Alle Artikel mit dem Schlagwort: Weihnachten

18. Krippe aufbauen

Nachdem wir gestern unseren Weihnachtsbaum für dieses Jahr doch wieder im Wald geschlagen haben, wenigstens beim Forstamt, wird heute unsere Krippe aufgebaut. Was für eine Krippe habt ihr denn? Erst hat mir meine Mutter ihre alte, sie stammt noch von meinen Großeltern, ausgeliehen. Als K1 dann dabei war und das zweite oder dritte Weihnachten anstand, habe ich darüber nachgedacht, dass ich gerne eine kindgerechtere Krippe hätte. Die zeichnete sich in meinen Augen darin aus, dass sie a) freundlicher aussah. b) bespielt werden konnte und zu diesem Spiel einlud. c) nichts daran kaputt gehen konnte und ich nicht ständig vor Zubruchgehen Angst haben musste. Wir entschieden uns daher für die Ostheimer Krippenfiguren Variante 2. Ein Häuschen haben wir uns nicht dazu gekauft. Mein Mann hat mir vor anderthalb Jahrzehnten mal eine kleine Blockhütte aus Holz gebastelt. Ein Zeichen dafür, dass wir irgendwann mal nach Canada auswandern. (Davon haben wir uns mit unserem WWOOFing-Projekt allerdings bewusst und entschieden verabschiedet.) Da die Figuren relativ teuer sind,natürlich nichts gegen echte, traditionelle Krippenfiguren – dennoch nur schwer erschwinglich -, haben …

17. Weihnachtliche Dessertideen

Ganz einfach und immer, immer von allen geliebt: Cremiges Spekulatius-Tiramisu und Blaubeer-Knusper. Kinderleichte Dessertideen für Weihnachten Manchmal scheint es egal, was ich serviere. Hauptsache es ist irgendwie besonders angerichtet. Das kennt ihr vielleicht ja sogar von euch selber. Kinderleicht, aber leider noch nicht vegan. Wer von euch Ideen hat, das abzuändern und vor allem die Muße die vegane Alternative auszuprobieren: Bitte gerne! Fangen wir also an mit Dessert-Rezept Nummer 1. Cremiges Spekulatius-Tiramisu Ihr braucht: eine Packung Spekulatius, ein kleines Päckchen Speisequark, ein Päckchen Mascarpone, 250ml Joghurt, eine Dose Mandarinen, Zimt, Kakao oder Lebkuchengewürz zum Bestäuben (je nachdem was euch am besten mundet), als weitere Dekoration bieten sich Schalenraspeln einer ungespritzten Apfelsine an. Utensilien: eine Schüssel zum Rühren, Gläser oder eine gläserne Auflaufform zum Anrichten, Schneebesen Ihr geht wie folgt vor: Erst werden die Milchprodukte miteinander cremige gerührt. Danach die Mandarinenstücke unterrühren. Keine Sorge, sie dürfen und werden dabei etwas kaputtgehen. Das macht die Mischung etwas fruchtiger. Wenn ihr entschieden habt, worin ihr anrichtet, zerbröselt ihr zu unterst die Spekulatius. Darauf wird die Mandarinen-Quark-Masse gestrichen. Dabei …

Notizheft selber binden 01 MamaDenkt

16. Notizheft selber binden

Vor zwei Jahren bekam ich von meiner Schwägerin ein selbstgebundenes Notizheft zu Weihnachten geschenkt. Es war und ist wunderschön. Weil es so schön ist, wollte ich es zunächst gar nicht benutzen, bis ich mir dann doch irgendwann einen Ruck gegeben habe. Da es ein DiY von ihr war, habe ich mich mal ein bisschen schlau gemacht und ausprobiert. Ein Notizheft selber binden, das wurde meine persönliche kleine Challenge. Ein Notizheft selber binden Da kam mir plötzlich im selben Zuge der Gedanke, wie sich die unzähligen Bilder meiner Kinder, die, a) die nicht mehr an die Wand passten, b) die nicht mehr in die Sammelmappen gequetscht werden konnten, c) die nicht mehr am Kühlschrank, in meinem Familienjahresbuch oder meiner Handtasche Platz fanden, d) die nicht mehr an Paten, Omas und Opas verschenkt werden konnten, weiterverwenden ließen. Wir begannen damit Notizhefte zu binden. Immer mehr. Die ließen sich mitunter auch prima verschenken und tatsächlich auch weiterverwenden. Die meisten der Hefte wollten die Kerle in der Regel selber behalten. So ganz wurde ich die Bilder also nicht so …

