Alle Artikel mit dem Schlagwort: reduziertLeben

Entrümpeln(2). Partnersache?

Wie ist es euch vergangene Woche ergangen? Habt ihr Fotos gemacht? Welche Ecken eures Zuhauses habt ihr mit Bildern festgehalten? Was steht dem Wohlfühlort im Weg? Wie seid ihr vorgegangen? Habt ihr sofort begonnen unliebsames und ehemals geliebtes Zeug loszuwerden? Zu entrümpeln? Nochmal zurückgespult. Vielleicht habt ihr festgestellt: “Da gibt es gar nicht so viel zu entrümpeln.” Ihr seid glücklich mit dem, was ihr habt. Und überhaupt: Wie solltet ihr das eurem Partner oder den Kindern erklären? Er würde die Augen verdrehen, wenn ihr jetzt anfangt seine kostbare CD- oder Computerspiel-Sammlung verkaufen zu wollen. Oder sie würde am Rad drehen, wenn ihr die Deko-Artikel zu den verschiedenen Saisons unter den Hammer stellen wolltet. Die Kinder würden einen waschechten Gallier-Aufstand auf die Beine stellen, na ja, eher einen von den Minions. Schön wäre beides nicht. Entrümpeln geht nur gemeinsam Was ich ganz oft und immer wieder gefragt werde, sei es unter Freunden, vom Radio oder Fernseh: Wie sag ich’s meinen Kindern? Was, wenn der Partner, warum auch immer, nicht diesen Drang empfindet, mit weniger im Leben …

Entrümpeln (1). Ein Leitfaden.

Es ist der erste Montag im neuen Jahr. Welcher Tag bietet sich besser an, um mit dem Entrümpeln durchzustarten? Vielleicht der Tag nach dem Geburtstag oder der zweite bzw. dritte Weihnachtstag?!? Fernsehauftritt Am “dritten” Weihnachtstag letzten Jahres war ich jedenfalls im Fernseh und habe nicht entrümpelt. Diesmal bei daheim + unterwegs im WDR. Ich war unglaublich aufgeregt, denn bislang war das Fernseh bei uns. Diesmal eben umgekehrt. Diesmal nur ich, live, in Köln. In der Maske: “Jetzt gleich werden alle Ihren Auftritt mitverfolgen.” Ich: “Nein.” “Wie?” Ich flüsternd: “Ich habe es niemandem erzählt. Außer meiner Freundin und den (Schwieger-)Eltern.” Große Augen und schallendes Gelächter neben mir, von den anderen beiden Menschen in der Maske. Ich habe nichts davon erzählt, weil es mir viel zu verrückt vorkam und ich mir auch keine Gedanken darüber machen wollte, dass mich jemand sehen könnte, der mich kennt. Mal abgesehen davon, habe ich erst zwei Tage vor Heilig Abend dem ganzen äußerlich und innerlich verbindlich zugestimmt. Ich brauchte selber erstmal Zeit, um das klar zu kriegen und mich darauf vorzubereiten. …

Ade, 2016! Jahresrückblick

Sanftmut. Erinnert ihr euch? Das war das Motto dieses Jahres. Ich bin sehr froh, das damals gewählt zu haben. Denn es ist viel geschehen. Zu Weihnachten habe ich unser Familienjahr Revue passieren lassen und für die Großeltern ein Fotobuch zusammengestellt. Als ich dabei gesehen habe, was wir dieses Jahr alles erlebt haben, ist mir leicht schwindelig geworden. Ihr regelmäßigen Blogleser habt mitbekommen, dass es nicht ganz so einfach war. Die Bilder haben das nochmal mehr unterstrichen. Ich war froh, als ich es endlich fertig hatte, und damit auch abhaken konnte. Hier auf dem Blog einen Rückblick zu starten, kam eigentlich nicht in Frage. Beim Durchstöbern der Bilder gab es allerdings auch richtig gute Augenblicke und Momente. Daher habe ich beschlossen, dass ich aus den tiefen Momenten gerne lernen möchte und das Jahr mit den sich daraus ergebenden Höhen hinter mir liegen lassen. Ich weiß, dass viele von euch da draußen auch kein leichtes Jahr hinter sich haben. In Gedanken bin ich bei euch und wünsche euch aus tiefstem Herzen, dass ihr euch nicht allein, sondern …

