Alle Artikel mit dem Schlagwort: Verantwortung

Lesestoff: Befreiung vom Überfluss von Niko Paech

Während ich die Überschrift des neuen BlogPosts in meine Tastatur hacke, frage ich mich: Wo wurden die Tasten eigentlich hergestellt? Die weißen kleinen Vierecke, auf die meine Finger hämmern? Welche Seltenen Erden wurden für das InnenLeben meines Computers verwendet? Und wenn nicht für den, dann zumindest für mein Smartphone? Das Gerät, auf dem ich elegant mit den FingerKuppen hin und her slide. Wie werden diese Seltenen Erden gewonnen? Was, wenn demnächst das noch bessere Gerät auf den Markt geworfen wird? “Sichere dir jetzt dein nagelneues XYZ und sei einer der Ersten, die die neueste Innovation von ABC in Händen hält.” Brauche ich eigentlich je wieder ein solches Gerät, sollte meines nicht mehr funktionieren? Denn eigentlich würde ich auch ohne auskommen, oder? Jedes Teil, das ich konsumiere, raubt mir gleichzeitig ein Stück meiner Zeit. Will ich das also konsumieren? Hab ich noch Zeit zum Konsumieren? Oder bin ich zu sehr mit Anschaffen und Horten beschäftigt, als dass ich einen solchen Gegenstand auch vollends nutzte? Wenn ich jetzt die Drogerie betrete, dann fallen mir bunte Eier, FrühlingsTee …

wegwerfen oder wiederverwerten?

Manchmal komm ich mir vor wie ein Murmeltier. Nicht, dass ich Winterschlaf machen müsste – zumal es dieses Jahr ja irgendwie keinen Winter gegeben hat. Mal noch nicht. Aber der Klimawandel ist ja sowieso nur ein Hirngespinst einiger Wissenschaftler… Jedenfalls sind wir mal wieder – und hier grüßt das Murmeltier täglich – dabei unser letztes verbliebenes Archiv zu reduzieren. Und immer wieder oder weiterhin stehe ich vor der Frage, was machen: Weg damit? Oder wiederverwerten? Das würde dann natürlich bedeuten, einen gewissen Teil an Kram weiterhin in Kisten und Schränken zu verwahren. Zerrissene Klamotten, wie zum Beispiel meine vorgestern aussortierte zweite Jeans. Ja, ich hab jetzt nur noch eine. (Das wird was werden.) Ich könnte daraus ja vielleicht was anderes nähen? Wenn ich das Nähen mit der alten Maschine meiner Oma mal gelernt habe… Upcycling betreiben. Wäre doch ne Idee, oder?! Vielleicht ließe sich aus der hässlichen PferdeDecke ja eine bunte T-ShirtJeansPatchworkDecke machen? Oder kürzlich hat mir einer der Kerle alle Schüsseln und Auflaufformen aus dem Küchenregal gezogen. Zwei sind dabei zerbrochen, so dass ich …

SINN Magazin

Irgendwann letztes Jahr im Sommer stolperte ich über ein in der Entstehung begriffenes Magazin: das SINN-Magazin. Mich haben das Thema und die geplanten Inhalte damals wie heute sehr interessiert und ich bin immer und immer mal wieder auf das dazugehörige TwitterProfil und die Internetseite gesurft… Allerdings regte sich da für mich, als MagazinEndLeser, erstmal nicht so viel. Irgendwann im Spätsommer hatte ich schließlich vergessen weiterhin nachzuschauen und das Magazin erstmal nicht mehr auf dem Schirm. Prompt in diesem Zeitraum wurde dann die erste Ausgabe veröffentlicht! Bam! Ich hab’s nicht mitbekommen. Lange Rede kurzer SINN. Ich wurde vor ein paar Wochen angeschrieben, ob ich nicht mal reinlesen und gegebenenfalls einen BlogArtikel verfassen wollte?!!? Bitte? Klar! Mit der Einschränkung, dass mir das Magazin zusagte, ließ ich mich drauf ein. Und liebe Leser: Es ist toll! In der ErstAusgabe geht es um Themen, die mich seit Monaten umtreiben und für die ich  teilweise noch keine Lösung habe finden können. Da ist die Sache mit dem Dosenfutter bzw der Gedanke mich und meine Familie aus meinem eigenen Garten zu versorgen, …

