Alle Artikel mit dem Schlagwort: anders

Hausaufgaben: Null Bock!

Die vergangenen zwei Wochen hatten wir hier sehr regelmäßig die Situation, dass die Lust auf Hausaufgaben … nicht bestand. Sie war schlichtweg nicht existent. Dabei war und ist es vollkommen egal, ob es viele sind oder aber nur eine einzige, die höchstens – ich betone höchstens – zehn Minuten dauert. Ehrlich, ich übertreibe nicht. Genauso regelmäßig werden Hausaufgaben aber sowas von zügig und ordentlich, nach den Verhältnissen für K1, abgearbeitet, dass ich denke: „Wow! Wir haben’s geschafft!“ Leider weit gefehlt. Hausaufgabenfrust Ganz regelmäßig stehe ich nämlich weiterhin neben dem Tisch und frage mich, was genau in dem Gehirn da neben mir gerade passiert? Was läuft da drin eigentlich ab? Welche Stoffwechselfunktionen laufen nicht wie geschmiert oder vielleicht auch total super gut, so dass wir hier stehen, beide genervt voneinander sind und uns gegenseitig furchtbar annerven? In dieser Situation kündigt die Schule einen Vortrag über das „Lernen lernen“ an. Aufhänger sind – natürlich – die Hausaufgaben. Ich bin also doch nicht allein. Pfffuh! Aufatmen. Dieser Abendvortrag findet – natürlich – an einem der Tage statt, an …

Kulmine. Die Monatsblutung: Kein Tabu.

(Werbung.) Es ist schon verrückt, doch ich habe es gerade das erste Mal geschafft völlig ohne irgendwelche Wegwerfprodukte hinsichtlich meiner Monatsblutung klarzukommen, da habe ich die Gelegenheit Kulmine in meine „Gute Sachen“ – Liste aufzunehmen. Das lässt mein Herz tatsächlich etwas kräftiger pochen. Aber spulen wir nochmal zurück. Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte ich keinen Schimmer von Stoffbinden. Während wir Minimalismus und Nachhaltigkeit für uns als Familie entdeckten, wurde lediglich unsere Müllproduktion zu einem Thema, das wir angehen wollten. Nicht meine monatliche Blutung. Mit meinen days of thunder (=Menstruation) hatte das also eigentlich nichts zu tun. So kamen wir auf die Idee unser erstes Baby mit Stoffwindeln zu wickeln. Das war super und wir hatten viel weniger Müll. Aber immer noch musste ich mindestens einmal im Monat zwei Mülltüten aus dem Bad entsorgen. Binden und Tampons machten hierbei 85% der Masse aus. Das war irgendwie unzufriedenstellend. Tabuthema: Monatsblutung So kam ich mit Freundinnen ins Gespräch. Eine sprach ganz natürlich von einer LadyCup – in der Anwesenheit von Männern! Das war …

#TTIPleaks: Demokratie und Transparenz

Noch während ich die Einkäufe verstaue, das Notebook hochfährt und der Toddler durchs Wohnzimmer rast, fällt mir siedend heiß ein, dass heute die re:publica – und zwar die zehnte – in Berlin stattfindet. Wem diese Konferenz kein Begriff ist, der klickt einfach mal hier. Vielleicht reicht euch aber auch das Wissen, dass es sich um eines der bedeutendsten Festivals handelt, bei dem es um digitale Gesellschaftsthemen geht. Gewachsen aus ehemals einem Bloggertreffen, kommen hier seit rund zehn Jahren „… AktivistInnen, WissenschaftlerInnen, HackerInnen, UnternehmerInnen, NGOs, JournalistInnen, BloggerInnen, Social Media- und Marketing-ExpertInnen und …“ (Quelle: re:publica: https://re-publica.de/uber-republica, Stand 02.05.2016) viele mehr zusammen, um sich über Themen wie Netzpolitik, technologische Innovationen bis hin zu Kultur und Medien, Musik, Gesundheit und Bildung auszutauschen. Und ich? Ich bin wieder nicht dabei. Schon die vergangenen drei Jahre wünschte ich mir so sehr bei diesem Event einmal dabei zu sein. Aber … das ist eine andere Geschichte. Denn dieses Mal entscheide ich mich dafür, die re:publica von Zuhause mitzuverfolgen. Und was passiert, als ich hier im Hinterland meine Social Media Kanäle anschmeiße? …

Wohnzimmer. BauTagebuch (8)