11. Salzkristalle züchten

Vorletztes Wochenende kam K1 mit einem seiner Entdecker- und Forscherbücher über Steine und Mineralien herunter. “Mama? Können wir das mal machen?” Aufgeschlagen hatte er eine Seite über das Züchten von Salzkristallen. Zwar war schon Abend und mit dem Abendessen würde das Ins-Bett-geh-Ritual beginnen, aber das Experiment sah überschaubar aus. Und ich war neugierig. Salzkristalle züchten Nachdem wir das Abendessen beendet hatten, erhielt K1 den Auftrag, die benötigten Materialien und Arbeitsutensilien zusammenzutragen. Was ihr braucht: Ein leeres Honigglas, einen Stift mit einem Bindfaden, Salz, einen Löffel, heißes Wasser und eine Büroklammer. Experimentaufbau Und so geht’s: Zunächst kochte ich Wasser. Das heiße Wasser goß ich – nicht mehr sprudelnd! – in das leere Honigglas. Dazu stellte ich das Glas in unser Spülbecken, da ich heißem Wasser in Glas grundsätzlich nicht traue. Mittels Topflappen trug ich das gefüllte Glas auf den Esstisch. Nun kam der Part von K1. Zunächst befüllte er das Glas mit einem Löffel Salz nach dem anderen. Nach jedem Löffel Salz rührte er die Mischung solange um, bis sich das Salz komplett aufgelöst hatte. Danach …

10. In der Ruhe liegt die Kraft

Wir haben uns heute Morgen kurz entschlossen auf den Weg zum Weihnachtsmarkt gemacht. Irgendwie war absehbar, dass es, wenn nicht heute, dann nur noch an ganz wenigen Tagen klappen könnte. Um nicht in den Stress zu geraten, “Wir müssen aber doch noch und jetzt schnell!”, haben wir uns heute ins Auto gesetzt und sind losgedüst. Ein Tag auf dem Weihnachtsmarkt Vorweg: Wir hatten einen wunderschönen Tag. Nichtsdestotrotz sind wir jetzt für ein Jahr wieder bedient. Es mag sein, dass mit uns was nicht stimmt. Vielleicht sind wir einfach auch zu sehr zu Landeiern mutiert. Das macht auch nichts. Ich bin ganz froh darum, weil ich die Ruhe auf dem Land sehr genieße. Ich merke, was für einer krassen Reizüberflutung wir in der Stadt jedes Mal ausgesetzt sind. Und ich bin erstaunt, wie easy das andere Menschen sogenannte Stadtmenschen wegstecken. Städte sind dreckig. Sie sind häufig ziemlich voll, insbesondere zur Weihnachtszeit. Immer liefen wir heute hinter jemandem, der sich eine Zigarette angesteckt hat. Immer gab es mehrere Geräuschquellen, die es zu verarbeiten galt. Da war das …

7. Supermarktengel

Schon mal 10,- €uro im Supermarktregal gefunden? Ich nicht. Aber schon verloren. Ich habe mich furchtbar geärgert, bis mir der Gedanke kam, dass ich ja derjenige sein könnte, der das Geld findet. Wie sehr ich mich darüber freuen würde… Ja, ich gestehe, ich würde wahrscheinlich nicht zur Kasse laufen und die 10,- €uro abgeben. Bei 20,- €uro oder 50,- €uro sähe das in der Tat ganz anders aus. Aber das ist nicht das Thema. Nicht direkt. Seit Jahren denke ich immer wieder darüber nach, dass ich solche Supermarktregalnachrichten gerne mal hinterlassen würde. Aber ich trau mich nie. Ich stelle mir dann immer die unmöglichsten Situationen mit den Angestellten oder kauzigen Herren vor, die mich darum bitten, meine Weihnahctspostkarten doch bitte woanders liegen zu lassen. “Was fällt Ihnen eigentlich ein, Fräulein?” Dieses Jahr habe ich mich getraut. Ha! Ja, ich war mutig. Ich hab’s getan. Zuerst war der Plan 5,- €uro in das Kuvert zu stecken. Dann war ich auf der Suche nach den passenden Worten und es hat lange gedauert, bis ich wirklich zufrieden war. …

3. Adventsfrust

Bei allen Ideen und Aktivitäten, die ich in den kommenden Wochen vorhabe, hier zu veröffentlichen, geht es mir um eines nicht: Adventsfrust jeglicher Art bei irgendeinem meiner Leser hervorzurufen. Das ist ja eigentlich genau der Grund, warum ich mich zu diesem Kalender entschieden habe. Ich möchte andere Ideen liefern. Aber einfach. Leicht nachzumachen und dennoch freudiges Kinderstrahlen und vor Glück schneller schlagende Elternherzen hervorzaubernd. DAS ist mein Anliegen. Was dabei auf gar keinen Fall passieren darf, dass ihr in eine der typischen Adventsfallen tappt, die immer und an Weihnachten im Speziellen, Frustration und Stress führen. Veronika von “Die Smoorbaers” hat das in einem Blogartikel vom 1.Dezembar ganz gut und treffend zusammengefasst, den ich daher sehr gerne hier verlinke. Ich finde, sie trifft den Nagel gleich 10Mal auf den Kopf. Anders ausgedrückt und von mir kürzlich in einem Interview mit Nicole von Familie Ordentlich erwähnt, heißt das (auch für die Adventszeit): Ohne Druck. Alles. Was wir hier ausprobieren darf auf gar keinen Fall dazu führen, dass wir völlig genervt sind, weil es nicht klappt. Das gilt …