Wir haben es satt

Kennt ihr sie schon? Eine Möglichkeit von vielen politisch zu werden. Am 18.01.2014 findet in Berlin die 4.Wir haben es satt!-Demonstration statt. Worum es geht? Die Demo richtet sich gegen AgraIndustrie. Anstelle dessen setzen sich die Menschen hinter dieser Demo für gutes Essen und für eine gute Landwirtschaft ein. Und zwar für alle. Viele tausend Menschen werden in Berlin auf die Straße gehen. Was sind konkrete Inhalte?  * der Hunger von Millionen von Menschen auf dieser Welt * Höfe in Deutschland, die vor dem Ende ihrer Existenz stehen – jedes Jahr wieder * gigantische Importe nach Deutschland – nötig?? * 40 Mio. geplante neue Mastplätze für Hühner und 2,5Mio für Schweine – TierFabriken (Wer wird’s essen? Vermutlich wird es exportiert.) * AntibiotikaResistenzen aufgrund des Einsatzes in der Tiermast * das TTIP (transatlantische FreihandelsAbkommen) zwischen EU und USA (Nichts von mitbekommen? Könnte sein, dass es an den Verhandlungen hinter verschlossenen Türen liegt.) Hier findet ihr ein paar mehr Infos, wenn ihr bislang noch nichts davon gehört haben solltet. * Saatguthandel (drei Unternehmen kontrollieren etwa die Hälfte dieses Handels …

Bäm!!! The next… thing

Vor ein paar Tagen lag in unserer Wohnung eine aktuelle t3n – we love technology. Dabei handelt es sich um ein web 2.0 Magazin. Als ich meinen Mann fragte, wie ich den Inhalt des Magazins umschreiben könnte, meinte er: “Phew… Als web 2.0… Nee warte…” Ich wartete, während er sich die Zeitschrift nochmal zur Hand nahm, in ihr blätterte und sagte: “web und tech-SzeneMagazin.” Was das jetzt heißt? Für all diejenigen unter euch, die keinen direkten Kontakt zu Informatikern, Werbeagenturen oder Content Management Systemen haben – oder mit jemandem dieser Spezies liiert sind – : Es handelt sich um eine Zeitschrift, die viermal im Jahr versucht, die geballte Ladung an neuen Startups, responsive Webdesigns, Facebook-Marketing, 3D-Drucker, Web-Geeks, Vorstellung effizienter Programme oder Maßnahmen, wenn es um den Erfolg im Internet geht, Internet generell, bedeutende SzeneEvents und all die Themen drumherum zusammenzustellen. Ja. Eigentlich eine Zeitschrift, die den Experten und TechSzeneInteressierten vorbehalten ist und auch nur an den Arbeitsplatz meines Mannes geschickt wird, weil es passt. Eigentlich nicht mein Metier. Als ich ihn fragte, warum er die …

Meistens ist es später als man denkt.

Hier der ins Thema einleitende Artikel von GastAutor_in maybee. Wenn ihr mehr zur Problematik mit den Daten lesen wollt, dann herzliche Einladung in den Lesekreis. Unabhängig von der juristischen Bewertung seiner Handlung ist eine Sache bemerkenswert: Ein Junger Mann gibt seine Freunde, Familie und seine Arbeit auf, um der Welt etwas mitzuteilen. Welche Nachricht wäre für euch von so immenser Bedeutung, dass ihr beschließt ab morgen ein völlig ungewisses neues Leben zu beginnen und mit allem alten zu brechen, damit diese eine Nachricht gehört wird? Wieso hat er das getan? Warum waren wir alle ihm das wert? Fragen, die man sich stellen sollte. Sicher ist, dass die Protagonisten aus der Nachricht unzufrieden sind, mit der Aufmerksamkeit die ihnen durch Edward Snowden zu Teil wurde. Aber wie ist es mit den Statisten? Jenen Spielbällen der Protagonisten. Jenen Dauerüberwachten. Jenen für die Edward Snowden dieses Opfer gebracht hat? Können die davon ausgehen, dass mit den kommenden Wahlen endlich Schluss gemacht wird mit schrankenloser Geheimdiensttätigkeit und grundloser Überachung von eigenen Bürgern? Können wir davon ausgehen, in Zukunft regelmäßig …

