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DUDEN Weltenfänger Rezension MamaDenkt

LeseStoff: DUDEN Weltenfänger – Material

(Rezension) (erschienen im und freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom DUDEN Verlag) Die Sommerferien liegen nun schon einige Zeit zurück und die nächste schulfreie Zeit steht vor der Tür. Bei uns waren diese freien Zeitfenster noch nie lernfreie Zeitfenster. Entweder haben wir gemeinsam unsere familieninternen Forscherwochen organisiert oder aber sind irgendwohin gefahren, um Wissen aufzusaugen, beispielsweise im April ins Klimahaus nach Bremerhaven. Manchmal kommt es auch vor, dass ich mich nach konkretem Material umsehe, mit dem wir ganz bestimmte schulische Inhalte wiederholen, entdecken oder vertiefen können. Heute stelle ich euch daher das DUDEN Weltenfänger – Material vor, auf das ihr hier schon einen Blick werfen könnt.

Hausaufgaben in den Ferien?

Ja oder nein? In den letzten drei Monaten kam diese Frage in meinem Umkreis immer mal wieder auf. Auch so Gedanken, was machen, wenn die Schulnoten absacken? Entziehe ich als Elternteil meinem Kind dann die Dinge, in denen es aufgeht? In denen es seine Stärken ausleben und/oder Freude erleben kann? Mal eben vorweg: Noch gibt es bei uns keine Noten, daher weiß ich noch nicht, ob ich das, was ich gerade denke, auch tatsächlich so umsetzen werde. Denn wenn ich eins gelernt habe, dann das: Ich behalte mir das Recht vor: Fehler zu machen und mich umzuentscheiden. Ganz ohne schlechtes Gewissen. Denn nur durch Versuch und Irrtum kann ich den Weg für meine Kinder und mich finden, der der richtige für uns ist. Für uns ganz persönlich. Schlechtere Noten – Entzug der Hobbys? Wie ist das also, wenn die Noten in der Schule schlechter werden? Ich finde es total schwierig, diese Frage pauschal zu beantworten. a) Grundsätzlich glaube ich nicht, dass es Sinn macht, dem Kind zusätzlich das zu nehmen, was ihm Spaß macht. Denn …

Wir lernen Deutsch. (4)

Es ist schon wirklich lang her, dass ich euch über unsere DeutschunterrichtSituation auf dem Laufenden gehalten habe. Vor einer Woche etwa kam ein weiteres Buch einer Blogleserin hier an. Vielen Dank auch nochmal an dieser Stelle. Die Jungs können mit dem Material des finken-Verlag sehr viel anfangen! Wie sieht es momentan aus? Gut. Es ist erstaunlich, wie viel Beziehungsarbeit zu diesem “einfach mal Deutsch unterrichten” dazu gehört. Das war mir im Vorfeld irgendwie nicht so bewusst. Im vielleicht, aber nicht im Herz. Einer der Jungs hat eine Familie gefunden und mir geht das Herz auf, wenn ich daran denke, wie gut ihm das tut. Ganz schnell sind da plötzlich neue Mamas. Und aus den toughen Jugendlichen, die eine unglaubliche Flucht durch die Welt und über die Kontinente hinter sich haben, werden von jetzt auf gleich zu Kindern, die eine noch gar nicht so lange bekannte Frau “Mama” nennen. Mit einem Strahlen und so viel Freude im Gesicht, dass die Erleicherung einen selbst ergreift. Erstaunlich. Mitreißend. Ein Aufatmen. Erste Konfliktsituation Meine erste Konfliktsituation hatte ich auch. …

Wir lernen Deutsch. (3)

Ich bin ja sehr häufig versucht in diese gesamte Diskussion über Flüchtlinge, Flüchtlingshilfe, Flüchtlingshetze und Rassismus einzusteigen. Ganz ehrlich, immer kurz davor. An dieser Stelle habe ich mir erlaubt kritisch anzumerken, den “Zeigefinger zu erheben”. Aber so richtig losgelegt habe ich noch nicht. Oftmals würde ich gerne so treffend formulieren, wie Ella von ringelmiez oder so präzise und durchdacht meine Gedanken- und Gefühlsflut aufschreiben, wie Tina von vomwerdenzumsein. Manchmal wäre ich auch gerne so aufmüpfig, wie … oh, ich spare mir die Erwähnung dieser Bloggerin, sie nimmt es mir sonst übel. Ich für meinen Teil mag dieses “Pippi Langstrumpf – Sein” der nicht genannten. Oder die Herzlichkeit von Frau Weh in ihren Posts über ihre Liebe zu ihrem Beruf, ihre Freude über den Umgang mit ihren Schülern oder über den Herzschmerz, den die brüchige und ungesunde Struktur des Schulsystems mit sich bringt. Das kann ich aber alles irgendwie nicht so, wie diese Herzdamen. Dafür bin ich zu sehr rage. Mir gelingt es eher – inzwischen – einfach loszulegen. Ich belasse es bei all den Diskussionen …

