Alle Artikel mit dem Schlagwort: Lernenlernen

Start: Forschen mit Kindern

Start der Reihe “Forschen mit Kindern”. Einmal muss ich es an dieser Stelle nochmal erwähnen, sollte jemand noch nicht den neuen Menüpunkt entdeckt haben. Es gibt wirklich richtig gute Literatur und wertvolles Material, um mit Kindern und Jugendlichen die Welt zu entdecken. Nichtsdestotrotz gibt es auch jede Menge Mist oder Sachen, die einfach lau sind. Langweilig. Viel zu wenig durchdacht und daher total bunt und voll, ohne jeglichen Lerngehalt oder Entdeckerpotential. Oder aber viel zu schwierig erklärt. Nicht kindgerecht erarbeitet, mit viel Potential das Experiment fehlerhaft aufzubauen oder kein richtiges Forscherergebnis festhalten zu können. U.a. weil das Material diverser Forscherkästen einfach zu “billig” oder schwer in einem reduzierten Haushalt zu beschaffen ist. Genau deswegen habe ich mir überlegt unser Forschen mal ein wenig zu dokumentieren. Es mag sein, dass der ein oder die andere Großes erwartet und enttäuscht sein wird. Aber vielleicht gibt es auch die ein oder andere Idee, die Inspiration mit sich bringt. Wer weiß das schon?!? Wir hatten zumindest einen genialen ForscherSommer. Und diese Lern- und EntdeckerFreude wünsche ich euch ebenso. Vielleicht können wir auch ein bisschen gemeinsam …

Die GemüseAckerdemie. Ein Interview.

Beim Stöbern durch das vorletzte greenpeace-magazin bin ich auf euch aufmerksam geworden. GemüseAckerdemie: Was für ein cooler Name. Was verbirgt sich hinter dieser einfallsreichen Wortschöpfung, die Lust auf grün macht? Hinter der GemüseAckerdemie verbirgt sich ein Ort, an dem Schüler aufeinandertreffen, um zu ackern, zu lernen und zu ernten. Die GemüseAckerdemie ist ein Bildungsprogramm des gemeinnützigen Vereins Ackerdemia für Schulen und andere Bildungseinrichtungen. Unser Ziel ist es, ein Verständnis für die natürliche Nahrungsmittelproduktion zu schaffen und somit die Wertschätzung für Lebensmittel zu steigern. Innerhalb des Programms unterstützen wir die Schulen mit allem rund ums Thema Schulgarten. Gemeinsam suchen wir eine geeignete Ackerfläche in Schulnähe, erstellen einen individuellen Anbauplan, kümmern uns um Saatgut und Jungpflanzen und legen den Acker zusammen mit den Schülern an. Neben der praktischen erhalten die Schulen auch fachliche Unterstützung. Die Lehrpersonen werden in unseren AckerFortbildungen im Bereich Pflanzenbau geschult und erhalten umfassende Lehrmaterialien für ihren Unterricht. Das macht die GemüseAckerdemie zu einem Jahresprogramm, bestehend aus der theoretischen Vor- und NachAckerzeit, die die Ackerzeit einrahmen. So kann die GemüseAckerdemie in jede Schulform integriert werden, …

TOLLABOX. Gesundheit

“Was ist das für eine CD?” – “Zeig mal her. Woher hast du sie denn?” – “Aus der TOLLA-Box.” -kurze Pause – “Oh, die muss dann zu der Box vom letzten Jahr gehören…” In Gedanken: NEIN! Ich wollte doch schon längst… Ja, ich wollte doch schon längst einen Artikel zu der damaligen Box geschrieben haben. Nun gut, ich habe es damals vergessen, obwohl wir die Box mit sehr viel Freude, BastelSpaß und Interesse “bearbeitet” haben. Bearbeitet passt insofern gut, weil der große Kerl wirklich jedes Teil dieser Box für seine Zwecke verwendet hat. Selbst der tolle SchiebeKarton dient als eine seiner drei oder vier SchatzTruhen, in denen er CellophanTütchen, Radiergummi, leere SchneckenHäuser und Bierdeckel aufbewahrt. Aber nochmal ein paar Schritte zurück. Worum handelt es sich bei der TOLLA-Box? Die TOLLA-Box besteht aus einem Karton, der in der Regel mit 3 Bastel-, Spiel- und EntdeckerIdeen befüllt ist. Zu jeder Idee gibt es eine Tüte, die mit einer genauen und kindgerechten, bildhaften Anleitung versehen und die außerdem mit den zur Umsetzung benötigten Materialien ausgestattet ist. Seien es Wolle, Watte, Samen, …

Spätsommerliche SpielIdeen für Kids

Wenn es draußen ungemütlich wird, die ersten kühlen RegenTage ins Land ziehen, muss ich mich auch als Mutter auf die zweite JahresHälfte mit ihren dunkleren und kürzeren Tagen draußen vorbereiten. Ich bin dem Spätsommer sehr dankbar, dass er mir meist ein paar herbstlich goldenen Tage schenkt, um dennoch die ein oder andere Stunde mit meinen Kindern an der frischen Luft zu verbringen. In der Regel ziehen wir los und sammeln Obst zum Einkochen oder Marmelade Zubereiten. Die kurzen Kerle haben riesigen Spaß beim Pflücken und Auflesen der Pflaumen. Aktuell sammeln wir tütenweise Kastanien, Walnüsse und Haselnüsse. In ein, zwei Wochen werden wir die Äpfel vom Baum schütteln und im Keller lagern. Wir genießen diese Augenblicke im Freien zutiefst. Doch dann kommt irgendwann der Regen. So wie jetzt. Laut klatschen dicke Regentropfen gegen die Fenster und am Bordstein entstehen kleine reißende Rinnsale, die zu Bächen zusammenfließen und allerlei bunte Blätter und StraßenDreck mit sich führen. Was dann? Für diese Momente wird der Esstisch zu einer BastelSortierWerkstatt. Je nach Lust und Laune wird geklebt, gebohrt, gemalt, sortiert, mal …

