Alle Artikel mit dem Schlagwort: Geld

Minimalismus. Haushaltskasse (4)

So, einige Zeit ist es nun schon her, als es meinen letzten Minimalismus Haushaltskasse (3) – Post zu lesen gab. In den letzten Wochen hat sich viel getan, was unsere Finanzen angeht. Doch bevor ich näher darauf eingehe, möchte ich noch ein paar grundlegende Gedanken festhalten. Experiment Haushaltskasse Für unser Experiment Haushaltskasse gibt es nicht den einen Grund, der uns dazu bewegt hat, unsere Finanzen genauer, sprich im Sinne des Minimalismus in den Blick zu nehmen. Wenn erstmal alle möglichen Sachen veschenkt, verkauft und weitergegeben wurden, kommt irgendwann der Punkt, an dem a) auch andere Dinge aus dem Blickwinkel des Reduzierens gesehen werden (, wie z.B. Beziehungen, Bekanntschaften, Freundschaften, Versicherungen, Lebensmitteleinkäufe, Energie oder auch Aktivitäten, mit denen wir meinen unseren Alltag füllen zu MÜSSEN.) und b) man sich dem Gedanken ausgesetzt sieht, “Was muss geschehen, damit nie wieder so viel Zeug zurück ins Haus, in die Wohnung oder in das WG-Zimmer findet?” Auf diese Weise fiel unser Blick unter anderem auf das Geld, das wir im Monat als fünfköpfige Familie ausgeben. Haushaltsbücher, diverse Apps oder …

Minimalismus. Haushaltskasse. (3)

Also gut. Anfang Juli haben wir mit diesem Projekt begonnen. Wirklich erfolgreich waren wir nicht. Unser Einkaufen und Geld ausgeben war total durcheinander und wüst. Das liegt vermutlich auch an unserer aktuellen, chaotischen Lebenssituation. Normalerweise bin ich diejenige, die das Geld für Lebensmittel und Körperpflegeprodukte besorgt.  Da wir aufgrund unserer akuten Erschöpfungssituation beide Zuhause sind und der Mann sich ab und an “unbedingt nützlich machen” möchte,  gibt er eben auch mal Geld für Windeln oder Brot vom Bäcker aus. #Haushaltskasse im August Diesen Monat versuchen wir es anders. Das Abheben von soviel Geld ist diesen Monat ungünstig, weil wir viel unterwegs sein werden. Also muss was anderes her. 500,- € für 5 Mann? Seit dem 01.08. tippe ich sehr diszipliniert jegliche Ausgabe in mein Handy.  Das ist meistens aus, aber ich habe es immer dabei, wenn mal was sein sollte und da ich fortwährend Fotos und Momente festzuhalten versuche. Der Taschenrechner und auch die Notizen lassen sich auch ohne Empfang bedienen. Mein Ziel ist, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie schnell wir als fünfköpfige Familie …

Minimalismus. Haushaltskasse. Ein Projekt. (2)

Mehr als zwei Wochen hat es schon lange nicht mehr gedauert, dass es hier Neues zu lesen gab. Leider bedeutet das auch nicht, dass nichts los sei und wir uns fundamental langweilen würden. Aber dazu vielleicht in einem anderen Post mehr. Dafür muss ich erst noch ein wenig Kraft sammeln, um davon zu erzählen. Hier geht es um unser aktuelles Projekt: Minimalismus in der Haushaltskasse. Was waren nochmal die Vorgaben? * möglichst ohne Karte und nur bar zahlen * mit nur 500,- € diesen Monat auskommen * ein Haushaltsbuch führen Bevor ich auf die einzelnen Punkte eingehe: Es mag beim Lesen scheinen, als wenn wir nichts erreicht hätten. Ich schließe mich jedoch der Einschätzung eines Bloglesers an: Wir haben Erfahrungen gesammelt, mit denen sich arbeiten lässt. Nur nicht unter Druck setzen, denn das passt hier gerade gar nicht in unseren Familienalltag, der von massiven Erschöpfungszuständen gekennzeichnet ist. Ohne Karte – bar zahlen Ich muss sagen, auch wenn wir keine der Vorgaben zu 100% erfüllt haben, so sind wir dieser doch am nächsten gekommen. Heute ist …

Haushaltskasse. Minimalismus. Ein Projekt.