Lesestoff: Komm zu Wort! 1 von Doris Fischer und Christina Kellner

(erschienen und freundlicher Weise zur Verfügung gestellt vom Finken-Verlag GmbH) Als klar war, dass ich zwei Flüchtlingen dabei helfen würde, Deutsch zu lernen, bin ich erstmal auf die Suche nach Ideen gegangen. Die Recherche verlief durchwachsen. Ideensammlung erstellt Viele eigene Ideen hatte ich selber schon im Kopf. Angefangen bei Schreibübungen, über Rollenspiele alltäglicher Situation, bis hin zu Karten- und Reisespielen meiner Kerle war einiges dabei. Meine Suche im Netz führte mich zum einen auf die Seite des Goethe-Instituts. Dafür hätte ich mich einmal mehr im Netz registrieren müssen und es war mir in dem Moment nicht niedrigschwellig genug. Es musste schnell gehen. Jetzt, da ich meinen roten Faden habe, muss ich meine Registrierung aus reinem Interesse doch mal noch nachholen. Zudem habe ich Gespräche mit Menschen geführt, die sich in diesem Metier auskennen und bewegen. Zumindest sollten. Dazu zählen in der Regel auch Grundschullehrer und prompt bekam ich von einer Lehrerin den Hinweis auf den Finken-Verlag, welchen ich wiederum kurz vorher bei der lieben Frau Weh entdeckt hatte. Verlagsmaterial Ich nahm den Kontakt auf und …

Wir lernen Deutsch. (2)

So. Ich bin etwas verwirrt. Bin mir nicht sicher, wohin mich dieser Blogartikel führen wird. So viel zu Beginn: Einen Lehrplan, wie man Jugendlichen aus Syrien, Aserbaidschan oder dem Iran Deutsch beibringt, wird es hier nicht geben. Es ist eher ein Blick auf die vergangenen Tage. Wir haben viel in den Weihnachtsferien gelernt. Die beiden Jugendlichen hatten einiges aufzuholen und es freut mich, wenn ich sehe, dass der Wortschatz jedes Mal was größer geworden ist. Wenn Fragen wie “Was ist das?” oder “Wo ist das?” oder “Wie geht es dir?” richtig angewendet werden. Wenn statt des Infintivs immer häufiger auch die 1.Person Singular verwendet wird. Mich freut das sehr. Wenn dann zeitgleich etwas total anderes an Hauptbahnhöfen geschieht, wenn die Medien plötzlich Informationen lostreten, die nicht journalistisch aufbereitet wurden. Wenn von ausländischen Flüchtlingen gesprochen wird, die unser abendländisches Frauenbild nicht akzeptieren, sogar zu sexualisierter Gewalt übergehen. Ich merke, wie sich mir die Haare aufstellen, wenn alle über einen Kamm geschert werden. Rassismus und Feminismus sind die Themen, die mich neben meinem MamaSein gerade umtreiben. Ich …

Wir lernen Deutsch. (1)

So. Da es in den kommenden Wochen vielleicht häufiger immer mal wieder einen Blogpost zu meinem Deutschunterricht mit den (noch) zwei geflüchteten Jugendlichen gibt, starte ich mal eine neue BlogartikelReihe. Ja, es gibt noch die zwei vorangegangenen Posts, in denen ich von meiner ersten Stunde und dem zweiten Aufeinandertreffen berichte. Lest selbst einfach nach, wenn es euch interessiert. Meine Arbeit mit diesen beiden Jungs macht unglaublich viel Spaß. Heute kam ich nach Hause und stellte beim Ablegen der Garderobe fest “An mir ist der Welt eine Lehrerin verloren gegangen.” Sagt man so, oder? Zumindest an meiner Freude und Leidenschaft für diesen Beruf. Mir bereitet die Zeit mit den beiden Jugendlichen nicht nur viel Freude. Ich fühle eine Leidenschaft in und für die Sache, die ich kaum beschreiben kann. Sie ist in der Tat so hoch, wie meine Begeisterung als Mama voll für meine Kinder Zuhause zu sein. Ein Versuch es in Worte zu fassen, würde so aussehen: * Ich habe das Gefühl, absolut das Richtige zu tun. * Ich merke, dass die Jungs dankbar sind. …

Deutsch als zweite Fremdsprache

Hochmotiviert nach meinem ersten Zusammentreffen mit den zwei geflüchteten Jugendlichen, machte ich mich in jeder freien Minute auf die Suche nach Material. Noch am selben Abend rief ich über twitter aus, dass uns ein Drucker fehlt und ich dadurch mein Material von Lingo4you GbR schon mal nicht ausdrucken können würde. Es dauerte wirklich keine 15 Minuten und ich erhielt die Zusage, dass sich das Material auf dem Weg zu mir befindet. Das war unglaublich und eine total wertvolle Reaktion, die mich noch mehr in meinem Ansinnen bestärkt hat. Ich rief wieder bei Ralf an und fragte, ob Interesse, Zeit und Raum bestünde noch dieselbe Woche eine weitere Unterrichtseinheit durchzuführen. Die Motivation von der anderen Seite war ebenfalls sehr hoch und zack, stand der zweite Termin. Einen Tag später erhielt ich vom finken Verlag die Zusage, dass sie sich vorstellen könnten mir als Rezensionsexemplar “Komm zu Wort! 1- Hör-Bilder-Buch“ mit TING-Stift zur Verfügung zu stellen. Eine Rezension folgt, doch so viel sei gesagt: Ich mag den finken Verlag schon jetzt. Eine Lehrerin, die geflüchteten Grundschulkindern Förderunterricht …