Alle Artikel mit dem Schlagwort: PapaSein

PapaDenkt: Wege aus der Erschöpfung

In den vergangenen Wochen habe ich euch teilhaben lassen an dem, was hier gerade so passiert. Vielleicht habt ihr dadurch so großes Verständnis für nur unregelmäßige Blogbeiträge. Dafür danke ich euch sehr!! Heute öffnet der Papa einen Spalt weit die Tür zu seinen Gedanken und gewährt Einblick in sein Erleben von Momenten und seine Versuche Wege aus der Erschöpfung zu finden. Morgenroutine: Unterbrochen Montag Morgen. Die Last der vor mir liegenden Woche scheint mich bereits jetzt erdrücken zu wollen. Auf dem Weg zur Haustür greif ich mir ein gutes Buch und beschließe spontan vor der Arbeit irgendwo ein paar Minuten Ruhe zu tanken und zu lesen. Ich lenke unseren kleinen Zweitwagen, eine vorübergehende Leihgabe unserer Eltern, durch zwei abseits gelegene Dörfer und parke schließlich auf einem kleinen Wanderparkplatz. Noch bin ich der Einzige, der sich früh am Morgen hierher verirrt hat. Ich wähle aus dem Bauch heraus eine Richtung und marschiere die asphaltierte Straße entlang. Links und rechts neben dem kleinen Wirtschaftsweg wuchern Gräser, Sträucher und dank der hohen Bäume ist es noch angenehm kühl. …

BrüllFalle. Reloaded.

Könnt ihr euch daran erinnern? An die damaligen Posts zum Thema und meine TwitterHilfeschreie? Nicht zu vergessen den erstaunlichen Artikel zum Thema, der sich in einem OnlineMagazin ein paar wenige Wochen später wiederfand? Eine Zusammenschau meiner Gedanken und all eurer wertvollen Kommentare. Wenn nicht, dann bitte hier entlang. Der Rest nehme bitte Platz und mache es sich in meinem roten CyberOhrenbackensessel bequem. Aber nur für kurze Zeit, denn: Es ist wieder soweit. Wir sind am Wochenende in der Tat wieder in die BrüllFalle hineingetappt. Und zwar so richtig. Und davor bestimmt auch so einige Male… Diesmal aber in großer Klarheit. Wir wussten diesmal was gerade passierte. Waren uns der Gründe und dem inneren Vorgehen bewusst. Das Ventil allein hatten wir übersehen und ein Schwall lauter Wörter brach aus uns heraus, ehe wir aus der Situation aussteigen konnten. Zuvor bei mir, dann bei ihm. Diesmal war es den Kerlen fast egal, da sie viel mehr damit beschäftigt waren, ihre eigenen Kämpfe miteinander auszutragen. Der Große befindet sich in seiner vorgezogenen Pubertät. Der Kleine will wissen, wie weit er gehen …

LeseStoff: Die „Alles ist möglich“-Lüge von Susanne Garsoffky und Britta Sembach.

„Wer Familie leben will, muss dafür auf Einkommen verzichten und das daraus möglicherweise erwachsende Risiko selber tragen. Man kann eben nicht alles haben.“ (Garsoffky S./ Sembach B.: Die ‚Alles ist möglich‘-Lüge, Wieso Familie und Beruf nicht zu vereinbaren sind, S.162. Erschienen im Pantheon Verlag.) Stattdessen gibt es gar nichts – außer natürlich die wunderbare Familie, die einen manchmal Haare raufen lässt. Irgendwie ist diese Vereinbarung von Familie und Beruf immer, immer wieder eines meiner Themen. Ich weiß auch gar nicht so recht woran das liegt? Vielleicht an notorischer Unzufriedenheit? – Nein, stimmt nicht. Ich bin sau glücklich und unglaublich dankbar für das, was man meine Familie nennt. Niemals nicht würde ich es eintauschen wollen. Die Rahmenbedingungen würde ich manchmal gerne verändern. Zeitgerechter. Menschgerechter. Familiengerechter. Vielleicht muss ich es auch alles einfach nur handhabbarer machen. Liegt es wohlmöglich an meiner Unfähigkeit SuperMOM zu sein, weshalb ich immer wieder Schwierigkeiten in dieser Vereinbarung sehe und empfinde? – Ja, ich habe noch immer kein Cape gefunden, das mich als SuperMOM ausweist. Vielleicht liegt es also tatsächlich daran? Ich sollte das ändern. …

