Alle Artikel mit dem Schlagwort: freiSein

Freiraum. Jahresmotto

Das wird das Wort, das ich dieses Jahr gerne hinter mir herziehen, vor mir hertragen oder über mir aufspannen möchte. Sanftmut Ähnlich wie vorletztes Jahr konnte ich mich nur schwer entscheiden, geschweige denn von meinem alten Motto trennen. Denn mein Jahreswort von 2016 – Sanftmut – hat mir sehr gut getan. Ich habe viel gelernt, in Sachen freundlich und weniger schonungslos mit mir selber zu sein. Meine perfektionistischen Ansprüche runterzuschrauben und bei Fehltritten oder nicht sinnvollen Entscheidungen weniger scheltend mit mir selber umzugehen. Damit bin ich allerdings noch lange nicht fertig. Es war ein Anfang und ich habe das Gefühl, zumindest sensibler auf diese Augenblicke zu reagieren, sie zu erkennen und mich manchmal sogar rechtzeitig bewusst anders als in der Vergangenheit zu verhalten. Ich nehme also all das Gute, das ich im vergangenen Jahr erlebt, bedacht und gelernt habe mit in das neue Jahr. In diesem Jahr liegt der Fokus aber auf diesem #onelittleword: Freiraum Raum geben, frei räumen. Meine Wohnung, mein Leben, meinen Körper. Raum einnehmen in aller Freiheit. Den Lebensraum gestalten, am besten …

Ein politischer MamaBlog

Wir sollten darüber reden. Über die letzten Landtagswahlen, die aktuellen politischen Entwicklungen. Überall. Im Supermarkt. In der Bahn. Beim Bäcker. Auf dem Spielplatz. Im Sportverein. Beim Abholen der Kinder aus der Tagesstätte. Wir sollten politisch werden. Ich weiß, dass ich als Abiturientin und Studentin oft gesagt habe, dass ich überhaupt keinen Nutzen darin sähe, wählen zu gehen. Politikverdrossenheit. Parteienverdrossenheit. Ich hatte vermeintlich gute Gründe und Argumente, warum ich auf das Ganze keinen Bock hatte. Meine Eltern gingen jedes Mal zu den Wahlen. Als Kind und Jugendliche fand ich diese Sonntage immer blöd. Man konnte nicht das machen, wozu man eigentlich Lust hatte. Musste draußen warten. Bekam von Mama und Papa nix gesagt. Nix davon, wie das da aussieht? Wir durften nie einen Blick auf dieses wichtige Kreuz werfen. Dabei hätten wir doch so gerne. In der Wahlkabine. Warum überhaupt das Ganze? Sowas wie damals zur Zeit des Nationalsozialismus würde es nie wieder geben. Dazu wären wir Menschen, zumindest wir Deutsche viel zu erfahren und klug und so. Von meinen Eltern bekam ich nichts dazu gesagt. …

Stoffbinden-Beschenkte

Nur kurz, und damit auch jede es mitbekommt: Wir haben hier gerade das erste Mal dieses Jahr ein kleines Krankenlager aufgeschlagen. Daher so wenig meinerseits auf den Social Media Kanälen, weniger Blogbeiträge und nur kurze Reaktionen. Unter anderem komme ich auch erst jetzt dazu die Gewinner der drei Stoffwindel-Päckchen auszulosen und kundzugeben. Der kleine Patient hat gezogen: Jenny, Tamara und Kaleen! Viel Spaß beim Ausprobieren! An euch andere: Es lohnt sich die Stoffbinden mal auszuprobieren. Bis Ende April gilt für euch, die ihr kommentiert habt, der Gutscheincode 2002, mit dem ihr 5% Rabatt auf eure Bestellung (Mindestbestellwert 30€) bei kulmine erhaltet.

Meine Liebe zu Stoffbinden

Nein, ich habe mir noch keine selber genäht. Ja, ich kenne nur die von Kulmine. Und im Gegenzug für diesen Artikel verschenke ich unter euch Lesern ein paar von diesen tollen Stoffbinden und erhalte selber welche für den Eigenbedarf. Aber nochmal zurück gespult. Vor kurzem war ich im Supermarkt auf der Suche nach einem Sahnespritzbeutel. Ich hatte während des „Ohne Zucker“-Experiments Brandteig als Alternative empfohlen bekommen und hatte aber weder Tülle noch Beutel, um aus dem Teig hübsche Röschen zu spritzen. Auf der Suche nach dem entsprechenden Gang und Regal im Supermarkt landete ich aus Versehen auch im AloeVeraParfumDuft-Gang, in dem in der Regel Binden, Slipeinlagen, Tampons, Toilettenpapier, Feuchtpapier, Kosmetiktücher, Taschentücher und Co. zu finden sind. Es erschlug mich so sehr, dass ich gleich wieder zurück gegangen bin, um nicht durch diesen Gang laufen zu müssen. Ich bin sehr sensibel was mein Riechorgan angeht. Diese volle Ladung künstlicher Gerüche, um den übelriechenden Geruch bei der Monatsblutung zu übertünchen, gibt mir olifaktorisch den Rest. Wenn ich vor ein paar Jahren zu meinem Mann meinte, er könnte …

