Kopf hochrot und das Kind ganz weit von mir entfernt. Äußerlich wie innerlich. Wobei die Distanz äußerlich gar nicht mal so riesig war… Ich mit vor Ärger verzerrtem Gesicht, lauter Stimme und sich überschlagendem Schimpfen und Motzen. Das blöde “Wenn – Dann” ist dann auch ganz schnell mal dabei. Meine Kinder kopflos – aus den unterschiedlichsten Gründen jeweils nicht bereit. Wofür auch immer: Jacke anziehen, auf dem Klo Pippi zu machen und nicht daneben, Zahnpasta allovertheplace verteilen, aber nicht auf der Zahnbürste… to be continued. Aber was soll ich dazu sagen? Mir fehlen schlichtweg die Worte, um das zu beschreiben, was in mir vorging. Oder vorgeht, wenn es mal wieder zu so einem Konflikt kommt. Oder was ich meine, was im Inneren meines Kindes vorgeht? Silvester – zehn Minuten vor Neujahr K1 ist noch wach, weil es mit uns …

Der Moment als ich freundlich zu mir wurde…

veränderte, mein Leben. Verändert – muss ich wohl eher schreiben. Was ist passiert? In den vergangenen Wochen sind viele Dinge geschehen, die mich haben aufhorchen lassen. Das Gefühl, dass irgendetwas in Schieflage geraten sein könnte, machte sich mehr und mehr breit. Beobachtete ich den Umgang anderer Menschen miteinander oder aber ihre Reaktionen auf Lebenssituationen, war ich erstaunt vor den Kopf geschlagen verwirrt skeptisch neidisch nachdenklich begeistert manchmal sogar nacheifernd und stellte meine eigenen Reaktionen in Frage. Bis es plötzlich um meine Kinder ging. Mein bisheriges Verhalten und Reagieren Es ist schon wirklich lange her, aber da sagte mal jemand: “Rage, du hast die Gabe der Freundlichkeit.” – Ich: “Häh?” – Die Person: “Ja.” – Ich: “Ok, danke! Das ist voll nett.” und wurde rot. Was soll das heißen? Freundlichkeit? Das ist man doch einfach. Dazu bedarf es doch nichts. Das gehört sich doch so. Nur so kommt man weiter. Oder auch nicht. Oder auch nicht? Also war ich eigentlich nur freundlich und meinte es gar nicht ehrlich? Nein! Eben nicht. Wenn ich freundlich bin, dann …

Dann bin ich halt euer Aufatmen

Schon als ich vor zwei Wochen dieses eine Kapitel meines nächsten Buches getippt habe, ging mir durch den Kopf, dass mir doch schon jede Menge dummes Zeug passiert und das für andere wohltuend zu sein scheint. Ich bin ein Magnet Situationen fühlen sich magisch von mir angezogen. Ich meine, magnetisch. Ist doch auch egal. Irgendwie passiert mir häufig dieser abstruse Mist und ich frage mich woran das liegt? Aber nicht nur das. Inzwischen habe ich nicht selten das Gefühl, dass sich Menschen, vor allem Frauen in meiner Gegenwart gut fühlen. Besser. Denn wenn “die” – also ich –  da ist, dann kann man aufatmen, weil man … sich die Haare gekämmt hat. … keine Breiflecken im Oberteil hat. … gut riecht. Sie riecht entweder nach nix oder dem Bratenduft von Wirsing oder aber öko oder nach Kokosöl – getrocknet. (Das kann leicht ranzig riechen, meine Lieben.) … selber 10Minuten früher da war. … überhaupt pünktlich da war. … selber nicht so abgehetzt ausschaut. … selber den Bauchspeck der letzten Schwangerschaft schon lange, lange hinter sich liegen hat. …

Tagebucheintrag 30.01.2013

Gestern war ein super langer Tag. Der geliebte Mann viel und lange unterwegs. Durch Wind und Wetter, auf lange Sitzungen. In seiner Liebe stürmte er um 22:00Uhr den Supermarkt, der gerade seine ersten Türen schließen wollte. “Bitte, bitte! Darf ich? Ich brauche noch Eis!!” Flehentlich, mit bettelnder Stimme überzeugte er die Angestellte, stürzte auf die KühlTruhe und ergatterte seiner HerzensDame das einzige Eis aus fairem Handel in diesem Supermarkt. Ihr Lächeln und ihre Zuneigung, ihre wohlwollende Umarmung und Dankbarkeit, erfreuten sein Herz… ;) Im Ernst: Das war Einsatz. Es gibt nun mal keine zu besiegenden Drachen oder bösen Zauberer, denen der Gar ausgemacht werden muss… Dafür gibt es Supermärkte.