Mit Montessori in die Ferien

Wenn ich bislang Mütter habe davon reden hören, wie froh sie seien, dass die Ferien endlich, endlich rum sind, hat mir das immer einen Stich versetzt. Ich fand es unglaublich schade, weil es sich jedes Mal so anhörte, als wenn es Eltern gibt, die in dieser schul- und kindergartenfreien Zeit nicht wissen, was sie mit ihren Kindern anfangen sollen? Wie sie die Arbeit organisieren, welchen Babysitter (Oma, Tante oder Nachbarin…) sie für vormittags anfragen können? Nicht selten sieht man an den Gesichtern die Erschöpfung und Anstrengung über diese FerienWochen. Auch und besonders bei Eltern, die sich so organisieren, dass einer zu 120% den Haushalt und das Prozedere Zuhause schmeißt, während der andere in der Arbeitswelt hantiert. Manchmal habe ich mich gefragt, wie viele meiner Vermutungen tatsächlich zutreffen? Und wieviel ich den Müttern und Vätern “unterstelle”. Allerdings geht es in diesem Artikel nicht in erster Linie um dieses SchubladenDenken, in das wir schnell verfallen können. Mir geht es um eine Entdeckung für diesen Alltag, egal ob für die Ferien oder die ferienfreie Zeit. Ich habe nämlich …

RandNotiz: TollaBox

Im Urlaub erhielt ich die Anfrage, ‘Ob ich mir mit meinen Kindern nicht mal die “TOLLABOX” anschauen möchte?’ Was Produktanfragen angeht, bin ich immer etwas vorsichtig. Ich tue mir schwer damit, dieses Blog zu einem Testblog werden zu lassen. Das war und ist einfach ganz und gar nicht meine Intention mit MamaDenkt.de. Dennoch. Ab und an sind wirklich interessante Anfragen dabei. Wenn es außerdem erstmal nur um mein Feedback als Mama und Pädagogin geht und weniger darum, dass ich das jeweilige Produkt auf meinem Blog vermarkten muss, denke ich drüber nach. So dachte ich auch über die TOLLABOX nach. Versuchte ein bisschen was an Informationen zusammenzutragen. Über das Unternehmen, die Schaffer, die Idee, den Nutzen und die Inhalte einer solchen Box. Ich war mir erst nicht sicher. Saß auf der Veranda unseres Ferienhauses und fragte mich, ob das passt? Ist es mir zu pädagogisch? Geht es hier nur um eine neue ProduktIdee? Oder trägt das Konzept? Meine damaligen Überlegungen und Abwägungen hatten zum Ergebnis: Warum nicht?! Wir probieren’s aus. Seit ein paar Tagen haben wir …

Heute Abend beim InsBettGehen

“Traktor ibah, Mama.” “Hast du heute einen Traktor gesehen?” Andächtiges Nicken des Rabauken. Drei Finger schießen in die Höhe. “Dei Traktor raus.” – “Draußen?” – “Jaha.” “Du hast drei Traktoren draußen gesehen?” Wieder andächtiges Nicken mit noch größer werdenden Augen. Hallo? Wir sind gerade dabei den Winzling ins Bett zu bringen. Ich stelle die falschen Fragen, denn das Kind wird immer wacher. Waaah! “Dei Traktor raus. Hm, ibah. Weg dah.” Rabauke schaut mich fragend an. Nach dem Motto: Hast du mich verstanden, Mama? – Nein. Leider nicht. Erneuter Versuch. “Draußen hast du einen Traktor gesehen, der…” Heftiges Kopfschütteln vom Rabauken. “… Ich meine, drei Traktoren gesehen, die Gülle verteilt haben?” Kind zieht die Augenbrauen zusammen, macht ein ernstes, abwägendes Gesichtchen. “Ähm, mhm. Traktor, dei ibah. Papa nein.” Papa? Was hat denn jetzt der Papa damit zu tun? Inzwischen starren wir uns beide ratlos an. “Papa weg da.” fährt er aufgeregt fort. “Äh…” Jetzt ist es an mir zu stottern. Ich werde immer ratloser. “Papa weg dah ibah. Traktor.” Ich glaube, ich muss gleich mal den …

Lernen und lernen lassen

Hört er oder hört er nicht? Das ist die Frage, die ich mir bei dem Thema ‘Lernen und lernen lassen‘ noch immer als erstes stelle. Die Zeitleiste mal eben zurückgespult: Damals stand der U7 Termin dick im Kalender. Diese Vorsorgeuntersuchung endete mit der Diagnose ‘late talker‘; was auch immer dieser Begriff heißen sollte. Aber, ja, ‘late talker’ meint nichts anderes als ‘Spätsprecher’. Sollte der Zweijährige schon einen (Mindest-) Sprachschatz von 50 Wörtern aufweisen,…