Jahresmotto 2016

Lange habe ich darüber gegrübelt. Irgendwie kam ich nicht auf den Punkt. Ich wusste, was mein Thema wird, konnte es jedoch nicht in Worte fassen. Dann irgendwann kam dieser eine Satz und er erschien mir zu lang. Zu wenig greifbar. Also habe ich gesucht und gefragt. Viele gute Ideen von euch waren dabei, doch keine traf mein Bedürfnis, meinen Wunsch, mein Projekt für 2016 so richtig. In meinen Überlegungen fiel ich immer wieder auf meinen „FreundlichkeitsArtikel“ zurück. Die dazugehörigen Erlebnisse und die daraus resultierende Erkenntnis „Ich muss freundlicher mit mir umgehen!“ waren entscheidend, intensiv und haben ein riesiges Aha! in mir angestoßen. Die Umsetzung dieser Erkenntnis ist unumgänglich und ich wollte und will sie unbedingt zu meinem Thema für 2016 machen. Viele Veränderungen die letzten zwei Jahre Viel hat sich verändert. In unserem Leben. In meinem Leben. Ich habe das Gefühl, dass sich in mir einiges grundlegend geändert hat. So geändert, dass ich mich freier fühle. Dafür mitverantwortlich sind mit Sicherheit unsere neuen Perspektiven durch diese ganze MinimalismusKiste. Wir reisen mit leichterem Gepäck, haben viele …

Minimalismus als Familie? Warum?

Ich hatte eine sehr coole Kindheit, die ich vor allem meiner Mutter zu verdanken habe. Sie hat die Nachmittage damit verbracht mit uns die Welt zu entdecken. Sei es durchs Drachensteigen lassen, das Voltigieren, gemeinsames Basteln, gemeinsames Spielen oder Fernsehen, Puppentheater oder was auch immer. Jetzt im Herbst merke ich, wie sehr ich davon profitiert habe. Wie vieles ich von damals wiederhole, weil es mir gut getan hat. Ergänzt durch eine Reihe von Dingen, die ich sowieso schon immer mal ausprobieren wollte, haben wir gerade jede Menge Spaß. (Trotz der regelmäßigen kleinen FamilienKämpfe.) Herbstliches Familienleben Wenn der Herbst kommt, beginnt hier wieder das große Sammeln. Wir suchen Kastanien, Blätter und andere Dinge, die diese Jahreszeit hergibt. Dann wird getrocknet und verarbeitet. Minimalistisch ist das nicht. Richtig. Hier türmen sich gerade überall Berge an Kastanien und Bastelideen, so dass ich mich frage, was hieran ist denn nun minimalistisch?  Das Sammeln mit Sicherheit nicht. Die Ideen dahinter oder vielmehr die Menge an Ideen auch nicht. Minimalismus als Familie Minimalismus bedeutet doch in erster Linie weniger Besitz „haben“. Richtig. Für mich …

Dann bin ich halt euer Aufatmen

Schon als ich vor zwei Wochen dieses eine Kapitel meines nächsten Buches getippt habe, ging mir durch den Kopf, dass mir doch schon jede Menge dummes Zeug passiert und das für andere wohltuend zu sein scheint. Ich bin ein Magnet Situationen fühlen sich magisch von mir angezogen. Ich meine, magnetisch. Ist doch auch egal. Irgendwie passiert mir häufig dieser abstruse Mist und ich frage mich woran das liegt? Aber nicht nur das. Inzwischen habe ich nicht selten das Gefühl, dass sich Menschen, vor allem Frauen in meiner Gegenwart gut fühlen. Besser. Denn wenn „die“ – also ich –  da ist, dann kann man aufatmen, weil man … sich die Haare gekämmt hat. … keine Breiflecken im Oberteil hat. … gut riecht. Sie riecht entweder nach nix oder dem Bratenduft von Wirsing oder aber öko oder nach Kokosöl – getrocknet. (Das kann leicht ranzig riechen, meine Lieben.) … selber 10Minuten früher da war. … überhaupt pünktlich da war. … selber nicht so abgehetzt ausschaut. … selber den Bauchspeck der letzten Schwangerschaft schon lange, lange hinter sich liegen hat. …

