Alle Artikel mit dem Schlagwort: reisen

WWOOFen. Ankunft in Schweden.

Bevor wir tatsächlich Deutschland hinter uns lassen konnten, hatte ich das dringende Bedürfnis zumindest festzustellen, ob die Entwicklung des kleinen Wesens in mir zeitgerecht, positiv oder auch gesund verlief. Vor allem und gerade wegen der Fehlgeburt, die etwa ein halbes Jahr zurücklag. Daher verlängerten wir unseren Aufenthalt um eine Woche und warteten den entsprechenden Arzttermin ab. Diese Woche war sehr anstrengend. Erschöpft vom Umzug, dem eine Woche davor durchgeführten Drehtag mit dem ORF und der starken Übelkeit, habe ich täglich nur in den Seilen gehangen. Untergekommen waren wir bei unseren Familien, die selber – vermute ich – nicht so ganz wussten, was sie von dieser Vielzahl an Veränderungen und Entscheidungen in unserem Leben halten sollten. Nach einer Woche war es dringend notwendig aufzubrechen. Am Tag der geplanten Abreise verdarb ich mir jedoch so richtig den Magen. Statt vorzuschlafen und schließlich im Auto auf dem Weg gen Norden zu sein, hing ich in regelmäßigen Abständen über der Kloschüssel und fiel jedes Mal erschöpft ins Bett. Am Tag danach waren wir noch nicht sicher, worum es sich handelt. MagenDarmInfekt, Magen …

WWOOFen. Wie alles begann.

Vor zwei Jahren entstand die Idee, nicht auszuwandern, sondern ein paar Monate im Ausland als Familie unterwegs zu sein. Am besten bevor uns der wenig flexible Alltag der Schulzeit erwartete. Ende letzten Jahres war es soweit. Jedoch nicht sofort. Wir hatten vor uns nach der Schwangerschaft zu fünft in dieses Abenteuer zu stürzen. Unsere Fehlgeburt änderte alles. Meine Welt stand Kopf und ich wollte nie wieder irgendetwas Schönes machen. Ich konnte mir zu dem Zeitpunkt nicht vorstellen, dass ich nochmal irgendetwas schön finden könnte. An Weihnachten war da dann dieses Gefühl. Dieses Gefühl von Unruhe und die Frage: Wenn nicht jetzt, wann dann? Wann dann? Ich fand keine Antwort. Der Gedanke, “Dann eben, wenn ich 55 Jahre alt bin und die Kinder aus dem Haus sind.”, konnte unzufriedenstellender nicht sein. Die Entscheidung es dieses Jahr umzusetzen, brauchte von da an nur noch ein wenig Zeit. Das Herz schrie: “Ja, ich will! Jetzt.” Aber dann war da noch so vieles zu bedenken und zu organisieren. Der Job. Der machte dem Ehemann zu schaffen. Der Gedanke seine Chefs um vier Monate …

WWOOF

Das Buchstabenkürzel bedeutet so viel wie: World-Wide Opportunities on Organic Farms. Manchmal findet sich auch die Bedeutung: Willing Workers on Organic Farms. Idee: WWOOFing ist die Chance gegen Kost und Logis auf ökologischen Höfen in aller Welt mitanzupacken, den natürlichen ArbeitsRhythmus auf einer Farm mitzuerleben und ein Gefühl für JahresZeiten, Regionen und die Arbeit der Besitzer zu entwickeln. In der Regel erlebt man was für landwirtschaftliche To-Dos auf einem Hof, der ökologisch arbeitet, anfallen, lernt neue Menschen kennen und begibt sich auf ein kleines Abenteuer. Entstanden ist die Idee in England in den 70er Jahren. (Wer Lust hat, liest einfach mal selber im Netz nach.) Organisation: WWOOF ist sowas wie ein Netzwerk, das sich über die ganze Welt spannt und in jedem Land speziell organisiert wird. Im Netz findet man daher in der Regel Websiten, die den jeweiligen Ländern zugeteilt sind: www.wwoof.de, www.wwoof.it und so weiter. Auf diesen speziellen Seiten finden sich entsprechend des Landes sogenannte Hosts, die gerne freiwillige Helfer aufnehmen. Während meiner Suche sind mir zwei Seiten begegnet, auf denen sich einige allgemeine Hinweise …

1056 BuchSeiten … und ein “Guten Tag!”

– 1 Schlange – 200 ZeitschriftenSeiten – 10 mal baden/plantschen/schwimmen im See       – 7 Stücke schwedischen morotskaka (Möhrenkuchen) – eine RadTour – 2 Blindschleichen – ∞ viele Gedanken über Faschismus (auf dem Nachttisch liegt gerade “Winter der Welt von Ken Follett”) – MonsterTrucks gebaut und mit Händen und Füßen ApfelSchorle bestellt. (Gibt’s da aber nicht.) – ein Tag im BRIO lekoseum in Osby (lohnt sich!)       – 0 Elche (Die gibt’s da oben bestimmt gar nicht…) – eine von unbekannten schwedischen Studenten eine “it-isn’t-touched”-Pizza geschenkt bekommen… yummi – ∞ viel hochª mal über einen TotalStromAusfall in Deutschland und Europa nachgedacht – ein Flugzeug starten sehen (unmittelbar natürlich) – eine “Splitter-aus-dem-Fuß”-OP (nachdem 3 Tage vergingen, ohne dass er sich nicht selber davon machte)       – xmal die Feststellung gemacht: Es ist einfacher Dinge, die mir so im Alltag auffallen den Kerlen zu erklären als ihre WARUM-Fragen zu beantworten. – nicht lachen, schräg und unglaublich: xmal erklären, warum es Krieg gegeben hat? Wieso es Krieg gibt? Was es ist? Ob das hier …

Urlaubsabenteuer Schwarzwald RachelSuhre 02

UrlaubsAbenteuer: Schwarzwald

Seit ein paar Tagen hat uns unser Zuhause wieder. Home Sweet Home! Letzte Woche haben wir unser Auto gepackt: einen Koffer und einen Rucksack für 4 Personen. Wobei Kinderreisebett, Kinderwagen, Kinderstuhl, Kühltasche, Laufrad, eine Spielekiste und Unterhaltungsliteratur-Stoffbeutel das Auto haben sehr viel voller sein lassen als ursprünglich geplant. Dann ging’s los in den Schwarzwald.