Alle Artikel in: MamaSein

Angstbewältigung mit Kindern

Ich weiß nicht, wie es euch beim “Kinder haben” so ergeht. Ich hoffe die meiste Zeit sehr gut! Denn neben den wunderbaren Momenten, dem ersten Lächeln, Greifen oder auch den ersten Monologen gibt es auch immer die Augenblicke, auf die Eltern gut und gerne verzichten können wollten und würden. Sei es nun 40°Grad Fieber oder die über den Kopf gezogene Schaufel im Kindergarten oder auch das “Gedisse” in der Schule. Alles bedeutet als Eltern bedacht einzuschreiten, zu begleiten – je nachdem, was die Situation erfordert. Doch nicht nur das. Wir handeln oder nicht-handeln nicht nur. Häufig ist der Aktion ein Gefühl vorangestellt. Manchmal bemerken wir gar nicht, was es ist, was uns da handeln lässt. Manchmal bekommen wir gar nicht mit, welche Emotion aus der Vergangenheit da hoch kommt und uns dies oder das als Lösungsidee dem Kind vorschlagen lässt. Vor allem im schulischen Bereich bemerke ich, wie sehr ich mein Handeln und Reagieren bedenke und auch bedenken muss, um meinen Kindern den Raum für eigene, neue und vor allem auch andere Erfahrungen zu ermöglichen. Nichtsdestotrotz …

Termine. Termine. Termine.

Ach du meine Güte. Ich sitze hier und weiß gar nicht, wie ich diesen Blogpost nennen soll. Es ist 21:45Uhr. Ich fühle mich, wie sonst so um 23:20Uhr und wie man sich eigentlich erst so ab 02:50Uhr fühlt, wenn die letzte WachEnergieschubPhase so ganz abgeklungen ist. Dabei war das vermutlich einfach nur ein Tag, wie es jede andere – vielleicht auch der ein oder andere –  immer erlebt?!? Ich weiß es nicht. Ich zieh jedoch den Hut vor euch! Für mich ist das nichts. Ich muss mir ganz schnell was überlegen, Herrin der Sache zu bleiben. Der Sache, die man Leben nennt. Mein Alltag hat mich heute so bestimmt, wie schon lange nicht mehr. Und nur die Tatsache, dass ich mich hab überraschen lassen, eins nach dem anderen angegangen bin, lässt mich jetzt nicht gaga sein, sondern relativ klar. Zu schnell waren mir die letzten 16 Stunden dennoch. Schule, Kiga, Baby. Bücherei – geschlossen. Sockeneinkauf. Essen kochen, krankes Kind bespaßen, Baby stillen, zufüttern, Mittagessen, Therapiestunde, einkaufen, Hausaufgaben, Snack, Sportkurs, Baustellenfragen abklären, Abendbrot, Kinder ins Bett bringen, …

Mama, du bist sooo schön!

Es ist noch gar nicht so lange her. Ich stand in den Verkaufsräumen einer größeren Supermarktkette und man, ich meine, frau fragte mich, ob es denn schon wieder so weit sei? Der Blick ging von meinem Gesicht über meine Brust hin zu den Rückständen meiner letzten Schwangerschaft. Man muss dazu sagen, dass ich bei jeder meiner Schwangerschaften meinen Bauch komplett nach vorne getragen habe. Halt! Muss man das? Muss ich das sagen? Mein Blick folgte dem ihren. Meine Hand tastete peinlich berührt diesen “Rest”, diesen durchaus großen Rest an Bauch und ich schluckte. Innerlich merkte ich, wie eine Tür zu ging und ich einfach nur noch fort wollte. Immer wieder erwische ich mich, wie ich vor mir oder dem Rest der Welt rechtfertige, warum ich so aussehe, wie ich nun einmal aussehe. “Von hinten hat man mir mein Schwangersein nie angesehen. Doch wenn ich mich dann innerhalb eines Türrahmens umdrehte, kam kein anderer vorbei und ich war das Doppelte, wenn nicht sogar das Dreifache meiner selbst.” – Die Standardentschuldigung für mein Äußeres. Das ist doch …

LeseStoff: Die “Alles ist möglich”-Lüge von Susanne Garsoffky und Britta Sembach.

