Alle Artikel mit dem Schlagwort: Minimalismus

Entrümpeln (6). Nachhaltigkeit

(Dieser Artikel ist ein Teil meines persönlichen Minimalismus – Leitfaden. Die anderen Texte findet ihr hier.) Plötzlich ändert sich was. Nicht nur bei euch Zuhause, auf dem Speicher, im Keller oder im Wohnraum. Nicht nur der Kleiderschrank wird leerer, die Regale wieder übersichtlicher und der Boden freier. Auch das Denken verändert sich. In bestimmte Verhaltensmuster fällt man regelmäßig zurück und nicht für alles lässt sich gleich die lebbare Alltagsveränderung ausfindig machen. Aber worauf es ankommt, ist doch das immer wieder Innehalten, Bedenken und neu Justieren, um der Nachhaltigkeit ein Stückchen näher zu kommen. Entrümpeln zur Nachhaltigkeit Ist es mir wichtig, nachhaltiger durchs Leben zu gehen, dann mache ich mir in der Tat Gedanken darüber, ob und wie ich in den Urlaub fahre, welches Gemüse ich kaufe, wieviel Verpackungsmüll ok ist und was von den Sachen, die wir noch haben, ausgemistet werden sollte? Konkrete Wege zur Nachhaltigkeit Um sein Leben nachhaltiger zu gestalten, gibt es viele Wege, auf denen sich einfach losgehen lässt. Der Verzicht auf Plastik ist mit Sicherheit ein ganz großer Punkt, da er …

Kindergeburtstage. Minimalismus

Schon seit über einem Monat bin ich drauf und dran diesen Artikel zu schreiben. Die ersten Kindergeburtstage für dieses Jahr sind schon gelaufen und immer wieder kommt die Frage auf, wie sich als Minimalist ein Kindergeburtstag feiern lässt? Wie sieht ein von Minimalisten vorbereiteter Kindergeburtstag aus? Was macht ihn aus? Was daran ist besonders? Kindergeburtstag Zunächst vertrete ich die Meinung, dass es der Geburtstag des Kindes ist. Mein größtes Anliegen ist, dass mein Kind sich freut. Dass es spürt, wie es gefeiert wird. Es geht mir nicht darum, dass ich meinen Minimalismus umsetze oder auslebe. Ich möchte, dass mein Kind zu spüren bekommt, wie sehr ich mich darüber freue, dass es geboren wurde, dass es Teil meiner Familie ist und ich mit ihm Leben (er)leben darf. Minimalistischer Kindergeburtstag Ein von Minimalisten ausgestatteter Kindergeburtstag muss nicht zwangsläufig langweilig oder super grau ausschauen. Absolut gar nicht. Wir haben hier schon einiges an Feten durchgeführt und ich kann nicht sagen, dass es irgendwen gelangweilt hätte. Dabei haben wir eine Dinoeiersuche im November durchgeführt, mit Pettersson und Findus Hühner …

#mehr in der Fastenzeit

Jetzt ist schon fast eine Woche dieser besonderen Zeit des Fastens vergangen und ich habe noch an keiner Stelle einen umfassenden Blick auf mein Fasten geworfen. Ich werde die Gelegenheit an dieser Stelle nutzen und trage zusammen. Warum ich faste? Zunächst ist es ein Teil des christlichen Glaubens und als Christ sollte man blablabla!! (So seh ich das. Vor allem das blablabla…) Woran mich diese Zeit jedoch tatsächlich jedes Jahr immer und immer wieder erinnert: Jesus hat auch gefastet. 40 Tage in der Wüste. Gandhi hat gefastet, um eine Aussage zu machen. Ein statement zu setzen. Und, … ich weiß nicht, was ihr jetzt von mir denkt. Ich denke, dass mir beides reicht. Beides motiviert mich so sehr, dass ich dieses Jahr auch wieder dabei sein will. Ich möchte meinen Blick neu ausrichten. Ich möchte die Zeit nutzen, innerlich (und auch körperlich) klarer und ausgeglichener zu sein. Ich möchte es anders und die Welt damit was bunter und leichter machen. Aus Tradition Rebell. Wie ich faste? Dieses Jahr läuft es auf fünf Dinge hinaus, die …