Konsumismus

Hauptsache Konsum. Egal ob kritisch oder unkritisch. Hauptsache wir verbrauchen und konsumieren – was auch immer. Denn eigentlich konsumieren wir ja überall bei allem. Das ist das Fatale an der Geschichte. Viel oder wenig, grün oder konventionell: Wir verbrauchen das, was uns gegeben ist, oftmals ohne im Blick zu haben, woher das alles eigentlich kommt. Konsum hat uns dadurch vollkommen im Griff. Denn mal ehrlich: Wobei geht es heute nicht um Konsum? By the way: Das hier wird vermutlich kein populärer Artikel. Eher ungemütlich und nicht komfortabel. Dennoch: Vielleicht macht es Sinn das ein oder andere Mal aus der gemütlichen SofaBestellShoppingLaune herauszukommen. Was geht ohne Konsum? Erst kürzlich wurde von einem Blogger aus der Minimalismus-Szene dieser Gedanke ähnlich aufgeworfen. Leider finde ich seine Äußerung nicht mehr und kann ihn daher nicht zitieren. Sinngemäß geht es aber um die Frage, was wir heutzutage machen (können), das ohne Konsum funktioniert? Was in unserer Freizeit ist weitestgehend frei von Konsum-, Shopping-, Trend- und Stylingtipps? Eine Antwort war, mit Freunden spazierenzugehen. Im Wesentlichen mag das richtig sein. Aber was …

re:USE – Weihnachtlicher Verpackungsmüll

(Mein Beitrag im Rahmen einer Aktion von re:BLOG entstanden.) Plastikfolie hier, Papier dort. Hier noch ein Plastikring ums SixPack und da eine Plastikverpackung um die BioBananen. Auch wenn einige Supermärkte inzwischen von Plastiktüten auf umweltfreundlichere Alternativen für den Endkonsumenten umstellen, das Problem bleibt: Jede Menge Verschwendung, viel Müll, wenig wertgeschätzter Wertstoff, den jeder einzelne von uns und wir alle zusammen unbedacht entsorgen. Unsichtbarer Verpackungsmüll Leider handelt es sich hierbei nur um die Spitze eines ungeheuren Eisberges. Denn da fehlt ja noch jede Menge Verpackungswertstoff. Aus Zufall stand ich kürzlich eines Morgens sehr früh in der Drogerie, während um mich herum Mitarbeiter die neu eingetroffenen Waren in die Regale räumten. Die einzelnen Produkte befanden sich abgepackt in Kartons. Das hatte ich mir ja schon gedacht. Zu jedem Karton ein Deckel, der entweder nochmal mit Folie umwickelt oder zumindest mit Plastikbändern befestigt wird. Das hatte ich nicht gedacht, aber mir denken können. Daneben die Kartons der anderen Duschgels und Haarwaschmittel ebenfalls derart verpackt. Alle diese Warenkartons nochmal zusätzlich in viel Plastik eingeschweißt, damit sich keiner der Kartons …

edit: family. Weniger Zeug mehr Raum

Nachdem viele von euch keine family erhalten haben, weil sie a) zu spät von der Verschenkaktion mitbekommen haben oder b) in ihrem örtlichen Kiosk oder Supermarkt die family nicht erstehen konnten oder c) das Los leider nicht auf sie gefallen ist, kommt hier eine tolle Aktion der family Redaktion: Wer noch keine aktuelle family hat, der nutzt die Gunst der Stunde und schreibt eine Mail an info@family.de. Unter der Angabe des Codes: MamaDenkt2016, der bis zum 31.10.2016 gilt. An dieser Stelle einen ganz lieben Dank an die family Redaktion für diese wirklich tolle Idee! Ihr seid großartig! Euch Bloglesern viel Spaß beim Lesen, ein tolles Wochenende und danke für euern Dabeibleiben.

MamaDenkt in der aktuellen family

Auch nach ein paar Tagen ist es noch immer unwirklich, aber einer meiner Texte landete tatsächlich zwischen wohltuenden Beiträgen in der aktuellen family Zeitschrift. Unwirklich vielleicht, weil ich mich bisher immer etwas zurückgehalten habe, nach Textplatz zu fragen oder bei Awards mit zu machen. Denn ähnlich wie beim scoyo-Award, was leider nicht geklappt hat, fühle ich mich schnell ungenügend. Nun ja, diesmal hat es gepasst. Also: Konfetti!!! In der family MamaDenkt. Ja, hier ich! Mein Mann liegt mir ja schon seit Beginn des Bloggens damit in den Ohren, das Bloggen sein zu lassen und den Kontakt zu Zeitschriften einfach auch mal zu suchen. Aber hej, ich trau mich nicht. Manchmal habe ich das Gefühl ein extrem ängstlicher Typ sein. Und erst die Suche meines Mannes nach zu ihm passenden Zeitschriften und sein Anschreiben der jeweiligen Redakteure, hat mich angetrieben, es einfach mal zu probieren. Nicht zu vergessen ähnliche Anstubser durch einzelne Blogleser. Worum geht es in meinem Artikel? Weniger Zeug mehr Raum Unter diesem Titel wird mein Thema auf der Titelseite angekündigt und ich bin …