“Wer Familie leben will, muss dafür auf Einkommen verzichten und das daraus möglicherweise erwachsende Risiko selber tragen. Man kann eben nicht alles haben.” (Garsoffky S./ Sembach B.: Die ‘Alles ist möglich’-Lüge, Wieso Familie und Beruf nicht zu vereinbaren sind, S.162. Erschienen im Pantheon Verlag.) Stattdessen gibt es gar nichts – außer natürlich die wunderbare Familie, die einen manchmal Haare raufen lässt. Irgendwie ist diese Vereinbarung von Familie und Beruf immer, immer wieder eines meiner Themen. Ich weiß auch gar nicht so recht woran das liegt? Vielleicht an notorischer Unzufriedenheit? – Nein, stimmt nicht. Ich bin sau glücklich und unglaublich dankbar für das, was man meine Familie nennt. Niemals nicht würde ich es eintauschen wollen. Die Rahmenbedingungen würde ich manchmal gerne verändern. Zeitgerechter. Menschgerechter. Familiengerechter. Vielleicht muss ich es auch alles einfach nur handhabbarer machen. Liegt es wohlmöglich an meiner Unfähigkeit SuperMOM zu sein, weshalb ich immer wieder Schwierigkeiten in dieser Vereinbarung sehe und empfinde? – Ja, ich habe noch immer kein Cape gefunden, das mich als SuperMOM ausweist. Vielleicht liegt es also tatsächlich daran? Ich sollte das ändern. …

RückbildungsGymnastik

Es gibt einfach Dinge, von denen erfährt man erst, während oder nachdem man sein erstes Kind bekommen hat. Dass bei der Geburt beispielsweise Stuhlgang ‘abgehen’ kann. Dass es da auch noch so etwas wie die Nachwehen gibt und dieser Mutterkuchen, genannt Plazenta, ebenfalls irgendwie den weiblichen Körper verlassen muss. Dass man einige Tage heftige Nachblutungen hat und es ja auch noch so etwas wie den Wochenfluss gibt. Vier bis sechs Wochen dauert das Ganze. Oder die DammMassage. Welcher Damm? Wo ist der denn bitte schön? Mit Öl durch den Partner massieren lassen, ehm, ich weiß nicht. Muss das sein? Irgendwo da am Anus? Warum hat man mir das damals nicht gesagt? Mir wurde das erst einige Wochen vor der eigentlichen Entbindung klar, als mein Schwangerschaftsbuch darauf hinwies. Mein Schwangerschaftsbuch! Weder im GeburtsvorbereitungsKurs oder durch meine Mutter oder Schwiegermutter wusste ich von solchen “Dingen”. (Jetzt ist es raus.) Im “echten Leben” freuten sich alle lediglich auf das, was da kommt. “Das, was da kommt” wurde nicht mit den leidlichen Nebenwirkungen einer Geburt in Verbindung gebracht. Alles, was zählt waren …

EisdielenMomente

“Wie konnte ich mich bloß darauf einlassen?” Ich sitze auf meinem Stuhl an einem viereckigen Tisch. Der Himmel strahlt in seinem leuchtendsten Blau und die Sonne wärmt mit ihren spätnachmittäglichen Strahlen das Pflaster. Ein paar freche Spatzen hüpfen zwischen den Stühlen umher, auf der Suche nach übrig gebliebenen EiswaffelKrümmeln kleiner Kinder mit großer Eistüte. Die Idylle trügt. Meine beiden Kerle sitzen mit am Tisch. Na ja, nicht ganz. Der eine klettert gerade auf den Stuhl, um sich mit einem Knie mitten auf dem Tisch abzustützen und nach der Eiskarte zu angeln. Der kleinere Kerl hängt mit einem Bein in der Luft auf der Armlehne seines Stuhls und hat die frechen Spatzen entdeckt, wie sie zwischen den Stuhlbeinen keckernd herumhüpfen. Am Grinsen in seinem kleinen runden, fröhlichen Gesicht, weiß ich, was er bestrebt ist zu tun. Hargh! Aber da ist ja dieser eine Artikel in Arbeit. Der mit den NotfallSurvivalIdeen. Der, für den die ersten Beiträge in mein elektronisches Postfach hereintrudeln. Der, für den die anderen tollen Mütter berichten. Mein bisheriger Eindruck – nach Sichtung und …

NotfallSurvivalKit

So sieht es also aus: unser NotfallSurvivalKit. Ein Haufen verschiedener BrüllFallenSituationen, die Eltern schon mal den Kopf verlieren lassen können. Oder zumindest einen Haufen Haarbüschel. Um diesem Phänomen ein wenig entgegenzuwirken, entstand die Idee mögliche schwierige ElternKindSituationen, liebevoll als TerrorMomente bezeichnet, zusammen zu stellen. Aber nicht nur das. Auch mögliches Scheitern und vor allem eine positive Erfahrung die Situation anders, viel positiver mit dem Kind zu meistern, wurden gesammelt. Dabei entstand dieses NotfallSurvivalKit verschiedener BloggerInnen. Ich möchte mich an dieser Stelle bei euch allen für eure Zeit, euer Schreiben und Nachdenken, aber vor allem für euer SuperMama- und SuperPapaSein bedanken. Ihr macht einen großartigen Job da draußen! Acht Blogger waren dabei und vielleicht hat die ein oder der andere bloggende Leser Lust auch noch mitzumachen. Dann haut in die Tasten, beschreibt eure zündende Idee um in so einer TerrorSituation den Kopf zu behalten. Gerne könnt ihr euren Beitrag mit diesem Kit verlinken und uns hier einen Kommentar hinterlassen, um mitlesen zu können. Los geht’s. amberlight berichtet auf ihrem fast gleichnamigen Blog über allerhand Kreatives, rezensiert Bücher und berichtet vom Umbau des Vierseithof. Nachhaltigkeit und Verantwortungsgefühl …