Entrümpeln (5). Rückschläge

Nachdem auf Anfrage vieler immer wieder neu de Frage in den Raum geworfen wurde: “Wie gehe ich denn mit Rückschlägen um?”,  geht es hier heute um Rückschläge. Was sind Rückschläge beim Entrümpeln? Geht das überhaupt? Entweder ich entrümpel und die Sachen kommen weg. Oder ich entrümpel nicht und sie bleiben stehen. Aber zurückgeflogen in meine Wohnung, kommen die Gegenstände, Möbelstücke oder Unterhaltungsgeräte ja nun mal nicht. Ich stelle mir das bildlich vor, alles bisher losgelassene erschlägt mich, während es durch Türen udn Fenster zurück in meine Wohnung kehrt. Oh, ich denke nicht. Was ist also mit diesen Rückschlägen gemeint? Zunächst: Ich glaube, dass beim Empfinden und der Einschätzung, bei was es sich um einen Rückschlag handelt, äußerst subjektiv beurteilt wird. Der eine empfindet es als Rückschlag, im Bücherregal noch immer ausreichend Bücher stehen. Der andere ist frustriert, wenn trotz großem Ausmistens noch immer der Boden voller Spielzeug ist. Die eine bewertet anhaltende Kauf- und Konsumrausche als Rückschlag, die andere das Annehmen von lieb gemeinten Geschenken an Weihnachten oder wenn Besuch ansteht. Rückschläge sind folglich subjektiv, …

Entrümpeln (4). Nichtmaterielle Dinge.

In diesem Artikel sollte es ursprünglich um die nichtmateriellen Dinge gehen, die sich auch wunderbar reduzieren und entrümpeln lassen. Nichtmaterielles Entrümpeln Mir sind dazu fünf Bereiche eingefallen, die mit der Zeit bei uns auch dem Perspektivwechsel des “reduziert Lebens” unterworfen wurden. Beziehungen Diesen Bereich empfand ich persönlich als sehr schmerzhaft. Die Erkenntnis, dass manche Beziehungen und Begegnungen nicht für die Ewigkeit bestimmt sind, setzt mir auch heute noch oft ein bisschen zu. Denn am liebsten würde ich alle möglichen Beziehungen gleich intensiv pflegen. Dann wäre allerdings für nichts anderes mehr Raum und Zeit. Zudem bin ich mir unsicher, ob ungesunde Beziehungen, egal ob in der Verwandtschaft oder im Freundeskreis oder auch im Bekanntenkreis eine Chance hätten sichtbar zu werden. Ich wäre vermutlich viel mehr damit beschäftigt alles irgendwie am Laufen zu halten, als mich zu fragen “Tut mir diese Beziehung gut? Worauf gründet sie sich? Ist es ein Geben und Nehmen? Braucht sie ein Geben und Nehmen? Schenkt sie Freiheit oder ist sie erstickend?” Manche Beziehungen verlaufen sich mit der Zeit ganz automatisch und es …

Entrümpeln (3). Wie fang ich an?

Wie in den vergangenen Wochen angedeutet, gibt es in meinen Augen nicht das Schema F, nach dem sich eine Wohnung oder ein ganzes Haus entrümpeln lassen. Dazu sind die Lebensentwürfe zu unterschiedlich, genauso wie die Leidenschaften und Dinge, an die wir gerne oder eben nur aus Gewohnheit unser Herz hängen. Gerümpelecken Gerümpelecken, so nenne ich die Orte, an denen sich in kürzester Zeit immer wieder Krempel anhäuft, kennt vermutlich jeder und ist nur den wenigsten nicht bekannt. Der berüchtigte Stuhl im Schlafzimmer ist wem ein Begriff? Denselben gibt es auch immer mal wieder im Kinder- oder auch im Wohnzimmer. Oder die Ablage auf dem Schreibtisch, in der Küche oder in einer Ecke vom Esszimmer. Ihr wisst schon, Post, zu erledigende Briefe, Rechnungen, Werbezettel oder Zeitungsausschnitte, auf denen die nächsten SeconHand-Basare gelistet sind. Entrümpeln Wo also fängt man da jetzt an? Vor lauter Kram kann man schnell mal den Überblick verlieren und weiß schließlich selber nicht so recht: “Wo fange ich an?” 3 Entrümpeltipps für den Anfang Frage geklärt haben, warum will ich entrümpeln. (Auf diese …

Entrümpeln(2). Partnersache?

Wie ist es euch vergangene Woche ergangen? Habt ihr Fotos gemacht? Welche Ecken eures Zuhauses habt ihr mit Bildern festgehalten? Was steht dem Wohlfühlort im Weg? Wie seid ihr vorgegangen? Habt ihr sofort begonnen unliebsames und ehemals geliebtes Zeug loszuwerden? Zu entrümpeln? Nochmal zurückgespult. Vielleicht habt ihr festgestellt: “Da gibt es gar nicht so viel zu entrümpeln.” Ihr seid glücklich mit dem, was ihr habt. Und überhaupt: Wie solltet ihr das eurem Partner oder den Kindern erklären? Er würde die Augen verdrehen, wenn ihr jetzt anfangt seine kostbare CD- oder Computerspiel-Sammlung verkaufen zu wollen. Oder sie würde am Rad drehen, wenn ihr die Deko-Artikel zu den verschiedenen Saisons unter den Hammer stellen wolltet. Die Kinder würden einen waschechten Gallier-Aufstand auf die Beine stellen, na ja, eher einen von den Minions. Schön wäre beides nicht. Entrümpeln geht nur gemeinsam Was ich ganz oft und immer wieder gefragt werde, sei es unter Freunden, vom Radio oder Fernseh: Wie sag ich’s meinen Kindern? Was, wenn der Partner, warum auch immer, nicht diesen Drang empfindet, mit weniger im Leben …

Entrümpeln (1). Ein Leitfaden.

