Alle Artikel mit dem Schlagwort: echt

SINN Magazin

Irgendwann letztes Jahr im Sommer stolperte ich über ein in der Entstehung begriffenes Magazin: das SINN-Magazin. Mich haben das Thema und die geplanten Inhalte damals wie heute sehr interessiert und ich bin immer und immer mal wieder auf das dazugehörige TwitterProfil und die Internetseite gesurft… Allerdings regte sich da für mich, als MagazinEndLeser, erstmal nicht so viel. Irgendwann im Spätsommer hatte ich schließlich vergessen weiterhin nachzuschauen und das Magazin erstmal nicht mehr auf dem Schirm. Prompt in diesem Zeitraum wurde dann die erste Ausgabe veröffentlicht! Bam! Ich hab’s nicht mitbekommen. Lange Rede kurzer SINN. Ich wurde vor ein paar Wochen angeschrieben, ob ich nicht mal reinlesen und gegebenenfalls einen BlogArtikel verfassen wollte?!!? Bitte? Klar! Mit der Einschränkung, dass mir das Magazin zusagte, ließ ich mich drauf ein. Und liebe Leser: Es ist toll! In der ErstAusgabe geht es um Themen, die mich seit Monaten umtreiben und für die ich  teilweise noch keine Lösung habe finden können. Da ist die Sache mit dem Dosenfutter bzw der Gedanke mich und meine Familie aus meinem eigenen Garten zu versorgen, …

“Du erlebst immer so viel.” – Geschichten aus dem Leben

Gestern und vorgestern waren so Tage, an denen ich urkomische Momente erlebt habe. Als ich die meinem Mann erzählte, kam von ihm obige TitelAussage. Ich weiß auch nicht, warum mir manchmal so Dinge passieren. Viel ist es nicht. Aber in der Regel äußerst fragwürdig und durchgeknallt. Mir fallen die manchmal eben auch gar nicht auf. Erst während ich sie erzähle, halte ich inne und schüttle den Kopf. “Was ist mir da bloß wieder passiert?!!” Seitdem sich hier unter unserem Dach der Besitz um Einiges reduziert und das für uns persönlich Wesentliche Einzug gehalten hat, fallen mir solche Gegebenheit auch mehr auf. Sie gehen nicht verloren im AlltagsEinerlei. Sie werden beschmunzelt, belacht, wertgeschätzt; manchmal auch missmutig in Augenschein genommen. Meine letzten drei Begegnungen für euch mal zusammengestellt. Ich lasse sie mal unkommentiert. Aber ihr dürft euch natürlich frei fühlen… Ich gehe durch die FußgängerZone, einen kleinen Kerl an der Hand. Wir sind auf dem Weg in ein BaumwollFachgeschäft. Jedenfalls, der Kerl trägt meinen AutoSchlüssel. Ganz fasziniert von dem Geklimper vergisst er dabei das Laufen. Er stolpert …

Zeit zum Nachdenken

Wenn “andere” Zeit zum Nachdenken benötigen, dann zieht es sie in der Regel nach draußen, ein Spaziergang an der frischen Luft oder aber eine Runde laufen, Yoga, ein stiller Raum, Meditation. Manche gehen “Shoppen” oder zum Sport ins FitnessStudio. Wieder andere gehen ins Bett und denken nach. So mancher schiebt die Gedanken vielleicht auch beiseite und macht weiter. Womit auch immer. Nicht meine Favoriten. Heute habe ich erneut festgestellt, dass das bei mir ganz oft nicht geht. Ich würde so gerne spazierengehen und dann Antworten oder klare Gedanken haben. Aber entweder ich komme gar nicht aus meinem GedankenKarussell heraus oder ich lande rücklings auf einer Wiese und starre in den grenzenlosen Himmel. (Wobei das in der Tat auch sehr gut tun kann.) Kinder benötigen ja in der Regel ein Kuscheltier zum Einschlafen. Oder den Daumen oder das LieblingsSchnuffelKissen. Manche haben Angst im Dunkeln und brauchen einfach nur ein wenig Licht. (Ihr kennt bestimmt diese kleinen Lampen, die man in die Steckdosen steckt und die ein fades Licht abgeben. Oder man lässt einfach die Tür einen Spalt …