Während ich hier sitze und diese Zeile tippen, ölt der Mann den neu verlegten Holzboden im Wohnzimmer. Ja, ihr habt richtig gehört: Neu verlegt. Das Wohnzimmer hat uns so manches weitere graue Haar eingebracht. Der Raum, in den jeder, wirklich jeder eingetreten ist und meinte: „Wow!! Was für ein genialer alter Boden! Aber den lasst euch sicher drin, oder?!?“ – „Klar!“ Na ja. Und dann waren wir im Sommer spontan im Urlaub. Wenn man das denn Urlaub nennen konnte. Alle waren völlig gerädert. Die Kerle hatten eine gute Zeit, doch Mama und Papa, nun ja, krochen auf dem Zahnfleisch. Stimmungsschwankungen, Erschöpfung, Verzweiflung, … die Palette ist damit noch nicht einmal annähernd komplett. Mein Plan war daraufhin, dass wir Zuhause jede Hilfe und jedes Angebot annehmen würden, das man uns machte, um endlcih dieses Zimmer, den Garten und den Schutt in den Griff zu kriegen. Einen Strich unter den ersten Bauabstrich zu ziehen. Ein Blick unten drunter Ich hatte alles auf ein Wochenende gelegt. Verwandte hatten mit uns die Decke abgehangen. Der Heizungsinstallateure hatte zwei Heizungselemente …

Verpackungsmüll

Wo fange ich bei dem Thema bloß an? Ich beginne mal bei Weihnachten. Denn seitdem ich Geschenke zusammenstelle und besorge, frage ich mich wieder und wieder, wie ich sie am besten überreiche? Jedes Jahr neu Denn jedes Jahr vom 24.12. bis zum 26.12. wird so unglaublich viel Papier zusätzlich verbraucht. Einfach nur so. Damit es schön aussieht. (Was es in vielen Fällen ja nun mal leider gar nicht tut…) Hierbei wird dann nicht nur Papier, sondern auch Klebestreifen und Klarsichtfolie verwendet. Erst kürzlich stand ich in der Drogerie und eine Dame Ende Fünfzig, sehr gepflegt, hatte ein großes AdventsDekoGeschenk vor mir an der Kasse bezahlt. Noch während ich darüber nachdachte, dass ich zum Glück solche Dinge nicht mehr kaufte und glücklicherweise auch nicht geschenkt bekam, wandte sie sich an die VerpackStation des Geschäftes. Dort riss sie sich einen großen Bogen Klarsichtfolie von der Rolle und begann ihr GlitzerDekoDings einzuwickeln. Ich war so erschrocken darüber… Dass man dieses Papier tatsächlich noch verwendete… Ich dachte, das hängt da einfach nur rum. Höhöhöhö. Nein, es gibt wirklich noch …

Ökologische Babykleidung. Wichtelstoff.

Ich bin was das Klamottenkaufen angeht sehr schwerfällig. Spontankäufe? Eher nicht. Hier liebe ich meine Spontaneität eines Baumes. Seitdem ich mir nur noch Kleidung zulege, wenn ich sie brauche, fühle ich mich viel befreiter. Für die Kerle muss ich öfters doch nochmal los. Meine Begeisterung hierfür hält sich in Grenzen. Ich finde das einfach unglaublich anstrengend. Doch für diesen immer mal wieder auftretenden Einkauf – sollten Übernehmen, Ausleihen oder SecondHand nicht klappen – habe ich für mich die folgenden drei Kriterien festgelegt: ökologisch korrekt (schadstoffgeprüft und bio) unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt möglichst aus der Nähe (Europa find ich hierbei auch schon immer gut) Nur noch fair und bio (und regional) – viel zu teuer! Nun wird der ein oder andere sagen: Das ist und wird doch viel zu teuer. Da muss ich antworten: Es kommt drauf an. Klar, Kleidung wie Nahrungsmittel, die nicht nur im Hinblick auf Profit hergestellt werden, haben einen höheren Wert. Sie kosten dadurch mehr in der Produktion, was sich letztendlich im Kaufpreis niederschlägt. Aber, und das ist mein großes Aber, ich kaufe ja nur …

BauTagebuch (7). Baubiologie

Es gibt da ja dieses #ProjektAlteSchule. Bislang sind wir von größeren, wirklich schlimmen Überraschungen verschont geblieben. Ich hoffe, wünsche und bete schon seit längerem, dass das auch so bleibt. Denn: Das Geld ist aus. Die Kraft ist aus. Und irgendwie mag ich nicht mehr auf der Baustelle leben. Eigentlich reichte alles dafür den Boden im ursprünglichen Klassenzimmer zu schleifen, die Wände zu verputzen und zu streichen und natürlich, die Decke abzuhängen. Jetzt hat sich in den vergangenen Wochen doch so einiges herausgestellt. Das alles in seiner Gänze hier auszubreiten, dazu fehlt mir schlichtweg die Kraft. Aber wir mussten den kompletten Boden aus dem Zimmer heben. Und auch die Konstruktion, auf dem der Boden lag. Wir haben keine Ahnung mit was diese Balken bearbeitet sind und wann das in der Vergangenheit geschehen ist. Zumindest der Geruch ist unerträglich und wir können uns nicht vorstellen, dort unsere Kinder auf dem Boden spielen zu lassen. Jetzt klafft dort ein großer, stinkender Hohlraum. Außerdem stellt sich die Frage, wie wir jetzt weiterverfahren. So ganz hat sich das noch nicht entschieden …

