Alle Artikel mit dem Schlagwort: MamaSein

Mamas HandtaschenMinimalismus

Wenn ich meinen Mann bitte, * mir mal meinen Geldbeutel aus meiner Handtasche zu geben oder * vielleicht auch das Döschen HandCreme oder * das RennAuto, das einer der Kerle jetzt sofort unbedingt braucht, ich aber die Hände nass vom Spülwasser habe oder mitten beim Wickeln bin – erhöht sich der Puls des Mannes, eine leichte Schnappatmung setzt ein und er steht kurz vor einer leichten Panikattacke. “Aus deiner Handtasche?” Ich kann dann das Aufleuchten des roten Warnsignals in seinen Augen schon von Weitem blinken sehen und höre an seiner Stimme, die Verzweiflung, meine Handtasche öffnen zu müssen. Mit Recht. Manchmal habe ich eine Tasche wie Mary Poppins oder aber Hermione Granger bei Harry Potter. Ich kann da alles mögliche mit einem Handgriff herauszaubern. Mein Mann leider nicht. Er hat eher das Gefühl, sich in die ungewissen Untiefen einer mütterlichen Handtasche begeben zu müssen. Er kommt sich nicht selten wie Odysseus vor, der sich auf seinen Irrfahrten durch meine Handtasche befindet. Nun ja, Schluss mit diesen Bildern. Meine Handtasche ist ein rotes Tuch für meinen Mann. (Oh …

Die BrüllFalle. Teil3

Vor ein paar Wochen bin ich in diese BrüllFalle hineingetappt und reflektiere seitdem fortwährend, zumindest gefühlt, mein Verhalten gegenüber meinen Kindern. Nicht, dass ich nicht auch vorher schon mal lauter geworden bin. Bin ich. Absolut. Nicht, dass ich nicht auch schon vorher immer mal wieder über mein eigenes Verhalten nachgedacht hätte. Aber diese Situation, die ich hier als BrüllFalle bezeichne, hatte auch ganz viel von Hilflosigkeit und gefühlter Handlungsunfähigkeit. Ich wusste keinen Ausweg und bin so unkontrolliert laut geworden, dass ich mich vor mir selber ein wenig erschrocken habe. Wie muss es damit meinen Kindern ergangen sein? Sie schienen recht gut damit umgehen zu können. Doch was für Früchte würde mein aktuelles Verhalten, meine aktuelle pädagogische Unfähigkeit in der Zukunft mit sich bringen? Dass ich nun mein Verhalten und Handeln sehr genau in Augenschein nehme, heißt leider noch lange nicht, dass ich mich auch fortwährend vorbildlich, geschweige denn perfekt verhalte. Das würde ich manchmal gerne, genauso wie ich wünschte, keine Fehler zu machen. Doch nehmen wir mal an, ich würde keine Fehler machen, wie könnte Weiterentwicklung stattfinden? …

Die BrüllFalle. Teil2

Inzwischen sind wir zu mehreren in unserem Haushalt. Und wenn ich schreibe, dass es sich bei unserem Haushalt, um einen KulturHaushalt handelt, dann meine ich das auch so. Aus tiefster Seele. Morgens Zirkus und abends Theater. Aktuell fast jeden Tag. Ganz umsonst. Na ja, nicht ganz, meine Nerven schwinden schon ab und an, werden zumindest reichlich überstrapaziert und abgenutzt. Daran dass ich eine Über:Mama sein soll, kann es eigentlich nicht liegen. Wie im Teil1 beschriebene Situationen herrschen hier momentan regelmäßig. Leider kann ich noch nicht einmal sagen, woher dieser Umstand rührt. Vielleicht an unserem Zuwachs? Vielleicht an sowas wie einer vorgezogenen Pubertät? Ich könnte jetzt sagen, dass eines meiner Kinder vielleicht auch seine Grenzen testen möchte. Aber will es das wirklich? Will es vielleicht einfach nur sein und ich habe einfach einen falschen Blick auf das alles? In meiner Not habe ich folgendes vor ein paar Tagen gewittert: So. Wer kann mir ein Jesper Juul #Buch empfehlen? Und am besten gleich sagen, wie das ohne “Wenn…dann” funktionieren soll? 1/2 — rage (@mamadenkt) 6. März 2015 …