Es ist ungefähr ein Jahr her oder doch schon zwei? Damals ging es darum als Familie den Rest des Monats mit 100,- € klarzukommen. Anfang des Jahres kam dem Mann die Idee, mal nur mit Bargeld zu zahlen. Es gab und gibt viele Gründe nicht mit Karte zu zahlen. Das stellte sich sowohl im Selbsttest als auch durch die Gedanken und Meinungen vieler anderer heraus. Klar, nicht unbedingt neu und auch nicht verwunderlich. “Mit Karte, bitte.” Dennoch gestehe ich, dass es mir viel leichter fällt mal eben mit Karte zu zahlen, als vorher zur Bank zu fahren, Kinder aus dem Auto mit zum Automaten zu schleppen, Geld zu holen, Kinder wieder zurück ins Auto packen und dann erst einkaufen fahren. Es ist umständlich und erfordert für mich eine genauere Planung und Vorbereitung. Zum Beispiel dann Geld zu holen, wenn ich alleine unterwegs bin, aktuell eigentlich kein Geld brauche, aber vermutlich drei Tage später, weil dann Wochenmarkt oder Wandertag der Schule ist. In den vergangenen Wochen hat uns das Ordnung schaffen, der damit einhergehende Minimalismus und …

Vatertag

“Und? Was macht ihr so am Vatertag?” – Mama sein. Papa sein. Kinder sein. Ich weiß es auch nicht. Dieser Artikel wird vermutlich ein ins Unreine geschriebene Zeitzeugnis meines Daseins werden. Vielleicht ist das hier auch lediglich PsychoHygiene. Ich weiß noch nicht einmal, womit ich als erstes anfangen soll. Da ist das Gefühl: dass mein Einsatz als Mutter von der Gesellschaft nicht im geringsten wertgeschätzt wird. Männer und Frauen, die es als selbstverständlich ansehen, dass ich unendgeltlich tagein, tagaus rotiere. Schließlich wollte ich ja die vier Kinder. Dafür auch noch finanziellen Ausgleich zu fordern, ohne “beruflich” tätig zu sein, ist doch schon reichlicht dreist. Ok. Dann ist da in einem Nebensatz die Feststellung aus einem Buch – zu dieser Problematik “Vereinbarung von Familie und Beruf” – seit wann der Beruf der Hausfrau existiert. Wie kann es einen Beruf geben, der nicht als solcher charakterisiert ist? Was kennzeichnet denn bitte schön einen Beruf. Eine dazugehörige Ausbildung? Oder ein Gehalt? Bitte, was? Was meint der Duden? Aaaah, eine Tätigkeit, mit der jemand sein Geld verdient. Ich kriege kein …

LIEBSTER Award Nominierung – oder ich lasse mich hinreißen zu antworten

Ich glaube, es ist das erste Mal, dass ich mich auf einen dieser Awards, dieser KettenBriefe einlasse. Bislang habe ich sie meist kategorisch abgelehnt. Habe mich geweigert an “sowas” teilzunehmen. Dieses Mal gefielen mir die Fragen jedoch gut und weil es die MinimaMusen waren, die mir diese Fragen gestellt haben… gibt’s auch ein paar minimalistische Antworten. Danke ihr 4! Gab es für Dich einen ausschlaggebenden Moment, zum Minimalisten zu werden – eine Art Urszene? – Der Anblick 3er mit Kram zugestellter Räume. … und gibt es für Dich ein Vorbild in Bezug auf Dein minimalistisches Bestreben? – Nein. Meine Vorbilder suche ich mir irgendwie anders. Zum Beispiel Aibileen aus dem Buch The Help von Kathryn Stockett. Was machst Du mit den Dingen, die überflüssig geworden sind? Verkaufen? Verschenken? Wegschmeißen? – Verschenken, tauschen, verkaufen, upcyclen, wegschmeißen. Auf was möchtest du nicht verzichten? – Ich verzichte sowieso nicht. Wann und warum hast Du Dich das letzte Mal reich gefühlt? – Sonntag. Als wir feststellten auf und über was wir uns gerade alles freuen. Was ist Luxus für dich? – Eine …

100€uro in 10 Tagen (3)

Die zehn Tage sind inzwischen rum und es war… Ja, was war es denn eigentlich? Witzig, schön, nachdenklich stimmend, abenteuerlich, die Stirn in Falten legend, nervig, ärgerlich, erhellend, beruhigend, herausfordernd, fröhlich stimmend. Was es nicht war: peinlich, verzweifelt, erdrückend, gewöhnlich, langweilig. Wir mussten Kekse gegen Wegwerfwindeln tauschen. Denn: Ja, wir benutzen Stoffwindeln, aber prompt jetzt, wo es auf einen trockenen Hintern ankam und WWWindeln ausgegangen, bekam der kleinste Kerl Ausschlag. Da aber nur noch 4,80€ im Budget waren… Also haben wir getauscht. Ging gut. Es gab viele Situationen, in denen ich gedacht habe “Hoffentlich geht das gut.” oder “Was machen wir, wenn wir am Mittwoch kein Geld mehr haben?” Ich muss an dieser Stelle nochmal gestehen, es gab das zur Seite Gelegte oder GeburtstagsGeschenkGeld, das wir immer in der Hinterhand hatten. Aber ich wollte einfach nicht dran gehen. Es hat geklappt. Mal haben wir anschreiben lassen, allerdings fiel das Zahldatum noch innerhalb des besagten Zeitraums. Von daher hat mir das persönlich lediglich einen besseren Überblick gegeben, damit die 100€ wirlich ausreichen. Wir wurden in dieser …