BauTagebuch (6). Die Küche

Vielleicht kann sich die ein oder der andere daran erinnern, dass ich mich vor etwa einem Jahr ganz furchtbar darüber geärgert habe, dass „eine richtige Küche 10 000€ kostet.“ Ist das so, ja? Damals hatte ich mich dazu entschieden, dass ich mir wohl keine neue Küche im neuen alten Haus zulegen werde. Auch nicht zulegen _können_ werde. Ich wüsste gar nicht, woher ich das Geld dafür nehmen sollte. Damals nicht und heute auch nicht. Aber dann sagt mir meine Umwelt: „Leih es dir doch.“ Darauf ich: „Das kann ich nicht.“ „Aber warum denn nicht?“ „Ich will es nicht.“ „Aber wieso denn nicht?“ „Ich will frei sein.“ Jedenfalls: Nachdem wir aus Skandinavien zurückgekehrt sind, machte sich in mir irgendwann, als klar war, wir konnten endlich ins neue alte Haus, um zu entrümpeln, der Gedanke breit, vielleicht eine neue alte Küche für das Schmuckstück an Haus zu finden. In einem der vielen AuktionsPortale vielleicht? So landete ich eines abends zwischen all diesen Angeboten und sah eine Küche, die ich einfach nur wunderschön fand. Aus der Anzeige ging nur …

Anzeige: Nachhaltiges Wickeln mit Stoffwindeln

Lang ist’s her, da sind wir als Familie auf nachhaltiges Wickeln mit Stoffwindeln umgestiegen unter anderem aufgrund dieser Gedanken vor einigen Jahren. Als es letztes Jahr in unser WWOOFing-Abenteuer ging, standen wir vor der Frage, was wir mit dem damals „Kleinen“ und seinem Windelverbrauch machen. Knall auf Fall das Kind zu stressen, damit es möglichst noch vor der Abfahrt windelfrei wird, kam irgendwie nicht in Frage. Nachhaltiges Wickeln Also mussten wir entscheiden, ob wir unser Stoffwindel-Equipment einpacken oder aber auf windelfrei während dieser Zeit umsteigen oder eben die verhassten Wegwerfwindeln in Betracht ziehen. Oder gleich windelfrei? Für dieses „windelfrei“ fehlte mir damals einfach die Zeit und Muse zu recherchieren. Macht es Sinn? Sollen wir diese zusätzliche Herausforderung ebenfalls angehen? Auf den verschiedenen Höfen? Wenn das Wetter toll ist? Den Kerl einfach ganz oft ohne Windel rumlaufen lassen? Habe ich dann noch genügend Gelegenheiten meinen Aufgabenbereichen nachzugehen, die durch das Beaufsichtigen der Kerle und meinen schwangeren Übelkeitszustand eh schon genügend eingeschränkt waren? Wir entschieden uns damals dagegen und ich bin ehrlich gesagt ganz froh drum. Dann eben …

verdienen.

Oder wieso mich mein MamaSein manchmal nervt. Sogar mein FrauSein geht mir auch schonmal ganz gehörig gegen den Strich. Warum? Wegen diesem Verdienen. Ich recherchiere dann manchmal im Netz, wie ich übers Netz meine Ideen für diese Familie, unsere WWOOFing-Visionen, dieses #AlteSchuleProjekt […] finanzieren und Geld dafür verdienen kann. Dann sinne ich darüber nach, wie es wäre, wenn ich für meinen Einsatz einen Verdienst bekäme. Einen finanziellen Ausgleich. Eine Aufwandsentschädigung? Ein Taschengeld? Also bitte! Ich habe doch die Kinder, an denen ich mich tagtäglich erfreuen kann. Insbesondere, wenn sie die Haustür aus Versehen aus den Angeln reißen, den neuen Ofen mit einemSpielzeugauto demolieren oder das Wohnzimmer feinsäuberlich mit Mehl bestäuben. Natürlich liebe ich meine Kinder! Natürlich sind sie mir Verdienst genug! Trotzdem: Wie wäre es denn, wenn ich dafür, dass ich 24h einsatzbereit bin, Geld verdienen würde? Weil ich es verdiene? Wie würde es sich anfühlen, wenn wir als Gesellschaft den Einsatz von Frauen und Müttern ernster nähmen? Wie wäre es, wenn alle Mütter ihren Aufgabenkatalog für nur eine Stunde komplett außer Acht ließen? Die Kinder also doch nicht …