Mündigkeit

Immanuel Kants Definition von Aufklärung lautet: “Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.” Im Zuge unserer ErnährungAufdenKopfstellAktion, unserem derzeitigen Reduzieren und den alltäglichen Entscheidungen fiel mir dieses Zitat aus der Oberstufe in den letzten Wochen irgendwann ein. Ich fand das erstmal sehr erstaunlich. Schließlich liegt diese Unterrichtsthematik schon einige Jahre zurück. Abgesehen davon fand ich Kant damals nicht unbedingt einfach. Und heute auch nicht. Auch wenn ich damals wie heute feststelle: Er hatte Recht. Zumindest mit diesem Satz. Was mich allerdings aktuell gefangen nimmt, ist die Vermutung, dass wir uns in die Unmündigkeit zurückbegeben. Oder immer noch in ihr befinden? Haben wir unsere Mündigkeit überhaupt jemals in Anspruch genommen? Ich mag die Schwarzmalerei nicht. Daher gehe ich davon aus, dass wir mal mündig gewesen sind. Wir uns also in sie zurückbegeben. Ein Teil unserer heutigen Gesellschaft bedient sich seiner Mündigkeit leider nicht. Sie lässt ihn sich abnehmen, delegiert sie an andere oder ist sich ihrer gar nicht bewusst. Das ist ein Problem. Denn …

Buch und DokuTipp sowie Entschuldigung. #veggie

Um sich der Thematik des TiereEssens mal zu stellen hier ein BuchTipp und ein DokuHinweis: “Tiere essen” von Jonathan Safran-Foer oder auch diese Doku auf arte, die es stellenweise in sich hat, jedoch einen Einblick in die Problematik gibt. Es geht nicht nur um Fleisch essen, ja oder nein? Es ist nicht nur ein Lifestyle, der jetzt gerade in manchen Großstädten in Form veganer Supermärkte boomt. Es geht nicht nur um gesund, ja oder nein. Es geht um politische Entscheidungen auf Kosten von Menschen. Es geht um wirtschaftliche Konstrukte, an denen festgehalten wird, die gepushed werden, weil es jetzt den Status sichert. Es geht um Missbildungen bei Kindern. Kinder, die aufgrund eines immensen PestizidEinsatzes sterben oder denen das Gehirn vorne aus dem Gesicht wächst. Nicht bei uns. Aber macht es das weniger grauenhaft? Es geht um GrundwasserVerunreinigungen und ja, es geht auch um TierQuälerei. Nicht zuletzt geht es um unsere Mündigkeit. Immanuel Kant hat vor langer Zeit mal gesagt: “Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Undmündigkeit ist das Unvermögen sich seines …

Billigklamotten im KleiderSchrank?!!

Aus aktuellem Anlass hier mal ein paar Gedanken zum Thema Billigklamotten – Bangladesh – MEIN Kleiderschrank. Letzte Woche noch wurde ich gefragt, welche fairen ModeLabels ich denn so kenne? Ich hatte damals eine Liste der Shops und mir bekannten Labels versprochen, bin aber noch nicht dazu gekommen sie mal zusammenzutragen. Die gestrige Sendung zum Thema muss einige Zuschauer sehr frustriert haben. Ich selber habe sie nicht gesehen und will mich daher nicht zu dort gemachten Äußerungen, die ich bei Dritten nachgelesen habe, positionieren. Was mir allerdings ein Anliegen ist: Es gibt die Möglichkeit sich mit fair produzierten Kleidungsstücken zu kleiden, die sogar bio sind. Ich mache das jetz seit einem halben Jahr und habe einen sehr genauen Überblick, wieviel ich für Kleidung ausgegeben habe: 105,90€. Und wie viele Textilien, ich gekauft habe. Als ein TextilfabrikBrand letztes Jahr (Ende November) in Bangladesh erstmals groß von den Medien aufgegriffen wurde, habe ich 1. beschlossen keinerlei Kleidung mehr zu kaufen, die nicht fair produziert und bio ist. 2. entschieden die Kleidung in meinem KleiderSchrank zu tragen und upzucyclen, …