100€uro in 10 Tagen (2)

Junge, Junge. Wir stecken noch voll in unserem Projekt. Aktuell denke ich darüber nach, wofür wir die zur Verfügung stehenden knapp 10€ verwenden sollen? KloPapier oder Bananen? Geburtstagsgeschenk oder Brötchen vom Bäcker? Ihr seht anhand der Wahlmöglichkeiten es geht uns nicht schlecht. Die Situation ist nicht bedrohlich und in keinster Weise so radikal, wie ich sie mir vor einer Woche vorgestellt habe. Da die Idee und Entscheidung für dieses Projekt relativ kurzfristig getroffen wurde, war unsere Vorratskammer nicht wirklich vorbereitet. Das macht das ganze Unterfangen lediglich ein wenig authentischer; finde ich. Beim Kuchen backen für die Schwiegereltern wurden die Mehl- und ÖlReste aufgebraucht. Vom Reis gibt es inzwischen auch nur noch eine handvoll und ich bin wirklich richtig froh, dass gestern unsere GemüseKiste hier eingetroffen ist. Randvoll mit frischem Gemüse werden wir die letzten Tage dieses Projekts gut hinter uns bringen; denke ich. Dazu wechseln Kartoffeln, Hirse, Nudeln und Couscous als Beilage den Platz auf unseren Tellern. Zwei ‘bewusst zugelassene Ausrutscher’ gab es allerdings in der vergangenen Woche. Zwei Momente, in denen mein Mann entschieden …

100€uro in 10 Tagen (1)

Über Geld spricht man nicht. So hallt es mir immer noch in den Ohren. Aber wieso denn eigentlich nicht? Das habe ich noch nicht so richtig verstanden. In Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrise wird so viel über Geld lamentiert. Über die großen Gelder. Die fließen. Oder auch nicht. Da will keiner hören, wenn ich von unserem FamilienGehalt anfang? Außerdem scheint ja sowieso jeder zu wenig Geld zur Verfügung zu haben. Wie gut, dass Unternehmen sich daran anpassen und ich für nur 12,50€uro im Monat mir eine neue Waschmaschine leisten kann. Und den Flachbildschirm. Und das neue EntertainmentSystem für TV und Internet… Vorweg: Ich fühle mich an keiner Stelle auch nur annähernd arm. An wirklich keiner Stelle. Wir sind so reich; nur nicht an Geld. (hihi) Und trotz des Reduzierens, Verschenkens, Entrümpelns, wird dieser Reichtum scheinbar immer größer. Als Familie befinden wir uns von der Armutsgrenze, die sich aus dem NettoÄquivalenzeinkommen ergibt, gar nicht mal so weit entfernt. Und dennoch: Ich fühle mich wirklich reich. Als diejenige, die hier den FamilienAlltag “am Laufen hält”, stört es …

Lesestoff: Der Geist von Occupy von Charles Eisenstein

Keine Forderung kann groß genug sein. Dieser UnterTitel hat mich eigentlich am meisten angespornt, das Buch möglichst bald zu lesen. Denn ist es nicht so, dass wir uns nur mit dem Besten zufrieden geben sollten, wenn es um diesen Planeten, die Schöpfung und das Leben in seinem Kern geht? Ich glaube wir haben es verlernt und geben uns recht schnell mit viel weniger zufrieden als eigentlich nötig. Nennt mich Idealistin, aber ich komme mehr und mehr an den Punkt zurück, dass ich mich nicht mehr mit “KleinScheiß” zufrieden geben möchte. Worum es geht: Das Buch ist unterteilt in zwei große Kapitel. Das erste trägt die Überschrift “Keine Forderung kann groß genug sein” und beschreibt den Geist von Occupy. Eisenstein stellt die 99% der Menschen  dem 1% einer vermeintlichen wirtschaftlichen FührungsRiege gegenüber, die mit Kapital jongliert, das ihnen eigentlich gar nicht gehört, das mitunter gar nicht existiert. Wenn es um eine Forderung geht, fasst er sehr schön zusammen, dann die, dass dieses 1% aufwacht. Denn das Spiel ist fast zuende. Es gibt nicht mehr viel Zeit, …