Es ist der erste Montag im neuen Jahr. Welcher Tag bietet sich besser an, um mit dem Entrümpeln durchzustarten? Vielleicht der Tag nach dem Geburtstag oder der zweite bzw. dritte Weihnachtstag?!? Fernsehauftritt Am “dritten” Weihnachtstag letzten Jahres war ich jedenfalls im Fernseh und habe nicht entrümpelt. Diesmal bei daheim + unterwegs im WDR. Ich war unglaublich aufgeregt, denn bislang war das Fernseh bei uns. Diesmal eben umgekehrt. Diesmal nur ich, live, in Köln. In der Maske: “Jetzt gleich werden alle Ihren Auftritt mitverfolgen.” Ich: “Nein.” “Wie?” Ich flüsternd: “Ich habe es niemandem erzählt. Außer meiner Freundin und den (Schwieger-)Eltern.” Große Augen und schallendes Gelächter neben mir, von den anderen beiden Menschen in der Maske. Ich habe nichts davon erzählt, weil es mir viel zu verrückt vorkam und ich mir auch keine Gedanken darüber machen wollte, dass mich jemand sehen könnte, der mich kennt. Mal abgesehen davon, habe ich erst zwei Tage vor Heilig Abend dem ganzen äußerlich und innerlich verbindlich zugestimmt. Ich brauchte selber erstmal Zeit, um das klar zu kriegen und mich darauf vorzubereiten. …

Minimalismus. Haushaltskasse (4)

So, einige Zeit ist es nun schon her, als es meinen letzten Minimalismus Haushaltskasse (3) – Post zu lesen gab. In den letzten Wochen hat sich viel getan, was unsere Finanzen angeht. Doch bevor ich näher darauf eingehe, möchte ich noch ein paar grundlegende Gedanken festhalten. Experiment Haushaltskasse Für unser Experiment Haushaltskasse gibt es nicht den einen Grund, der uns dazu bewegt hat, unsere Finanzen genauer, sprich im Sinne des Minimalismus in den Blick zu nehmen. Wenn erstmal alle möglichen Sachen veschenkt, verkauft und weitergegeben wurden, kommt irgendwann der Punkt, an dem a) auch andere Dinge aus dem Blickwinkel des Reduzierens gesehen werden (, wie z.B. Beziehungen, Bekanntschaften, Freundschaften, Versicherungen, Lebensmitteleinkäufe, Energie oder auch Aktivitäten, mit denen wir meinen unseren Alltag füllen zu MÜSSEN.) und b) man sich dem Gedanken ausgesetzt sieht, “Was muss geschehen, damit nie wieder so viel Zeug zurück ins Haus, in die Wohnung oder in das WG-Zimmer findet?” Auf diese Weise fiel unser Blick unter anderem auf das Geld, das wir im Monat als fünfköpfige Familie ausgeben. Haushaltsbücher, diverse Apps oder …

Konsumismus

Hauptsache Konsum. Egal ob kritisch oder unkritisch. Hauptsache wir verbrauchen und konsumieren – was auch immer. Denn eigentlich konsumieren wir ja überall bei allem. Das ist das Fatale an der Geschichte. Viel oder wenig, grün oder konventionell: Wir verbrauchen das, was uns gegeben ist, oftmals ohne im Blick zu haben, woher das alles eigentlich kommt. Konsum hat uns dadurch vollkommen im Griff. Denn mal ehrlich: Wobei geht es heute nicht um Konsum? By the way: Das hier wird vermutlich kein populärer Artikel. Eher ungemütlich und nicht komfortabel. Dennoch: Vielleicht macht es Sinn das ein oder andere Mal aus der gemütlichen SofaBestellShoppingLaune herauszukommen. Was geht ohne Konsum? Erst kürzlich wurde von einem Blogger aus der Minimalismus-Szene dieser Gedanke ähnlich aufgeworfen. Leider finde ich seine Äußerung nicht mehr und kann ihn daher nicht zitieren. Sinngemäß geht es aber um die Frage, was wir heutzutage machen (können), das ohne Konsum funktioniert? Was in unserer Freizeit ist weitestgehend frei von Konsum-, Shopping-, Trend- und Stylingtipps? Eine Antwort war, mit Freunden spazierenzugehen. Im Wesentlichen mag das richtig sein. Aber was …