SilvesterMorgen

Schwupps. Schon schreiben wir 2014; und zwar schon zwei Tage lang. Ich habe das letzte Jahr tatsächlich abgeschlossen. Ich meine, so richtig. Gedanklich, emotional. Dabei dachte ich bislang immer, dass mir vom Typ her, dieser Jahreswechsel nichts bedeutet. An diesem Artikel merke ich, dass dem nicht so ist. Es fällt mir gerade im Gegenteil unwahrscheinlich schwer, zurückzublicken. Auch wenn es nur auf den SilvesterMorgen zurückzublicken gilt… es fällt mir schwer. Dennoch möchte ich euch dieses SilvesterMorgenGespräch nicht vorenthalten. Es war zu schön. Wertvoll. Erleichternd. Ernüchternd. Abschließend. Resettend. Platz schaffend. Es war ein bewusster dankbarer Abschied vom Gewesenen, an das ich mich gerne mal zurückerinnern mag. Aber in der Tat liegen neue Tage vor uns. Tage, Stunden und Minuten, die es zu füllen gilt. Entweder wir warten ab, leben vor uns hin oder wir beginnen zu gestalten, in die Hand zu nehmen. Dabei geht es nicht darum in puren Aktionismus zu verfallen. Auch nicht immer nur um die großen, bedeutsamen Dinge. Ganz und gar nicht. Agieren gefällt mir einfach besser als Reagieren. Letzteres beinhaltet nicht selten die …

Dezember 2013

Dieser Monat ist ganz anders. Ich weiß es. Ich spür es jetzt schon. Anders als sonst. Meist bin ich jetzt schon voll unter Strom. Habe zwar alle Geschenke organisiert, aber komme nicht zur Ruhe. Heute ist es anders. Ich habe noch nicht alles organisiert, aber eine Idee. Na ja, und ich spüre gerade viel Ruhe und Gelassenheit. (Zumindest meistens.) Mein Roman beim NaNoWriMo ist fertig geschrieben. Die Wohnung ist Adventszeitgemäß dekoriert und wir werden die nächsten Wochen hoffentlich besinnlich, mit viel lesen, toben, spielen, Plätzchen vor dem heißen Ofen mampfen und der GeschenkeBastelei verbringen. Meine Liste für diesen Monat ist ziemlich lang, aber ich freu mich! Und erstaunlicherweise ist momentan alles sehr relaxed. Denn all diese Dinge, die wir uns so durch den Kopf gehen lassen, müssen wir nicht tun. Es sind Optionen, die gewählt werden, wenn wir Lust dazu haben bzw. wenn sie einfach dran sind: – AdventsBesuch einladen – Marmelade kochen – WeihnachtsMarkt besuchen (auch wenn wir wieder die einzigen sind, die nichts kaufen und nur beobachten) – Geschichten und Märchen lesen – …

Nachhaltige Weihnachtsgeschenke*

Wie letztes Jahr kamen mir im Oktober schon die ersten Ideen, wie und womit ich meine Lieben (Kerle, Freunde, Familie, Bekannten, Nachbarn, entgegenkommende Passanten…) beschenken könnte. Wie letztes Jahr gab es schon im November Menschen, die mich darüber aufklärten, dass ihnen die unsinnige Schenkerei wahnsinnig auf die Nerven gehen würde. Ich weiß nicht zu welcher Fraktion ihr zählt, liebe Leser. Ich habe auch lange darüber nachgedacht, ob ich diesen Post in dieser Art hier schreibe. Nehmt ihn einfach als Brille, wie ich Weihnachten sehe. Vielleicht findet ihr was wieder, vielleicht gefällt euch der Blickwinkel nicht, dann müsst und könnt ihr ja nach einer passenderen Brille Ausschau halten. Vorweg nochmal deutlich: Ich mag Weihnachten! Eins mehr noch: Ich liebe dieses Fest und all seine zauberhaften Momente. Dazu gehört wirklich vieles: Ich mag die Lichter in den Fenstern. Ich weiß, energiesparend ist das nicht. Nachdem der November so trüb, dunkel, neblig und kalt war, genieße ich das Funkeln und Leuchten jedoch sehr und freu mich drauf, wenn jetzt die ersten Lichterketten und Sterne zu erkennen sind. Ich …

apfelmädchen und sadfsh – BlogEntdeckung (8)

Es ist keine neue BlogEntdeckung. Aber für den Fall, dass ihr mal wieder in einem tollen Blog stöbern wollt, in dem es um aktuelles Geschehen, veganes Essen, Minimalismus und diverse Challenges geht, dann bitte hier entlang … Entdeckt habe ich das Apfelmädchen und sadfsh Anfang des Jahres. Irgendwann um Silvester bin ich auf ihren Blog gestolpert und auf ihre Challenge Vegan for fit. Inspiriert durch das Buch von Attila Hildmann und vermutlich diverser anderer Lektüren und Kenntnisse ging’s los: vegan essen, alles raus aus der Vorratskammer und so eine Art Neustart fahren. (Was habt ihr eigentlich mit den Cookies gemacht? Verschenkt? Gibt’s die noch?…) Jede Woche gibt es NetzHighlights, die ich persönlich immer besonders gerne lese. Manchmal entdecke ich Nachrichten, die mir ebenfalls in der Woche über den Weg gelaufen sind. Manchmal sind es einfach ganz andere Geschehnisse, die ich nirgendwo anders sonst mitbekommen hätte. Weil ich das entsprechende Genre nicht lese oder warum auch immer. Die beiden berichten sympathisch über das, was sie erleben, was sie bewegt und worüber sie sich Gedanken machen. Ihr …