Vielseitig interessiert

Was will man da schon machen? Was soll man da schon machen? Erst heute Vormittag beim Kaffeekränzchen mit einem der Kerle in der Spielküche, ging mir durch den Kopf, dass ich isländisch echt cool finde. Dass ich wirklich mal wieder eine Sprache lernen könnte. So neben englisch, französisch, Latein, schwedisch und spanisch. Ha! Als wenn ich diese Sprachen fließend beherrschte. Tue ich nicht!!! Die Neugierde ist groß Aber was wenn die Neugierde wächst? Wenn der Drang Neues dazuzulernen unglaublich groß wird? Ist das normal? Geht man dem nach? Lässt man es lieber sein, weil man sich sonst doch nur verzettelt? Um euch mal einen Einblick in mein Dilemma zu gewähren hier einen Blick in eine vorläufige Liste zum heutigen Abend: isländisch lernen Regenwürmer erforschen zwei Bücher schreiben (die Themen hab ich schon parat – sogar die Titel stehen fest) Rezensionen verfassen ein Biobuch lesen Physik nochmal neu aneignen ein Chemiebuch lesen mein Buch vertonen Kinderbücher vorlesen meinen Sohn in seinem Drang zu entdecken und zu forschen unterstützen (Experimente vorbereiten, durchführen, erklären…) eine Puppe nähen selber Sport …

LeseStoff: HypnoBirthing. von Marie F. Mongan

Die letzten Morgen lag ich jedes Mal schon wach im Bett, bevor das große Brabbeln, Krabbeln und Husten begonnen hatte, und habe darüber nachgedacht, wie ich dieses HypnoBirthing anderen Frauen vorstellen könnte. Da wird mich in meinem RealLife sowieso wieder jeder schräg anschauen. Ich probiere es einfach mal. Worum es bei HypnoBirthing geht? Die Autorin des Buches geht davon aus, dass eine gesunde Frau, die ein gesundes Kind erwartet durchaus eine sanfte, sichere und nahezu schmerzfreie Geburt erleben kann. Schmerzfrei? Schmerzfrei. Eine Geburt ohne Schreien, Stöhnen, Pressen, Keuchen und all die Dinge, die diesem Erlebnis etwas Unerfreuliches beimessen. Eine der ersten Thesen in meinem ersten GeburtsvorbereitungsKurs lautete: „Die Hebamme im Krankenhaus hat die Aufgabe euch aus diesem Dreieck herauszuholen: Angst – Spannung-Schmerz. Für jede ist das erst Mal das Hauptziel bzw. darauf wird sie als erstes achten. Ihr könnt dazu beitragen.“ Diese These findet sich auch als eine der Grundlagen für die HypnoBirthing-Annahmen wieder. Wenn meine Angst vor der Geburt groß ist, dann werde ich mich vermutlich auch recht unentspannt in dieses Ereignis hineinbegeben. Erzählungen und Schilderungen anderer Frauen über grauenvolle …

4. Advent. daysofthunder und das Geschenk

So bezeichnen wir hier ‚liebevoll‘ die Tage der Menstruation. Meiner Menstruation. Aktuell genieße ich es sehr, mir darüber keine Gedanken machen zu müssen. Aus Gründen. Dennoch ist mir sehr präsent, wie schwer ich mir vor einem halben Jahr getan habe, meinen Freundinnen zu erzählen, dass ich mir nicht mehr diesen PapierPlastikWegwerfDreck kaufe, sondern auf Stoffbinden umgestiegen bin. Dass eine der beiden ebenfalls umsteigt – das hätte ich nie gedacht! Dass sie mir ein halbes Jahr später erzählt, wie dankbar sie für diesen Wechsel ist und aus medizinischer Sicht die Menstruationstasse (Lunette, LadyCup…) großartig findet – noch viel weniger. Ich wusste es anfangs nicht besser. Zwar hatten wir vorher schon auf Stoffwindeln für die Jungs umgestellt. Doch ich kam gar nicht auf die Idee, dass man als Frau ja auch umsteigen und damit jede Menge Müll reduzieren konnte. Das war ehrlich gesagt mein Hauptanliegen beim Umstieg: unsere dadurch verstärkte MüllReduktion. Bei den Stoffwindeln der Jungs sagte man mir u.a. auch immer, dass diese Kinder früher trocken werden würden. Ob das tatsächlich stimmt, kann ich nicht einschätzen. Trau ich …