Meine NotfallSurvivalIdee(n)

Es ist 19.00Uhr. Eigentlich sind wir gut in der Zeit. Doch dann müssen noch die Zähne geputzt werden. “Zähne putzen kommen.” Keine Reaktion. Dann kommt der Große und wirft sich übers Klo. “Nicht schon wieder Zähne putzen…” Wie eine Katze sich normalerweise auf dem Boden räkelt, um warme Sonnenstrahlen zu genießen, schmeißt sich mein ältester Sohn auf den dazu viel zu kleinen Klodeckel. Ich stehe da, ziehe die Stirn kraus und frage mich, was da schief gelaufen ist? Doch bevor ich zu einer Erklärung finde, erscheint mein anderer Kerl und meint: “Iss wille nis Zähne putzen.” Ich reiße mich zusammen und entscheide enthusiastisch: “Wir putzen jetzt schnell die Zähne und dann gibt es noch eine Kissenschlacht.” Die Augen der beiden strahlen auf, doch beim Anblick der Zahnbürsten erlischt das Leuchten in Hundertstelsekunden. Was sich dann peu a peu aufschaukelt, werde ich hier nicht weiter erwähnen. Die Kerle liegen im Bett und es ist 20:21Uhr. So läuft das hier. Manchmal. Ähnliches erlebe ich mit Strumpfhosen, die unbedingt bei -8°Grad oder aber 32°Grad angezogen werden müssen. Oder auch wenn das …

Supermom MamaDenkt

SuperMOM-Cape

Erst letzte Woche hätte ich mich gleich mehrmals in mein imaginäres SuperMOM-Cape werfen können. Einmal wurde es mir via twitter auch sofort ausgehändigt, nachdem ich keine Zeit hatte, es bei mir Zuhause zu suchen. Sehr fein! Danke @apfelmaedchen. Superkräfte durch das SuperMOM-Cape Manchmal wünsche ich mir nichts mehr als mit Superkräften durch den Himmel zu sausen, um irgendwelche Besorgungen zu erledigen oder einem meiner Kinder einen echten Bagger herbeizuholen, nur um vom Zanken, Ärgern oder sich ins Motzen reinsteigern abzulenken. Wie cool wäre das denn?! Wenn ich vom anderen Ende der Welt eine Horde Samurai herbeikarren könnte, die miteinander, natürlich nicht gegen uns kämpfen und meine Kinder würden einfach nur glotzen? Oder wenn ich meine Kinder zum weltbesten Spielplatz ever befördern könnte. Ohne MaxiCosi oder Reboarder oder über Schnellstraßen… Einfach auf den Rücken setzen und unter dem Arm halten, meine ZauberTasche, in die alles reinpasst, dabei und los geht’s. Wie das wäre? Großartig!! Deswegen kommt auf meinen Wunschzettel auch dieses SuperMOM-Cape. Und so eine Zaubertasche wie Hermione Granger kommt auch dazu. Mal ganz weg vom Minimalismus, der zwar …

Vatertag

“Und? Was macht ihr so am Vatertag?” – Mama sein. Papa sein. Kinder sein. Ich weiß es auch nicht. Dieser Artikel wird vermutlich ein ins Unreine geschriebene Zeitzeugnis meines Daseins werden. Vielleicht ist das hier auch lediglich PsychoHygiene. Ich weiß noch nicht einmal, womit ich als erstes anfangen soll. Da ist das Gefühl: dass mein Einsatz als Mutter von der Gesellschaft nicht im geringsten wertgeschätzt wird. Männer und Frauen, die es als selbstverständlich ansehen, dass ich unendgeltlich tagein, tagaus rotiere. Schließlich wollte ich ja die vier Kinder. Dafür auch noch finanziellen Ausgleich zu fordern, ohne “beruflich” tätig zu sein, ist doch schon reichlicht dreist. Ok. Dann ist da in einem Nebensatz die Feststellung aus einem Buch – zu dieser Problematik “Vereinbarung von Familie und Beruf” – seit wann der Beruf der Hausfrau existiert. Wie kann es einen Beruf geben, der nicht als solcher charakterisiert ist? Was kennzeichnet denn bitte schön einen Beruf. Eine dazugehörige Ausbildung? Oder ein Gehalt? Bitte, was? Was meint der Duden? Aaaah, eine Tätigkeit, mit der jemand sein Geld verdient. Ich kriege kein …