NotfallSurvivalKit

So sieht es also aus: unser NotfallSurvivalKit. Ein Haufen verschiedener BrüllFallenSituationen, die Eltern schon mal den Kopf verlieren lassen können. Oder zumindest einen Haufen Haarbüschel. Um diesem Phänomen ein wenig entgegenzuwirken, entstand die Idee mögliche schwierige ElternKindSituationen, liebevoll als TerrorMomente bezeichnet, zusammen zu stellen. Aber nicht nur das. Auch mögliches Scheitern und vor allem eine positive Erfahrung die Situation anders, viel positiver mit dem Kind zu meistern, wurden gesammelt. Dabei entstand dieses NotfallSurvivalKit verschiedener BloggerInnen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei euch allen für eure Zeit, euer Schreiben und Nachdenken, aber vor allem für euer SuperMama- und SuperPapaSein bedanken. Ihr macht einen großartigen Job da draußen! Acht Blogger waren dabei und vielleicht hat die ein oder der andere bloggende Leser Lust auch noch mitzumachen. Dann haut in die Tasten, beschreibt eure zündende Idee um in so einer TerrorSituation den Kopf zu behalten. Gerne könnt ihr euren Beitrag mit diesem Kit verlinken und uns hier einen Kommentar hinterlassen, um mitlesen zu können. Los geht’s. amberlight berichtet auf ihrem fast gleichnamigen Blog über allerhand Kreatives, rezensiert Bücher und berichtet vom Umbau des Vierseithof. Nachhaltigkeit und Verantwortungsgefühl …

Die BrüllFalle. Teil2

Inzwischen sind wir zu mehreren in unserem Haushalt. Und wenn ich schreibe, dass es sich bei unserem Haushalt, um einen KulturHaushalt handelt, dann meine ich das auch so. Aus tiefster Seele. Morgens Zirkus und abends Theater. Aktuell fast jeden Tag. Ganz umsonst. Na ja, nicht ganz, meine Nerven schwinden schon ab und an, werden zumindest reichlich überstrapaziert und abgenutzt. Daran dass ich eine Über:Mama sein soll, kann es eigentlich nicht liegen. Wie im Teil1 beschriebene Situationen herrschen hier momentan regelmäßig. Leider kann ich noch nicht einmal sagen, woher dieser Umstand rührt. Vielleicht an unserem Zuwachs? Vielleicht an sowas wie einer vorgezogenen Pubertät? Ich könnte jetzt sagen, dass eines meiner Kinder vielleicht auch seine Grenzen testen möchte. Aber will es das wirklich? Will es vielleicht einfach nur sein und ich habe einfach einen falschen Blick auf das alles? In meiner Not habe ich folgendes vor ein paar Tagen gewittert: So. Wer kann mir ein Jesper Juul #Buch empfehlen? Und am besten gleich sagen, wie das ohne „Wenn…dann“ funktionieren soll? 1/2 — rage (@mamadenkt) 6. März 2015 …

Die BrüllFalle. Teil1

Habt ihr schon mal von ihr gehört? Ich bis vergangenes Wochenende nicht. Aber, ich kenne das hier und damit vermutlich auch die BrüllFalle: „Justus halt. Hör bitte auf durch die Wohnung zu rasen. Du fällst und knallst mit dem Kopf gegen die Fliesen.“ Das Kind rast weiter durch die drei Zimmer. Einmal quer durchs Wohnzimmer, in die Verlängerung durchs Esszimmer bis in die Küche, wo die Spülmaschine mit weit geöffnetem RiesenMaul, ich meine geöffneter Tür steht. Ein kleiner Sprung und zack! das Kind sitzt im Spülraum. Mit leicht erhobener Stimme: „Justus. Hör bitte auf so wild durch die Wohnung zu laufen. Du sollst dir deinen Schlafanzug suchen. Ich helf dir auch beim Anziehen.“ Doch: Keinerlei Reaktion. Das Kind macht kehrt, rennt den Weg zurück, stolpert und schliddert quer über den Laminat des Wohnzimmers, wild kreischend und vor Freude gackernd. Tiefes Durchatmen und schnelles Durchdenken, was kann ich als Strafe androhen? Keine Süssigkeiten mehr? Kein Kuscheln beim KassetteHören? Kein Fernseh? Kein iPad?… Was denn bloß? Das Kind kommt erneut in die Küche gerannt. Ähnlich schnell, ähnlich …