2. Adventspost

Was wir dieses Jahr zum ersten Mal ausprobieren: Adventspost sammeln. Ihr seht, manchmal sind es nur so ganz kleine Dinge, die es braucht, um etwas bewusst zu machen. Wer bitte schön macht sich Gedanken um Adventspost? Ich habe das bislang jedenfalls noch nicht getan. Trotzdem war ich jedes Jahr irgendwie unzufrieden. Denn die Karte, die man vielleicht 1 Minute und 23 Sekunden lang in der Hand hält, wandert doch ziemlich schnell in die Ablage oder unter den Stapel Papierkram. Bei uns schafft es Post inzwischen in ein riesiges großes Glas, das neben dem Herd steht. Da kann ich zumindest die aktuellsten immer mal wieder betrachten und mich daran freuen, dass Menschen an uns gedacht haben und uns eine Freude machen wollten. Klar, manche Karten schaffen es auch an die Wand oder in meinen roten Faden. Aber auch die sind irgendwann ja einmal voll. Ein grundsätzliches Problem. Adventspost Für die Karten und Briefe, die es in den kommenden Tagen und Wochen zu uns schaffen, haben wir uns folgendes überlegt: Eine Adventspost-Leine. Momentan befinden sich an meinem …

Adventskalender-Aufruf

Gestern Abend war ich mit unserem Großen auf unserem Sankt Martinsumzug. Es war super schön und so wie jedes Jahr – immer dasselbe. Die Routine Alle treffen sich, es regnet oder ist kalt, es stürmt und alle werden mehr oder weniger nass. Es ist dunkel, wir gehen unsere bekannte Runde, kürzen ab, sobald es zu kalt oder zu nass wird und gehen zum Martinsfeuer am anderen Dorfrand. Dort gibt es Weckmänner, Punsch und Glühwein. Danach geht es zur Grillhütte und im gemütlichen Beisammensein werden Würstchen gemampft und alle wärmen sich wieder auf. Es ist wirklich immer dasselbe, mal mehr, mal weniger abgewandelt. Und es ist toll! Diese Routine tut gut. Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden, um eine gute Zeit zu haben, ging es mir gestern durch den Kopf. Ich genieße es, dass unsere Herbst- und Weihnachtszeit immer wieder von bekannten Momenten, Aktionen und Inhalten bestimmt ist. Wir backen unsere typischen easypeasy Weihnachtskekse, wir schreiben einen Wunschzettel, der Ende Oktober auf der Fensterbank abgelegt werden muss, um vom Christkind abgeholt zu werden, wir …

re:USE – Weihnachtlicher Verpackungsmüll

(Mein Beitrag im Rahmen einer Aktion von re:BLOG entstanden.) Plastikfolie hier, Papier dort. Hier noch ein Plastikring ums SixPack und da eine Plastikverpackung um die BioBananen. Auch wenn einige Supermärkte inzwischen von Plastiktüten auf umweltfreundlichere Alternativen für den Endkonsumenten umstellen, das Problem bleibt: Jede Menge Verschwendung, viel Müll, wenig wertgeschätzter Wertstoff, den jeder einzelne von uns und wir alle zusammen unbedacht entsorgen. Unsichtbarer Verpackungsmüll Leider handelt es sich hierbei nur um die Spitze eines ungeheuren Eisberges. Denn da fehlt ja noch jede Menge Verpackungswertstoff. Aus Zufall stand ich kürzlich eines Morgens sehr früh in der Drogerie, während um mich herum Mitarbeiter die neu eingetroffenen Waren in die Regale räumten. Die einzelnen Produkte befanden sich abgepackt in Kartons. Das hatte ich mir ja schon gedacht. Zu jedem Karton ein Deckel, der entweder nochmal mit Folie umwickelt oder zumindest mit Plastikbändern befestigt wird. Das hatte ich nicht gedacht, aber mir denken können. Daneben die Kartons der anderen Duschgels und Haarwaschmittel ebenfalls derart verpackt. Alle diese Warenkartons nochmal zusätzlich in viel Plastik eingeschweißt, damit sich keiner der Kartons …