Glück und Verantwortlichkeiten

Die vergangenen Wochen haben uns alle, meine Familie und mich, sehr geprägt. Noch nie habe ich so lange Zeit am Stück das Gefühl gehabt, allein da zu stehen, während mich ein Moment, eine seelische Katastrophe nach der anderen überrollt. Noch nie habe ich so viel Kälte, Dunkelheit und Verzweiflung verspürt. Düster? Ja. Einsam? Ja. Aber im gleichen Maße habe ich noch nie so viel unerwartete, herzliche und echte Hilfsbereitschaft – meine persönliche Lebenssituation betreffend – erlebt. Noch nie bin ich so vielen Menschen begegnet, bekannte und unbekannte, die mir auf irgendeine Weise ihre Hilfe anboten. Sei es durch kostenlose Urlaubsauszeit in einem Ferienhaus, durch Bierbänke, Kuchen, Käsespieße, Kinderbetreuung, Angebote zur Haushaltsunterstützung oder Erleichterung beim nächsten Großeinkauf. Ich bin überwältigt und unendlich dankbar. Und während ich das hier schreibe, bildet sich ein dicker Kloß in meinem Hals und Tränen machen das Verfolgen der getippten Buchstaben schwierig. Ich lernte Hilfe anzunehmen und übe mich darin, es weiterhin zu tun. Komischerweise fällt es mir viel leichter selber zu helfen und da zu sein, als das Gegenteil auszuführen – …

(Anzeige) Minimalismus: Bad putzen

(Werbung) Wie ist das mit dem Putzen? Gibt es Verhaltensweisen und Tätigkeiten, dies ich ähnlich wie Besitz reduzieren lassen? Kurz: Ich glaube, ja. Das Putzen, Reinigen und Waschen von Gegenständen hat sich bei uns auch im Rahmen des Minimalismus entscheidend verändert.

Es ist schon wirklich lange her, da habe ich mir unsere damalige Wohnung vorgenommen und mal Zimmer für Zimmer (Küche, Bad, Kinderzimmer…) in Augenschein genommen, um unseren Minimalismus zu dokumentieren. Ich wollte sehen, inwiefern und ob überhaupt sich unsere Einrichtung, unser Mobiliar und auch unsere Ordnung tatsächlich verändert hatten, seitdem wir reduzierten.

Etwas ähnliches habe ich nun bzgl unserer Haushaltsführung vor. Obwohl sich schon Vieles verändert hat, von dem wir profitieren, macht es unsere aktuelle Lebenssituation einmal mehr notwendig sich zu vergegenwärtigen, in welche Aufgaben und Tätigkeiten wir unsere wertvolle Zeit investieren.

Manchmal braucht es Psychohygiene …

Manchmal ist es wichtig einen Schlussstrich zu ziehen. Heilsamen Abstand zu suchen, weil nichts mehr geht, weil viele Wege ausgetreten sind. Dinge zurückschieben, beiseite legen, abschließen, auch wenn sie nicht so verlaufen sind, wie ich mir das eigentlich erhofft hatte. Sie als beendet ansehen, um wieder zu Kräften zu finden. Die vergangenen Wochen waren sehr, sehr anstrengende. Es sind so viele Dinge nebenher und gleichzeitig, parallel und zeitgleich, zusätzlich und unnötigerweise passiert, die mir unheimlich viel emotionale Kraft und innere Energie geraubt haben, dass ich gar nicht fassen kann, noch immer hier zu sitzen. Dass ich gedacht habe, wie soll das gehen? Wer soll das denn tragen? Da sind Krankheiten, Hausrenovierungsarbeiten, die gemacht werden MUSSTEN, Bienen, Ratten und Beziehungen. So manch einer mag denken, dass “man sich in Sachen ja auch reinsteigern kann”. Zumindest höre ich das aus ihren Worten, zwischen den Zeilen sozusagen, heraus. Ich sehe es ihnen an, meine es an ihren Blicken zu erkennen und stelle mich dann selber in Frage. Resignation oder Erschöpfung? Seit gestern befinde ich mich mental in einem …