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Wieso nicht? Schließlich wurden und werden ganz viele Rahmenbedingungen geschaffen, um Frauen beides zu ermöglichen. Betreuung der Jüngsten in Kindertagesstätten. Lukrative Arbeitsbedingungen nach Vereinbarung und Absprache. Der Kombination von Familie und Beruf sind keine Grenzen gesetzt. In vielen Fällen. Ich meine, es gibt doch wirklich viele Frauen, die die KarriereLeiter trotz der drei „Elternzeitmonster“ emporklettern können. Die sich als attraktive Unternehmerinnen, Führungsfiguren und Karrierefrauen herausstellen. Wer diesen Blog kennt, nimmt mit Sicherheit den leicht skeptischen Untergrund meiner Worte wahr. Aber lasst es euch gesagt sein: Ich meine die Sätze oben wirklich ernst. Genauso, wie ich der Meinung bin, dass es hier um zwei Paar Schuhe geht. Ich bestreite nicht, dass es JobAngebote gibt, die den Frauen in ihren familiären Kontexten entgegenkommen. Ich bezweifel auch nicht, dass jede Frau sehr individuell entscheiden sollte, welche Socken sie trägt, welche Zahnpasta sie benutzt und für welche familiären und beruflichen Aufgabenbereiche im Alltag sie sich entscheidet. By the way: Dasselbe gilt doch nicht weniger für den Mann; doch darum geht es hier gerade gar nicht. Aber diese Stimmung, dass uns Frauen alles möglich …

Tiere essen von Jonathan Safran Foer

Eine Oma. Ein Vater. Ein erstes Kind. Ein Stück Fleisch. (Pardon ein Stück Tier.) Wollte ich den Titel von Safran Foers Buch in zehn Worte fassen, würde ich diese wählen. Das Buch ist mir bei der Suche nach anderen Büchertiteln auf verschiedenen Seiten im Netz begegnet. Als zu guter Letzt das Apfelmädchen und sadfsh das Buch in ihrem Blog erwähnten, machte ich mich in unserer Bücherei auf die Suche. Via Fernleihe hatte ich es schließlich hier liegen und begann zu lesen. Worum es zunächst also geht: Jonathan Safran Foer beginnt sein Buch damit, dass er beschreibt, wie er sich schon ein Leben lang mit dem Essen oder auch nicht Essen von Fleisch auseinandersetzt. Mal war er Vegetarier. Dann wieder nicht. Dann wieder abstinent, um einige Monate oder Jahre später zumindest Fleisch aus artgerechter Tierhaltung zu verzehren. Er beschreibt, dass er schon einige Phasen des Verzichts und Genusses hinter sich hat. Als sein Sohn zur Welt kommt, ändert sich plötzlich alles. Jetzt will er es wissen. Er begibt sich auf eine Reise, eine Suche und nicht …

ElternvomMars – BlogEntdeckung (7)

Diesen Blog habe ich schon vor ein paar Wochen entdeckt und finde, er ist wieder einmal ein kostbares Fundstück. Annas Blog trägt den Namen ElternvomMars und ist genau das, was ich mir unter einem ElternBlog mit viel viel Mehrwert für Mama, Papa, Kind vorstelle. Leider weiß ich gar nicht mehr, wie ich auf ihren Blog gestoßen bin. Aber ich bin so dankbar, sie, ihre Ideen und Experimente entdeckt zu haben. Bei ElternvomMars geht es viel um Montessori, SpielIdeen für die ganz Kleinen und das, was Mama und Papa im Abenteuer Alltag bewegt. Anna dokumentiert, wie sie die MontessoriPhilosophie in den kleinen und großen Dingen des Alltages versuchen einzubauen. Zwischendrin findet man mal eine MamaChallenge und viele, viele schön anzuschauende Fotos. Seit Monaten sammel ich bei uns Zuhause KaffeeDosen und Eisstiele, um sie zu einem Spielzeug fürs Kerlchen upzucyceln. Da lande ich auf ihrem Blog und entdecke, dass das eine zur MontessoriPhilosophie passende SpielIdee sein könnte. Dann gibt’s da in meinen Gehirnwindungen noch die Idee mit den FühlBuchstaben, den FühlSack mit AlltagsGegenständen,… all diese Überlegungen fliegen …

Grummel Griesgram und Regina Regenbogen

Auf dem Weg zur Arbeit. Regina kratzt das Auto frei und schippt Schnee. Griesgram packt Taschen und beginnt mit Fenster frei kratzen. Griesgram: „%§&$)()&/“%§. Die Türen sind zu. Eingefroren. „%/&%$?(/&“ Regina schippt zuende und kommt dazu. Viele „%&$§“%?(&$. Sch…Auto.“ folgen. Über 30 Minuten, einen Fön, eine Kabeltrommel, Frostschutzmittel und weiterem Geschimpfe später. Griesgram: „Oh. War noch nicht entriegelt.“ Regina: „§$%&)!!“