Die BrüllFalle. Teil1

Habt ihr schon mal von ihr gehört? Ich bis vergangenes Wochenende nicht. Aber, ich kenne das hier und damit vermutlich auch die BrüllFalle: “Justus halt. Hör bitte auf durch die Wohnung zu rasen. Du fällst und knallst mit dem Kopf gegen die Fliesen.” Das Kind rast weiter durch die drei Zimmer. Einmal quer durchs Wohnzimmer, in die Verlängerung durchs Esszimmer bis in die Küche, wo die Spülmaschine mit weit geöffnetem RiesenMaul, ich meine geöffneter Tür steht. Ein kleiner Sprung und zack! das Kind sitzt im Spülraum. Mit leicht erhobener Stimme: “Justus. Hör bitte auf so wild durch die Wohnung zu laufen. Du sollst dir deinen Schlafanzug suchen. Ich helf dir auch beim Anziehen.” Doch: Keinerlei Reaktion. Das Kind macht kehrt, rennt den Weg zurück, stolpert und schliddert quer über den Laminat des Wohnzimmers, wild kreischend und vor Freude gackernd. Tiefes Durchatmen und schnelles Durchdenken, was kann ich als Strafe androhen? Keine Süssigkeiten mehr? Kein Kuscheln beim KassetteHören? Kein Fernseh? Kein iPad?… Was denn bloß? Das Kind kommt erneut in die Küche gerannt. Ähnlich schnell, ähnlich …

ÜberMama. HelikopterMutter. EislaufMutti.

Ich weiß nicht genau, welche Beschreibung mich am ehesten trifft. Ich weiß nicht, ob ich was davon bin. Ich weiß nicht, was mich daran am meisten verletzt. Aber man hat mich als solche bezeichnet. Indirekt. Noch nicht mal direkt ins Gesicht. Einfach nur in den Raum hinein. Gesprochen. Behauptet. Sich entrüstet. Abgegrenzt durch ein Wort und eine Entscheidung. Eine Entscheidung, die ich für mich traf. Von der ich nicht zu überzeugen versucht habe. Von der ich noch nicht einmal erzählt habe. ÜberMama. Sein möchte ich das nicht. Denn ja, diese Titel für uns weibliche Erzeuger kleiner menschlicher Wesen, sind durch und durch mit negativen Konnotationen belegt. Wer will das schon sein?!? Keine. Auch die väterlichen Pendants mit Sicherheit nicht. Dennoch verletzen sich Mütter gegenseitig damit. Ich lag in meinem Bett als die Freundin der BettNachbarin diese Wortwahl traf. Ob sie ahnte, dass ich stille? Zumindest befand sich auf meinem Nachttisch keinerlei Zubehör in dieser Richtung. Keine TrinkJoghurtähnlichen Plastikfläschchen, denen ein Sauger aufgesetzt wurde. Keine Maschine zum Erwärmen der BabyMilchNahrung. Außer meinem Buch, dem GreenpeaceMagazin, einer Kanne …

Gelassenheit 4.0

Der ein oder andere von euch mag diesen Vergleich schon kennen. Eine Mama sitzt mit ihrem ersten Kind am Rande eines Sandkastens, neben sich die Box mit Feuchttüchern und Desinfektionsmittel. Vielleicht ja sogar noch Kohletabletten und zwei Litern Wasser. Ihr Kleinkind nicht aus den Augen lassend verfolgt sie, wie es fasziniert den Sand durch die kleinen PatscheHändchen rieseln lässt. Darum bemüht, nicht jedes Mal aufzuspringen und die Fingerchen zu säubern. Als dann doch eine Hand Sand in den Mund gelangt – just in dem einen Moment, ihr wisst schon, als der schwarze kleine Köter am Spielplatz entlang kläfft – springt sie auf und vollzieht das komplette Reinigungsprogramm. “Oh nein, mein Schatz! Das ist ganz bäh!…” Reinigungstücher, Wasser, eine Kohletablette und aufgeregte Erklärungen, warum man Sand nicht essen darf, finden ihre Verwendung. Bei KindNummer 2 sieht die Situation etwas anders aus, denn Gelassenheit hat sich breit gemacht, wenngleich noch immer eine Flasche Wasser und ein paar Taschentücher in der Handtasche bereit liegen. Der Sand findet seinen Weg und die Mutter eilt vom SchaukelAnschubsen des Großen herüber zum …