Das Gemüse und die Not

“34€uro…”-irgendwas. Die Kasse springt auf und ich krame in meinem Geldbeutel. Einen Kerl auf dem Arm, einen anderen im Auge behaltend, während er schon an der Ladentür klebt, um endlich raus zu kommen. Endlich springt mir die richtige Münze in die Hand und ich zahle meine Einkäufe. Eine mittelgroße Kiste mit Obst und Gemüse und zwei Tragetaschen, die zwar nicht ganz befüllt, aber dennoch genügend schwer sind, um zu fragen: “Darf ich die Kiste hier eben stehen lassen?” Ich lächel die Kassiererin freundlich, verzagt und abwartend an. Sie lächelt zurück: “Aber natürlich. Klar.” Hinter mir steht eine ältere Dame, ein Paket Linsen oder Hirse oder irgendwie sowas in der Hand. Ich schiebe den Einkaufswagen eben weg, verteile Kerl und Taschen auf meine zwei Arme und dirigiere den anderen aus dem Geschäft hinaus, Richtung Auto. Vorbei an einem Auto, in dem ein etwa 70Jähriger Mann sitzt. Vermutlich der Gatte der Kundin hinter uns. Die mit dem Paket Hirse. Draußen ist es unglaublich heiß. Bestimmt 32°. Gefühlte 38°, da unter Anstrengung und Konzentration Schätze und Einkäufe zum …

Tiere essen von Jonathan Safran Foer

Eine Oma. Ein Vater. Ein erstes Kind. Ein Stück Fleisch. (Pardon ein Stück Tier.) Wollte ich den Titel von Safran Foers Buch in zehn Worte fassen, würde ich diese wählen. Das Buch ist mir bei der Suche nach anderen Büchertiteln auf verschiedenen Seiten im Netz begegnet. Als zu guter Letzt das Apfelmädchen und sadfsh das Buch in ihrem Blog erwähnten, machte ich mich in unserer Bücherei auf die Suche. Via Fernleihe hatte ich es schließlich hier liegen und begann zu lesen. Worum es zunächst also geht: Jonathan Safran Foer beginnt sein Buch damit, dass er beschreibt, wie er sich schon ein Leben lang mit dem Essen oder auch nicht Essen von Fleisch auseinandersetzt. Mal war er Vegetarier. Dann wieder nicht. Dann wieder abstinent, um einige Monate oder Jahre später zumindest Fleisch aus artgerechter Tierhaltung zu verzehren. Er beschreibt, dass er schon einige Phasen des Verzichts und Genusses hinter sich hat. Als sein Sohn zur Welt kommt, ändert sich plötzlich alles. Jetzt will er es wissen. Er begibt sich auf eine Reise, eine Suche und nicht …

Lesestoff: Der Geist von Occupy von Charles Eisenstein

Keine Forderung kann groß genug sein. Dieser UnterTitel hat mich eigentlich am meisten angespornt, das Buch möglichst bald zu lesen. Denn ist es nicht so, dass wir uns nur mit dem Besten zufrieden geben sollten, wenn es um diesen Planeten, die Schöpfung und das Leben in seinem Kern geht? Ich glaube wir haben es verlernt und geben uns recht schnell mit viel weniger zufrieden als eigentlich nötig. Nennt mich Idealistin, aber ich komme mehr und mehr an den Punkt zurück, dass ich mich nicht mehr mit “KleinScheiß” zufrieden geben möchte. Worum es geht: Das Buch ist unterteilt in zwei große Kapitel. Das erste trägt die Überschrift “Keine Forderung kann groß genug sein” und beschreibt den Geist von Occupy. Eisenstein stellt die 99% der Menschen  dem 1% einer vermeintlichen wirtschaftlichen FührungsRiege gegenüber, die mit Kapital jongliert, das ihnen eigentlich gar nicht gehört, das mitunter gar nicht existiert. Wenn es um eine Forderung geht, fasst er sehr schön zusammen, dann die, dass dieses 1% aufwacht. Denn das Spiel ist fast zuende. Es gibt nicht mehr viel Zeit, …