TerminBummelei

“Das ist jetzt schon wirklich spät. … Zur Zeit melden sich irgendwie alle schwangeren Frauen recht spät an. …” So eben am Telefon. Entschuldigung, sollten Sie das hier lesen, ich war das eben in der Leitung, die zu spät sich angemeldet hat. Richtig. Ich habe mir heute Morgen fest vorgenommen, mal überall dort anzurufen, wo ich unbedingt Termine ausmachen oder Dinge absprechen und klären musste. Eigentlich mache ich das schon seit drei Wochen. Einer gefühlten Ewigkeit also. Aber ich habe immer wieder einen Grund gefunden, dass ich keine Zeit hatte, anderes wichtiger war; tatsächlich wichtiger oder eben nicht. Vor allem ärztliche Terminabsprachen sind davon betroffen. Nicht nur der halbjährliche Zahnarzttermin (den nehme ich wider Erwarten sogar sehr ernst), sondern auch die Anmeldung zur Geburt, der noch ausstehende Abstrich wegen der Halsweh, die nächste VorsorgeUntersuchung eines der Kerle. Termine vereinbaren. Manchmal geht mir das total gut von der Hand. Manchmal rutsche ich jedoch in meine familiäre Sozialisation zurück, die mich zwar nicht gelehrt hat, Dinge auf die lange Bank zu schieben, aber ich sehe das dort …

LeserInnenUmfrage in kurz

Ich habe gerade einen BlogArtikel verfasst, der Teil eines kleinen BauTagebuches sein soll. Beim Schreiben habe ich mich gefragt, ob euch das überhaupt interessiert? Ob es nicht ganz andere Themen oder Dinge gibt, über die ihr nachdenkt, die euch immer mal wieder beschäftigen. Sei es im Rahmen von Erziehung, Weltgeschehen, Nachhaltigkeit, MamaSein, Minimalismus, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, LeseStoff, Schwangerschaft, SpielIdeen, Achtsamkeit, PsychoHygiene oder UpcyclingIdeen. Irgendwie denke ich über all diese Dinge nach. Immer wieder. Unser ProjektAlteSchule ist natürlich aktuell ein großer Teil unseres Alltags. Daher bietet sich es hier für mich an, ganz konkret PsychoHygiene zu betreiben, wenn wir mal wieder mit einer neuen Überraschung konfrontiert sind oder zu entscheiden haben, ob Holz oder Fliesen oder was auch immer. Daher mal ein MiniFragebogen an all meine Leser. Und fühlt euch willkommen, was das Beantworten angeht. Ich versuch es mal knapp zu formulieren, damit sich möglichst viele angesprochen fühlen, zu antworten. Selbstverständlich freue ich mich auch über längere Antworten. 1. Wann kommst du idR vorbeigesurft? Morgens, wenn die Kids versorgt sind? Mittags in der BüroPause? Abends im …

3. Advent. Und es gibt noch ein Geschenk.

Guten Abend! Heute geht es kurz und schmerzlos direkt zum Geschenk über. Ich konnte mich die ganze Zeit nicht so wirklich entscheiden, was ich denn jetzt verschenken soll? Mir kamen so viele Ideen und ich bräuchte eindeutig einfach mehrere Adventssonntage, um meinem Wunsch des Schenkens irgendwie nachzukommen. Heute gibt es ein eBook zu verschenken. Und das gleich zweimal. Denn: Vor etwas mehr als einem Jahr hatte ich eine Fehlgeburt. Ein paar von euch haben den Abschied von unserem Sternenkind mitbekommen. Es war tragisch und der größte Verlust, den ich je erlebt habe. Inzwischen habe ich einen Weg gefunden mit diesem Ereignis und diesem Verlust, dieser Sehnsucht und dieser Liebe zurecht zu kommen. Auf dem Weg dorthin ist ein Buch entstanden. Es trägt den Titel: Wenn etwas fehlt. Ich habe einen Monat daran geschrieben, weitere vier Monate daran herumgefeilt und mit der Hilfe einiger Freunde und Bekannter es nach einem Jahr tatsächlich fertiggestellt. Seit nicht einmal 24h steht es online bei epubli zur Verfügung. Wer will klickt hier! und liest mal rein. Vielleicht wollt ihr es tatsächlich lesen und …

Geliebt schlau wichtig MamaDenkt 01

Du bist geliebt. Du bist schlau. Du bist wichtig.

Nachdem oder noch während ich im Sommer Kathryn Stocketts Buch “Gute Geister” gelesen habe, war ich sehr gerührt und denke noch mehr als zuvor darüber nach, wie ich meinen Kindern zeigen und sagen kann, dass sie wertvolle Geschöpfe sind, die allen Grund dazu haben, sich zu starken, kleinen, geliebten Persönlichkeiten zu entwickeln. Geliebt, schlau und wichtig.